Ins Land des Donnerdrachens

So nun, auf nach Bhutan. Um in das Land zu kommen, hat man eigentlich als westlicher Tourist nur zwei Wege: Per Flugzeug oder per Auto aus Indien kommend. Wir haben uns, da wir nicht nach Indien wollten, halt für das Flugzeug entschlossen. Auch hier gibt es dann zwei Möglichkeiten: Druk Air oder Bhutan Airlines. Die Wahl für uns war Druk Air, da wir von Singapur aus fliegen wollten – dem am weitesten entfernten Flughafen, den man aus Bhutan aus anfliegen kann. Ab September 2020 kommen als Destinationen noch Dubai und Tokyo dazu. Dann sollen auch neue Airbus 320neo geliefert werden.

Zur Zeit hat Druk Air nur 3 Airbus A319 und eine Propellermaschine ATR-42. Und deren Reichweiten sind halt begrenzt. Hinzu kommt, dass der Flughafen von Paro einer der anspruchsvollsten der Welt ist. Aktuell dürfen 9 Piloten von Druk Air dort landen. Nachträglich haben wir erfahren, dass als neulich der indische Premierminister zu Besuch in Bhutan war, seine Piloten ein langes Training mit Probeflügen absolvieren mussten.

OK, auf in die Maschine. Da wir mehr Gepäck dabei hatten, haben wir über unsere Agentur Bhutan-Travel die Flüge in der Business Class gebucht. Was neben den etwas besseren Sitzen auch den Vorteil von mehr Gepäck beinhaltet. Und noch einen: Man kommt als erstes ins Flugzeug. Falls einem der Sitzplatz weggeschnappt wird oder sowas …

Der Herr rechts ist übrigens recht wichtig und gehört der königlichen Familie an. Er wurde zumindest sehr, sehr zuvorkommend von allen behandelt und unsere Stewardessen haben in Paro auch sein Gepäck getragen.

Wir dagegen fanden das schon ohne Extrabehandlung sehr angenehm an Bord.

Für die 4 Stunden nach Guwahati mehr als ausreichend. Durch die frühe Abflugzeit wurde das Frühstück auch erst später gereicht, was sehr angenehm war.

Noch kurz ein Blick in die „Zeitung“ geworfen …

… und ab geht es in das letzte buddistische Königreich der Welt.

Auf Wiedersehen Singapur, es war uns eine Freude und wir kommen gerne mal wieder. Wenn das Wetter besser ist.

Auf Wiedersehen, Schiffe vor Singapur, die in dem Nebel vor Anker liegen.

Und dann kam das Sandmännchen.

Nach 1-2 Stunden unruhigen Schlafes waren wir auch schon lange über Indien unterwegs und waren etwa 45 Minuten vor unserer Zwischenlandung. Zu Jens Überraschung bekam er dennoch das Frühstück serviert. Na denn …

Meike hat bis kurz vor der Landung geschlafen.

Dann begann auch pünktlich der Landeanflug auf Guwahati.

Guwahati liegt im indischen Bundesstaat Assam und dient für Druk Air als potentieller Haltepunkt, wenn die Flüge nach Paro nicht wie geplant fliegen können. Was wetterbedingt ab und an vorkommt.

Außerdem kann man hier auch ein- oder aussteigen.

Was dazu führt, dass der indische Zoll durch das Flugzeug geht und man sein Gepäck identifizieren muss. Erst dann dürfen neue Passagiere für die 35 Minuten nach Paro zusteigen. Eingestiegen ist vorne niemand mehr, wir wissen aber nicht, ob nicht auch hinten die Tür offen war.

Weiter nach Paro. Für diesen kurzen Hopser gibt es nicht mehr viel zu Essen.

Und dann beginnt, wie gesagt, einer der herausfordernsten Anflüge der Welt.

Wie man schon in dem Video vor einigen Tagen sehen kann, ist der Anflug mehr oder weniger durch ein Tal durch und das Flugzeug muss eine S-Kurve fiegen. Wer sich Details anlesen möchte (oder ein Pilot bei Druk Air werden will) findet die offiziellen Charts hier.

Für uns auf der rechten Seite des Flugzeuges sah es, nachdem wir in den bhutanesischen Luftraum eingetreten sind, so aus, als ob alles nur aus Hügeln / Bergen besteht. Die beim Sinkflug erstaunlich nahe kamen.

Merke: Wenn man aus dem Fenster den Berg neben sich sehen kann, dann fliegt man durch ein Tal.

Der ganze spannende Teil war dann gar nicht so spektakulär. Die Wolken verhinderten einen weiten Blick und im Grunde genommen war der Anflug, bis auf die Tatsache, dass man einige Kurven fliegt, wir immer.

In der vorletzten Kurve konnte man schon die Landebahn sehen.

(Oben links im Bild). Aus Berichten vorher wissen wir, dass sich die Piloten an bestimmten Häusern oder anderen markanten Dingen im Gelände orientieren.

Wir dagegen haben uns darauf fokussiert, den Leuten neben uns zuzuwinken. Also denen in den Häusern.

Tja und dann waren wir auch schon da. Touchdown in Bhutan.

Der Flughafen von Paro ist in der traditionellen Architektur gebaut und überzeugt durch eine recht entspannte Atmosphäre. So geht man vom Flugzeug ins Gebäude (normal), kann aber dabei mehr oder weniger machen, was man will. Niemand drängelt einen, meckert einen an, dass man doch innerhalb dieser Linien bleiben soll oder sonstwas.

Und so kann man schöne Fotos machen.

Weil das alle machen, war irgendwann das ganze Vorfeld voll mit fotografierenden Passagieren. Also sind wir dann rein und zur Immigration. Die innerhalb von 3 Minuten mit dem Erteilen der Erlaubnis fertig war.

Sehr cool.

Dann noch kurz unser Gepäck, was relativ schnell ankam, in Empfang genommen …

… noch schnell die Architektur im Inneren bewundert …

… und schon waren wir in Bhutan.

Joen Pa Leg So“ – Willkommen!

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