Flammen an der Pashupatinath Tempelanlage

Nachdem wir den Dunbar Square erledigt hatten (und dabei auch nepalesische Rupien an einem ATM bekommen haben, um den Eintritt zu bezahlen, der komischerweise nicht in der Tourgebühr enthalten war) ging es wieder grob zurück in Richtung Flughafen. Dort befindet sich nämlich die Pashupatinath Tempelanlage. Auf dem Weg dahin ein Bild der wohl sinnfreiesten Behörde des Landes.

Wobei: Wir wollen nicht wissen, wie der Verkehr aussehen würde, wenn es die Verkehrspolizei nicht geben würde.

Die Pashupatinath Tempelanlage ist eine der wichtigsten Tempelstätten und ein Heiligtum des Hinduismus, viele wichtige Feste werden hier gefeiert. Und die Anlage ist bereits seit 1979 Weltkulturerbe.

Schon in vorchristlicher Zeit gab es hier eine heilige Stätte. Ein Tempel wurde bereits im 5. Jahrhundert erreichtet und danach oft zerstört und wieder aufgebaut. Bekannt ist die Anlage unter anderem für den zentralen Shiva-Tempel, welcher nur für Hindus zugänglich ist. Außerdem werden hier in dem Fluss Bagmati, der die Anlage in zwei Hälften teilt, Leichen verbrannt.

Wenn man durch den südlichen Eingang die Anlage betritt, kommt man mehr oder weniger direkt zu der Stelle der Leichenverbrennung. Was ziemlich beeindruckend, aber auch irgendwie befremdlich ist.

Schon ein merkwürdiges Gefühl, bei so etwas dabei zu sein. Vor allem, wenn man die Leichen sieht, die zwar in gelbe Tücher gewickelt sind aber dennoch klar als Menschen zu erkennen sind. Für Hindus gilt es als erstrebenswert hier verbrannt zu werden.

Wer hier ein relativ sicheres Leben hat, sind die Kühe.

Mit unserer Führerin sind wir dann über die Anlage gegangen und sie hat uns allerlei Details zu den einzelnen Tempeln, Symbolen und Riten erzählt. Wir konnten uns leider nicht so viel merken, dafür waren die Eindrücke doch zu krass.

Auch ein gutes Leben: Als Affe in einem Hindutempel. Sieht zumindest sehr entspannt aus.

Der Eingang zum Shiva-Tempel ist sehr deutlich als „Nur für Hindus“ gekennzeichnet.

Wir haben dann aus einiger Entfernung zumindest den Eingang zum Tempel sehen können. In das Innere dürfen auch Hindus nicht, sondern nur die Priester. Wenn man etwas in den Tempel geben will, zum Beispiel eine Opfergabe, muss man diese durch eine Luke reingeben und die Priester verfahren dann damit weiter.

Wir sind dann noch an einigen Gruppen, die diverse Rituale durchführten, zum Ausgang gegangen. Die Gruppen haben wir aus Respekt nicht fotografiert – es war aber sehr intensiv, die Hindus bei ihren religiösen Pflichten zu beobachten.

Draußen musste wir dann ein wenig auf das Auto warten. Was nicht an diesem Hund hier lag, der eine komplette Strasse stillgelegt hat.

So nach dem Motto: Was ich nicht sehe, braucht mich auch nicht zu interessieren.

An diesem Moment waren wir übrigens froh über das Auto, denn mit dem ÖPNV wäre es … interessant bis unmöglich geworden.

Weiter zum letzten Programmpunkt.

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