Ein letzter Tag in Busan

Leider ist nun der letzte Tag schon gekommen (immer zu früh, immer ohne Vorwarnung) – unser letzter voller Tag in Südkorea.

Aus Tradition haben wir an diesem Tag immer wenig vor (wie schon gesagt, ein Pattern in diesem Urlaub) – aufgrund der Empfehlungen der Tourist Info sind wir zum Fischmarkt und zum Gwangali Beach. Ausserdem wollten wir noch ein paar der Craft Breweries hier besuchen, sofern das zeitlich (und lebertechnisch) passt.

Erster Halt war also der Fischmarkt, welcher in der Nähe der Busan Station liegt – also war das quasi schon eine Testfahrt für morgen früh.

Da wir das Umsteigen in der Metro für schwierig halten, sind wir mit einem Expressbus gefahren. Betonung auf „Express“ …

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Der Bus war total überfüllt und ist an einigen Stationen sogar an Wartenden vorbeigefahren.

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Und in dem Verkehr an diesem Samstag vormittag haben wir für eine Strecke von etwa 20 Kilometern gute 1 1/4 Stunde gebraucht. Metro wäre auf jeden Fall schneller gewesen.

Aber so waren wir zur Mittagszeit am Fischmarkt, einem der größten Südkoreas und sehr lebhaft.

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Was allerdings auch an dem hier stattfindenden Kulturfest, dem Fest in Chinatown gleich um die Ecke und dem konstanten Gewusel der Koreaner liegen kann.

Aber die Fische bzw. das Meeresgetier war schon beeindruckend und vielfältig.

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Da die Fahrt hierhin aber so lange gedauert hat, hatten wir (wieder einmal) Hunger und da kam es uns gerade richtig, dass wir ein Restaurant hier gefunden haben.

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Ein Buffet-Restaurant, welches einen Lageplan (!) hat.

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Das Restaurant hat 1100 Plätze auf 2 Etagen und liegt in der 5. und 6. Etage des Fischmarktes. Der im Restaurant verkaufte Fisch (bzw. Meeresgetier) kommt zu 100% vom Markt und es gibt etwa 100 verschiedene Gerichte – von Fisch in allen Darreichungsformen über Steak, Hühnerfüße bis hin zu … Pizza!
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Sehr cool – auch wenn es mit 38000 Won (ca. 30 Euro) auch nicht so billig war. Aber die Auswahl war gigantisch – wir haben so viel in uns reingestopft, wie ging.

Die Aussicht von der Raucherterrasse war auch nicht verkehrt, daher sind wir da auch mal raus.

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Schönes Restaurant, auch wenn natürlich hunderte Koreaner nicht wirklich für das Anstehen an einem Buffet geeignet sind.

Draussen war eine Veranstaltung, die wir auf dem Weg nach draussen noch beobachtet haben. Gerade trat eine Art Clown auf, dessen Witze aber sehr traurig klangen.

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Ansonsten waren der Markt schon ein Erlebnis, denn die Menschenmengen und die Geschäfte (feste wie auch mobile) boten unglaublich viele Eindrücke!
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Chinatown haben wir dann zugunsten eines weiteren Strandes übersprungen – wir sind dann mit einem Bus zum Strand gefahren.

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Dieser besondere Busfahrer hat (während er gehupt, gedrängelt und mit 70 Sachen durch die Stadt gefahren ist) Witze erzählt. Unglaublich! Wir werden nie mehr über schechte Busfahrer in Köln meckern!
Am Stand angekommen konnte man gut sehen, wieso dieser Strand auch berühmt ist: Für den Blick auf die Harbour Bridge.

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Nachts sicherlich ein sehr schöner Platz, was auch an der Anzahl der Bars entlang der Strandpromenade zu erkennen war. Der Strand selber wurde, wie die anderen hier auch, gerade quasi „überholt“. Die Treppen wurden erneuert, der Sand wurde gereinigt und so weiter.

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Das Wetter war irgendwie drückend, also haben wir uns entschlossen, in eine der vielen Kaffee-Bars zu gehen und uns dort was zu erfrischen. Und auszuruhen.

Nachdem wir dieses getan haben, erinnerten wir uns an den ursprünglichen Plan mit dem Bier. Also haben wir die (leider recht ungenaue) Standortbeschreibung der Wild Waves Brewing rausgesucht und uns auf den Weg gemacht. Leider haben wir die lediglich auf Facebook vorhandene Wegbeschreibung irgendwie nicht mehr laden können und sind so doch eher ziellos umhergeirrt.

Was ganu gut war, denn so haben wir die Bar von „Owl and Pussycat Brewing“ gefunden, welche wir dann geentert haben. Und ein Tasting-Sampler inklusive Aussicht bestellt haben.

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Wir können uns vorstellen, dass dies abends wohl eher nicht so ruhig war. Wobei „ruhig“ auch nicht so richtig war, denn eine unglaublich laute Familie schaute im Restaurant gemeinsam koreanische Musikvideos auf einem (!) Handy. Gemeinsam. In einer Bar. Beim Essen!

Gut, wir hatten inzwischend wieder Internet und die Adresse von Wild Waves erfahren (eine Querstrasse weiter) und wollten dort hingehen. Draussen vor der Tür wurden wir noch von einem westlichen Pärchen angesprochen, ob dies eine Brauerei sei (ja) und ob diese auf hätte (auch ja). Im Nachhinein hätte uns das zu denken geben sollen, denn natürlich kamen die beiden von Wild Waves und natürlich hatte selbiger Laden zu oder zumindest noch nicht auf.

Aber egal – wir sind dann wieder ins Hotel und haben uns was aufgewärmt. Ausserdem wollten wir noch einmal richtig koreanisch Essen gehen. Haben wir auch gemacht, direkt in der Nähe von unserem Hotel gab es nämlich viele Restaurants. Wir haben uns dann leider von einem englisch sprechenden Typen in eines locken lassen und es war wirklich ein sehr schlechtes Essen für den Preis.

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Also da haben wir für weniger Geld mindestens so gut und für den Preis wesentlich besser gegessen.

Als letztes Getränk des Abends haben wir eine Brauerei namens „Gorilla Brewing“ gesucht und gefunden – auch hier wurde ein Tasting-Sampler geordert und probiert.

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Schöne Sitzplätze übrigens mit direktem Blick in die Brauerei. In der übrigens die beiden, die wir vor dem „Owl & Pussycat“ getroffen haben, herumliefen und sich die Brauerei haben zeigen lassen.

Eric (der Mann) ist direkt danach auch zu uns gekommen und meinte, ob wir die von besagter Kneipe wären (wieder ja). Und so sind wir ins Gespräch gekommen. Eric lebt gemeinsam mit seiner Freu (die kurz danach auch zu uns kam) in Seoul, sie als Lehrerein und er arbeitet im Bereich Webdesign für ein Unternehmen aus den USA.

Mit den beiden haben wir uns auch sofort verstanden und haben über vieles gequatscht und sind danach sogar noch in eine weitere Brauerei gezogen (Akitu) weil … nun: Es war der letzte Abend!
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Letztendlich war das der krönende Abschluss für Busan, denn mit den beiden haben wir dann bis Mitternacht noch gequatscht und über Gott und die Welt geredet. Dann sind wir aber auch mehr oder weniger direkt (haben nicht sofort ein Taxi gefunden) ins Hotel, denn morgen geht es ja früh raus und zum Bahnhof.

Und … nach Hause. 🙁

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