Letzter Tag auf der Insel

Vorsicht: Sehr bildlastiger Beitrag, da wir heute viele Dinge besichtigt haben und den Tag nicht in viele kleine Beiträge splitten wollen.

Der Tag begann mit einem letzten Frühstück (morgen würden wir zu früh abreisen dafür) und der ersten Idee, die berühmten Ausgrabungen von Akrotiri zu besichtigen. Dort soll sich eine der ältesten Städte Europas befinden, deren Ursprünge sich bis in das 2. Jahrtausend vor Christus zurückverfolgen lassen.

Glücklicherweise hat Maria (eine Rezeptionistin) die Idee gehabt, vorher dort anzurufen. Denn dadurch haben wir erfahren, dass auch hier der Tag der Arbeit gefeiert wird und daher die Ausgrabungen geschlossen haben. Hmpf …

Alternativ wollten wir noch zum sogenannten Red Beach fahren, der sich ebenfalls ganz im Süden der Insel befindet. Maria hatte dann den Vorschlag, ob wir uns nicht für 35 Euro ein Auto mieten wollen, denn das Taxi alleine würde schon 30 kosten und so könnten wir noch mehr anschauen heute. OK, also her mit dem Auto und 30 Minuten später war es auch schon da.

Witzig waren die Anwesisungen, wie wir den halbvollen Tank zurückzugeben haben: „Also egal was ihr so fahrt, tankt einfach für 10 Euro und dann passt das schon!“

Ach so: Wer ist gefahren?

Keine Ahnung, wie ich das wieder geschafft habe …

Auf Santorini zu fahren ist übrigens, von Fira mal ausgenommen, recht einfach. Einzig, wenn einer der Busse einem entgegenkommt, ist Vorsicht geboten. Der Rest ist angenehmes Fahren und total stressfrei. Aber wie schon oft gesagt: Nebensaison!

Um Fire herum ist viel Verkehr und es ist sehr hügelig.

Aber wenn man das einmal hinter sich hat, dann geht es sehr einfach. Und schon 30 Minuten später waren wir auch schon in der Nähe des berühmten Red Beach.

„In der Nähe“ deswegen, weil man noch ein paar hundert Meter zu Fuß gehen muss und am Ende noch ein wenig klettern / rutschen muss, um schliesslich auf dem roten Strand zu stehen.

Witzig waren die vielen chinesischen Touristen, die den letzten Teil scheuten und lieber aus sicherer Entfernung ein paar Fotos machten und dann wieder abgedampft sind.

Wir dagegen hatten unsere Badesachen dabei: Also ab an den Strand, rein ins (endlich was erfrischende, im Gegensatz zu unserem Pool) Wasser.

Und dann haben wir uns, schliesslich ist es ja ein Sommerurlaub, an den Strand gelegt und was gelesen beziehungsweise die Leute beobachtet. Den Aufbruch, zumindest für uns, signalisierten die sogenannten Badeboots, die die Bucht enterten.

Da war es mit der Ruhe schon vorbei, auch wenn das im Hochsommer sicherlich vieeeel schlimmer ist.

Nachdem wir den Sand mehr schlecht als recht von den Füßen gefriemelt haben, ging es noch weiter in Richtung des südlichen Endes der Insel – dort steht ein Leuchtturm und den wollten wir uns anschauen.

Nachdem wir quasi jetzt von einem Ende (Ia) der Insel zum anderen (hier) gefahren waren, überlegten, was wir noch machen wollen. Hmmmm …

Die erste Idee war ein Weinmuseum, also einfach mal in die Richtung gefahren und schauen, was man so sieht.

Zwei Dinge während der Fahrt sind uns dabei aufgefallen. Zuerst diese Vogelscheuchen auf einem Gemüsebeet.

Kuscheltiere sollten anders verwendet werden unserer Meinung nach.

Und nach ein paar Minuten: Esel!

Da konnte der Hauptesel der Herde natürlich nicht an sich halten und musste zu ihnen hin (wir vermuten, dass es sich hier um ausrangierte Esel handelte also eine Art Gnadenwiese).

Am liebsten hätte Jens die alle eingepackt, aber das ging nicht. Also lieber was knuddeln und füttern.

Aber leider konnten wir nicht ewig dort bleiben, also ging es (unter den traurigen Blicken der Esel) weiter zum Weinmuseum.

Das Weinmuseum liegt in der Mitte der Insel und war, soviel vorweg, erstaunlich interessant und sehr gut gemacht! Das Weingut auf dem es liegt ist eines der größten der Insel und in einem großen Teil des Kellers ist ein echt großes Museum mit Audioguides, bewegten Darstellungen und vielen, vielen Ausstellungsstücken aus der Historie des Weingutes und seiner Inhaber bzw. Arbeiter.

Wirklich interessant, auch die verschiedenen Reifungsgrade des Vinsanto, eines Süßweins aus den Trauben Assyrtiko und Aidani Aspro, der nur hier gemacht wird. Vom Namen her ähnlich wie der Vin Santo aus der Toskana, aber doch ein anderes Produkt, was durch die Reifung in Eichenfässern noch verstärkt wird.

Danach: Weinprobe! Für Jens allerdings immer nur ein kleiner Schluck, auch wenn alle uns versichert haben, dass das kein Problem ist, denn die Polizei hätte auch Tag der Arbeit …

Aber alles in allem ein sehr gelungener Besuch hier, von dem wir auch zwei Weine mit nach Deutschland zurückgebracht haben.

Weiter ging es: In der Nähe befand sich die Panagia Episkopi, eine Kirche aus dem 11. / 12. Jahrhundert und war Jahrhunderte lang Bischofssitz der orthodoxen Diözese auf Santorini.

Einen Bischofssitz hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Wir mussten, um in die Kirche reinzukommen, einen alten Herrn wecken, der brummeln uns die Kirche aufgeschlossen hat, sodass wie die 800 Jahre alten Verzierungen anschauen konnten.

Interessant, wenn auch sehr klein. Aber für eine doch relativ kleine Insel wiederum groß – man muss halt doch ab und an alles hier in Relation setzen.

Danach war die Überlegung uns irgendwo hinzusetzen und einen Kaffee zu trinken. Leider hatten die umgebenden Geschäfte alle zu. Oder sahen sogar total verwaist aus.

Also: Ab zum nahen Strand von Kamari – die Schwimmsachen hatten wir ja dabei. Und rein ins Wasser!

Also … Jens ging rein in Wasser. Meike war es zu kalt.

Im Wellengang hat das aber echt Spass gemacht. Und Jens würde die Nacht gut schlafen … 😉

Kamari fing übrigens gerade an, sich auf die Pauschaltouristen vorzubereiten. Irgendwie schien es die ganze Zeit so, als ob die Insel langsam erwachen würde.

Für uns dagegen war es langsam Zeit wieder zurückzufahren. Für heute abend hatten wir uns noch auf einer Empfehlung der Rezeption hin einen Tisch in einem Restaurant in Imerovigil reservieren lassen und dazu wollten wir auf keinen Fall zu spät kommen.

Zurück zum Hotel, Auto abgestellt und ab aufs Zimmer. Fertigmachen für den … *schluchtz* … letzten Abend auf Santorini.

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