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Der Sommerpalast

Als letzter großer Programmpunkt stand noch ein weiteres Highlight auf dem Programm: Der Sommerpalast. Eigentlich ist es der neue Sommerpalast, denn der ursprünlich 1764 fertiggestellte alte Sommerpalast wurde oft zerstört und immer wieder aufgebaut. Seit 1998 ist er ein UNESCO Weltkulturerbe.

 

Die 290 ha große Anlage mit dem Kunming-See in der Mitte entstand auf dem Gelände des seit 1153 bestehenden ehemaligen Gartens des Goldenen Wassers und war eine Art „Sommerresidenz“ der Kaiserfamilien während der Sommermonate.

Anders als der Alte Sommerpalast wurde der Neue Sommerpalast nach der Zerstörung im zweiten Opiumkrieg auf Initiative der Kaiserinwitwe Cixi wieder aufgebaut. Die Finanzierung erfolgte durch Abzweigung von eigentlich für den Flottenausbau bestimmten Geldern, woran heute noch das berühmte Marmorboot im Palastsee erinnert.

Heute ist der Sommerpalast einer der Besuchermagneten schlechthin.

Mit Tian gingen wir dann hinein und man merkte sofort folgende zwei Dinge:

  • Dieses Areal ist beeindruckend
  • Es ist tatsächlich ein Besuchermagnet

Der Sommerpalast wurde, wie gesagt, von Kaiser und Kaiserin als Sommerresidenz genutzt. Deshalb sind auch ein Drache (Zeichen für den Kaiser) und ein Pfau (Zeichen für die Kaiserin) vor der Halle der Freude und Langlebigkeit aufgestellt.

Ansonsten sieht man im Park viele Menschen, die für uns komisch aussehende Dinge tun. Beeindruckend war dieser Mann, der ein Spruch mit Wasser auf die Steine geschrieben hat.

Der Weg führt übrigens unweigerlich zum Kunming-See, der im Zentrum des Palast-Areals ist.

Mit unserem Guide machten wir dann einen Rundweg den See entlang. Dabei läuft man durch viele Ausstellungsräume, entlang vieler antiker Gebäude und (den meisten Weg) einen Wendelgang entlang. Dieser Wendelgang ist 728 m lang und durch mehr als einzigartige 8000 Bilder geschmückt. Eine schöne Atmosphäre, trotz der vielen Menschen und der Lautstärke, die diese produzieren.

Am Ende des Hauptgangs befindet sich das „Marmorschiff“, ein 96 Meter langes Schiff. Früher lag dort ein richiges Schiff, dieses brannte aber ab und wurde durch ein modernes Schiff (ein Raddampfer) ersetzt, um die Modernität des Kaiserreiches zu demonstrieren.

Von dort aus haben wir eines der vielen, vielen Ausflugsboote genommen, die den See queren. Zuerst wurden wir auf ein relativ kleines Boot gelotst, nachdem allerdings eine iranische Reisegruppe (mit teilweise recht irritierender Kleiderwahl – ich sage nur: Gelbe Hose mit rotem Oberteil) auch mitfahren wollte, sind wir auf ein großes Boot umgebucht worden. Und trotz der umherspringenden Iraner und des disigen Wetters gab es schöne Blicke auf den großen Tempel und die 17 Bogen Brücke.

Die Brücke, deren höchster Punkt genau auf dem 9. Bogen von links oder rechts liegt (Symbolik überall), war dann der letzte Punkt auf unserer Tour. Auf der Brücke waren natürlich wieder viele Menschen, aber auch ein Drachenflieger mit einem Oktopus als Drachen. Auf dem Foto oben sieht man den Oktopus gerade aus dem Wasser gezogen.

Nach einigen Versuchen (und dem Entknoten der Leine) flog der Oktopus für ganz kurze Zeit wieder …

… um ein paar Minuten später wieder im Wasser zu landen.

Für uns ein Zeichen zu gehen.

Ab zum Mittagessen, welches diesmal auf dem Weg in Richtung Bahnhof lag.

Das Essen wurde von Tian bestellt und es wurde eine Eieruhr auf unseren Tisch gestellt. Warum eine Eieruhr? Keine Ahnung – wir vermuten, dass bis zum Ende der Uhr das Essen da sein muss.

Vorher kamen noch Tomaten. Ebenfalls. Keine Ahnung warum.

Das Essen kam dann auch – zumindest teilweise.

Das Rindfleisch war dann nämlich auf einmal aus. Was aber nicht weiter schlimm war, denn wir waren eh satt. Chinesen tendieren nämlich dazu … viel zu bestellen. Und dann nicht aufzuessen bzw. es mitzunehmen. Da dies für uns keine Alternative war, gab es noch eine Portion Lotuswurzel mit Reis drin und dann … ab zum Bahnhof!

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