7. Tag – Löcher

Der heutige Tag begann mit einigen Kopfschmerzen und einem langsamen Anfang. Gestern waren wir noch in Tain und haben uns die Stadt ein wenig angeschaut. Natürlich waren wir auch am Bahnhof und ich habe dort ein paar Fotos geschossen.

Tain Station

Tain Station

Und nachdem wir gestern dann noch einige Zeit im Hotel-Restaurant und der Bar verbracht haben, ging es heute erstmal langsam los. Nach dem Frühstück sind wir dann via Inverness direkt zum Loch Ness gefahren.

Dort war der erste Stop die Loch Ness Experience. Eine, wie wir finden, sehr interessante Ausstellung über die Mythen und Fakten, die sich um Loch Ness drehen. Auch sehr gut organisiert, da man in kleinen Gruppen durch verschiedene Räume mit Video-Präsentationen geführt wird und somit immer genug Platz bei den Vorführungen hat.

The Loch Ness Experience

The Loch Ness Experience

Im Anschluss ging es dann ein paar Meile weiter in Richtung Uruquart Castle. Eine, wie ich finde, wirklich sehenswerte Ruine und eines der besten Visitor Centers, das ich bisland in Schottland gesehen habe. Das einzige Problem war der gleichzeitig ankommende Reisebus voller Deutscher. Vorwiegend Rentner aber auch junge Leute, die sich, meinem Empfinden nach, wirklich scheisse benommen haben. Teilweise hat man sich wirklich geschämt, dass man aus dem gleichen Land stammt …
Dazu kamen noch die obligatorischen Italiener, Franzosen und Spanier, die einem auch auf die Nerven gehen, aber heute waren es eigentlich nur die Deutschen. Laut, uneinsichtig, meckernd, rücksichtslos, … ach, was solls … Uruquart Castle war auf jeden Fall sehr schön!

Uruquart Castle

Uruquart Castle

Weiter ging es in Richtung Fort William. Auf dem Weg liegt Fort Augustus, hier gibt es die sogenannten „Neptuns Staircase“, 6 Schleusen, die es Schiffen ermöglichten von Loch Ness in den Caledonian Canal in Richtung Fort William zu gelangen. Ein sehr interessanter Ort mit vielen alten Häusern, die die links und rechts der Schleusen zu finden sind. Leider war dieser Ort ebenfalls total überlaufen. Und leider war auch der von Uruquart Castle bekannte Reisebus mit unseren Landsleuten wieder da! Wir waren gerade im Pub, um uns unser Mittagessen (Fish&Chips) zu besorgen, als eine lärmende Truppe Renter den Pub enterte und mit den Worten „Da ist ein Tisch!“ quer durch den Raum rannte. Das die nicht noch ein Handtuch da hingelegt haben, war auch schon alles …

Fort Augustus - Neptuns Staircases

Fort Augustus - Neptuns Staircases

Von Fort Augustus ging es dann auf der A82 in Richtung Fort William weiter. A82 bedeutet übrigens keine Autobahn (dies wäre hier eine „M“ für „Motorway“), sondern entspricht hier oben oftmals den Landstrassen in Deutschland. Gelangt man auf eine A-Route mit einer dreistelligen Nummer, dann hat man eher eine dörfliche Verbindungsstrasse gefunden. Fährt man auf eine B-Route, kann man sich meiner Meinung nach glücklich schätzen, wenn man keinen Feldweg vor sich hat …

Auf dem Weg hatten wir auf jeden Fall noch ein paar Stopps, um die schöne Landschaft zu geniessen.

Loch Lochy

Loch Lochy

Nachdem wir dann in Fort William angekommen waren, haben wir als erstes unser Hotel aufgesucht. Wir sind diesmal, im Gegensatz zu unserem B&B vor zwei Jahren, direkt an der Fussgängerzone in der Nähe des Bahnhofes untergebracht. Dies hat den Vorteil, dass wir direkt vom Hotel zu den Pubs und Restaurants gelangen konnten. Was uns auffällt: Super viele Touristen, vorwiegend Wanderer natürlich, und vorwiegend tatsächlich wieder Deutsche! Beim Essen saßen neben uns wieder Deutsche. Er hat sich direkt am Anfang blamiert, indem er in einem Free House (einem Pub, der keiner Biermarke fest im Programm hat, sondern sich seinen Ausschank aussuchen kann) erstmal ein Foster´s (Australien klingt ja auch wie Schottland) bestellt hat …

Nach dem Essen sind wir dann noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert und haben uns dann auf unser Hotelzimmer zurückgezogen.

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