2 Flüge auf 2 Tage verteilt

Heute ging es dann (endlich, wie wir zugeben müssen gedacht zu haben) von Kathmandu weg nach Japan. Den Flug hatten wir sehr günstig mit ein paar Bonusmeilen unseres Aegean Miles&Bonus Accounts gekauft: 200 Euro plus 50.000 Meilen für einen Flug mit Thai Airways von Kathmandu via Bangkok nach Tokyo Narita. Einziges Manko war, dass wir eine Übernachtung in Bangkok brauchen, da der Weiterflug erst am nächsten Morgen geht.

Also konnten wir ausschlafen, denn obwohl wir eigentlich heute noch einen Markt besuchen wollten, haben wir mit unserem Guide ausgemacht, dass sie heute frei bekommt. Das lag nicht am Guide oder dem Unternehmen, sondern wirklich daran, dass wir fertig waren und wirklich eher unsere Ruhe haben wollten.

Also ging es zum spätest möglichen Zeitpunkt zum Frühstück im Hotel Mulberry. Das Wetter war ganz angenehm, also machten wir uns es auf der kleinen Terrasse des Hotels gemütlich.

Das Frühstück war lecker, auch wenn wir nicht sooo viel Hunger hatten. Aber die Omelett-Station war angenehm, auch wenn die dort verwendeten Chilies nach Bhutan lachhaft waren.

Dann ging es ans Auschecken. Eigentlich gab es ja den inkludierten Flughafentransfer. Wegen des gerade begonnenen Hindu-Festes war der Verkehr aber so mies, dass der Shuttlebus in selbigem feststeckte. Das Hotel reagierte pragmatisch und orderte ein Taxi für uns.

Nun sind die Taxen in Kathmandu so gebaut, dass sie eben durch den Verkehr und die kleinen Strassen kommen. Und nicht für 2 Deutsche mit 3 Koffern und 2 Rucksäcken.

Ging aber zu unserer Überraschung doch und zwar indem der Beifahrersitz mitgenutzt wurde.

Nach einer recht angenehmen Fahrt (stadtauswärts war weniger Verkehr, zurück würde es für den Taxifahrer wesentlich unangenehmer werden) kamen wir am Flughafen an.

Das Chaos am Flughafen hatten wir ja schon am Ankunftstag „bewundert“, also schnell durch die Menschenmengen und ab zum Schalter von Thai Airways. Durch unseren Gold-Status konnten wir ja den Business Class Schalter nutzen, was die Schlange von etwa 50 Leuten auf ein Leut drückte. Und der ganze Prozess wäre noch schneller gegangen, wenn nicht zwischendurch der Strom ausgefallen wäre.

Ist halt doch alles etwas anders hier ….

Nach dem CheckIn ging es dann ab in die Thai Lounge. Als einzige Airline hat Thai Airways nämlich hier eine eigene Lounge und ein dediziertes Gate für den einen Flug am Tag. Ist für beide Völker eine wichtige Verbindung und das merkt man eben auch an sowas.

Die „Royal Silk Lounge“ steht dann eben auch uns zu, denn obwohl wir in Economy fliegen sind wir halt Star Alliance Gold und damit wieder berechtigt.

Also haben wir uns da häuslich eingerichtet, etwas zu knabbern geholt und uns mit Bloggen, Lesen, Videos schauen und anderen Dingen beschäftigt.

Nach einer Weile kam eine der Lounge-Damen vorbei und bat uns zum Gate. Die Lounge steht unüblicherweise vor der Security, also hieß es: Schuhe und Gürtel aus, Laptop zeigen und der ganze Rest. Was witzig war: Die Damen aus der Lounge drängelten die Security-Leute dabei die ganze Zeit mit „Die müssen zum Flieger, macht mal schneller!“. Haben wir so auch noch nicht gesehen.

Am Gate mussten wir dann trotzdem noch etwas warten. Nach 5 Minuten ging es dann weiter, was in diesem Fall bedeutet, einfach nur woanders zu warten. Durch glückliche Umstände waren wir am Anfang der Schlange und standen daher nicht in einem dunklen Gang, sondern am … Rollfeld?

Aha, wie in Bhutan wird hier auf Busse verzichtet und man geht die 20 Meter zum Airbus 330. Wenn nicht gerade andere Fahrzeuge queren.

Na immerhin gibt es hier keine Kühe auf der Strasse.

Im Flieger dann ging es weiter nach hinten durch zu den farblich sehr schönen Sitzen der Thai Economy Class.

Mit etwas Verspätung ging es los, inklusive einer netten Verabschiedung durch das Personal vor Ort.

Grund für die Verspätung war, dass direkt vor uns ein Air China Flug gelandet war und erst einmal rangieren musste, um zur Parkposition zu gelangen.

Als alles aus dem Weg war, ging es zur Startbahn und ab in Richtung Thailand.

Tschüss Kathmandu, so bald kommen wir nicht wieder – das ist nicht unser Land.

Im Flieger dann das übliche Programm: Essen (sehr leckeres Thai Curry!), Videos.

Und nach etwa 3 Stunden sanken wir über Bangkok in Richtung Landebahn. Eine saugroße Stadt.

Da unser Weiterflug, wie gesagt, am nächsten Morgen gehen würde, haben wir ein Flughafenhotel gebucht. Praktischerweise gibt es in Bangkok ein Novotel am Flughafen und da Jens immer noch einen hohen Status bei Accorhotels hat (seit Paris), kamen wir in den Genuß einiger Privilegien.

Nein, nicht der Shuttlebus, der ist für jeden Gast des Hotels da. Wir dagegen wurden am Gepäckband (!) von einem Träger abgeholt, der unser Gepäck durch den Zoll bis zum Bus trug.

Im Hotel dann wurden wir zu einem separaten Bereich geleitet, dem Business Center, wo die Accorhotel Gold und Platinum Gäste eingecheckt werden.

Und zuletzt bekommen wir, wenn verfügbar, ein freies Upgrade in die nächst höhere Zimmerkategorie. Oder zwei höhere, denn hier standen wir kurz danach in der Junior Suite!

Das war groß! Es gab ein Ankleideraum, ein riesiges Bad (mit gewöhnungsbedürftiger Glas-Abtrennung der Toilette) und einen Wohnbereich. Wo schon als Begrüßung Süßigkeiten bereitstanden.

Da uns diese aber nicht ausreichten und wir auf dem Weg zum Zimmer eine Sportsbar gesehen haben, sind wir noch einmal aus dem Zimmer raus und in selbige Bar gegangen. Wo es leckere Mini-Burger gab, Junk-Food nach so vielen Tagen buddhistischem Essen darf halt auch mal sein.

Dann noch ein Craftbier in der Pianobar getrunken und den traurigen Barsängern (1 Pianist, eine Dame die gesungen hat) zugehört. War nämlich sonst niemand da.

Wir sind dann aber auch bald aufs Zimmer, denn am nächsten Morgen ging der Flug nach Narita. Wobei „Morgen“ unzulänglich ist, denn es war eher noch mitten in der Nacht.

Vorteil: Der Flughafen war noch relativ leer, also vergingen von Ankunft mit dem Shuttlebus bis zur Ausreise (inkl. schönem Stempel im Pass) nur etwa 15 Minuten.

Was wiederum bedeutete: Wir waren viel, viel zu früh bereit zum Abflug. Also in eine der vielen Thai-Lounges und was frühstücken. Hatten ja quasi schon mehrere Stunden nix mehr gegessen …

Der Flug von Bangkok nach Tokyo Narita ist eine der Hauptverbindungen in Asien für Thai Airways. Dementsprechend werden hier auch große Flugzeuge eingesetzt und bei diesem speziellen sogar das größte Passagierflugzeug der Welt: Der A380.

Für den A380 mussten ja neue Gates gebaut werden, da die Maschinen so groß sind, dass bei den herkömmlichen Gates nicht genug Platz ist.

Beim Einsteigen war es dann kurz etwas hektisch, denn ein netter Herr wies uns vehement darauf hin, dass er doch Business Class sei und wir hier falsch stünden. Standen wir nicht, denn unser Gold-Status bedeutet auch: Priority Boarding, was die Stewardess von Thai dann auch meinte. Also musste er ab nach hinten in der Schlange.

Beim Einsteigen ging es dann in den vorderen Bereich des A380 und dann eine Treppe hoch auf das obere Deck.

Dort befindet sich nämlich zuerst einmal die First Class. Schaut schon schön aus, ist preislich aber nicht unsere Klasse.

Dahinter die Business Class, die wir diesmal auch links liegengelassen haben. Auf dem Rückweg würden wir diese dann von Tokyo nach Bangkok und weiter nach Singapur geniessen können (ein weiterer Flug, den wir via Meilen gekauft haben)

Hinter der recht großen Business Class ist oben im A380 nämlich noch eine kleine Economy Sektion. Die hat den Vorteil, dass hier die Sitze in 2-4-2 Anordnung sind und nicht, wie auf dem unteren Deck, in 3-4-3. Und wenn man das weiß, kann man sich einen schönen Platz am Fenster sichern.

Was wir dann gemerkt haben waren die riesigen Fächer zwischen den Sitzen und dem Fenster. Da passte viel Krams rein. Und unsere Reisebegleiter auch.

Ansonsten wieder: Essen, Videos und Rausgucken.

Und sogar etwas Schlafen, denn diese Reihe, die wir uns gesichert hatten, hatte eine unglaublich gute Beinfreiheit. Sogar Jens konnte etwas die Augen zumachen.

Wenn man nicht, wie der neuseeländische Gletscherpanda, rausguckt und die Wolken anstarrt.

Der Panda hatte übrigens, nachdem ihn eine Stewardess entdeckt hatte, sofort mehrere Verehrerinnen. Die fanden ihn alle so süß und wollten ihn streicheln. So viel Aufmerksam bekommt er sonst nicht.

Auch ein nettes Feature der A380: Die Heckkamera, mit der man gerade bei Start und Landung sehr schöne Bilder sieht.

Naja und dann waren wir in Japan. Nebenan ein weiterer A380 von ANA (AllNipponAirways), der interessant lackiert war.

Und ganz im Ernst: Nach Nepal und der ganzen Hektik dort und auch ein bisschen nach Bangkok (Thais sind jetzt auch nicht die ruhigsten Vertreter der Spezies Mensch) war das krass erholsam.

Es ist alles wirklich gut organisiert, gut ausgeschildert und fast alle halten sich an die Regeln.

Nihongo yosoko – Willkommen in Japan!

Der letzte Teil unserer Reise beginnt!

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