{"id":25565,"date":"2024-10-16T23:55:40","date_gmt":"2024-10-16T21:55:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?p=25565"},"modified":"2024-10-27T17:17:24","modified_gmt":"2024-10-27T15:17:24","slug":"restaurant-scherz-piesport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?p=25565","title":{"rendered":"Restaurant Schanz, Piesport"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber unser heutiges Restaurant sagt der <a href=\"https:\/\/guide.michelin.com\/de\/de\/rheinland-pfalz\/piesport\/restaurant\/schanz-restaurant\">Guide Michelin in seiner Bewertung 2024<\/a>: &#8222;Solch ein Top-Restaurant w\u00fcrde man im beschaulichen Piesport an der Mosel eher nicht vermuten. [&#8230;] Mit eigener Handschrift setzt der Patron klassische K\u00fcche modern um. Mutig kombinierte Aromen f\u00fcgt er auf dem Teller harmonisch zusammen. Bei der Produktqualit\u00e4t geht er keine Kompromisse ein. [&#8230;]&#8220;. Wir waren tats\u00e4chlich schon mal hier und hatten damals auch solche Gef\u00fchle von Heimat, Harmonie und kombinierten Aromen. Denn eine der ersten Fahrten mit unserem damals neu erworbenen Gebrauchtwagen f\u00fchrte uns in das beschauliche Piesport, einem 2000 Einwohner gro\u00dfen Ort an der Mosel. Und der gr\u00f6\u00dften Weinbauorte im Anbaugebiet der Mosel.<\/p>\n<p>Hier findet man in der Bahnhofstra\u00dfe 8a das<a href=\"https:\/\/www.schanz-restaurant.de\/de\/\"> Hotel, Weinhaus und Restaurant Schanz<\/a>. Ein Familienbetrieb, in dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thomas_Schanz\">Thomas Schanz<\/a> in der K\u00fcche seit 2012 die Kochl\u00f6ffel in der Hand h\u00e4lt und das von seiner Mutter Gabi am Empfang und Vater Erich im Hintergrund betrieben wird. Ohne Investor, ohne M\u00e4zen, ohne weitere Sicherheiten &#8211; ein doch eher seltenes Konzept in der Welt des Fine Dinings.<\/p>\n<p>Um so erstaunlicher, dass Sohn Thomas nach seiner Ausbildung in der Traube Tonbach und den weiteren Stationen wie das G\u00e4stehaus Erfort von Klaus Erfort oder das Waldhotel Sonnora in Dreis wieder zur\u00fcck in seine Heimat kam und dort mit seinem Hotel St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck etwas erschaffen hat, was eben diesen famili\u00e4ren Charakter zeigt und dennoch zu den Top Adressen in Deutschland geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25566\" rel=\"attachment wp-att-25566\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-25566\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/140_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/140_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/140_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nicht umsonst wurde Thomas Schanz Koch des Jahres 2021, denn 2022 erfolgte dann die h\u00f6chste W\u00fcrdigung durch den Guide Michelin mit 3 Sternen, die bis heute verteidigt wurden. Von unserem ersten Besuch sind uns zum Beispiel noch wohlige Aromen und eine fantastische Jakobsmuschel mit Garnele und warmen Tomatengelee in Erinnerung. Die es am zweiten Abend gab, denn der erste Abend ist etwas &#8230; verschwommen, denn nach dem Essen gab es noch eine legend\u00e4re Weinprobe mit Schanz Senior, die das davon stattgefundene Bistro-Essen etwas &#8230; \u00e4hh &#8230; verdr\u00e4ngt hat.<\/p>\n<p>Was uns auf jeden Fall auch in Erinnerung blieb war die Herzlichkeit des Services und eigentlich aller Angestellten dort. Und eben dieses Gef\u00fchl von &#8222;Heimat&#8220; oder &#8222;zu Hause&#8220;, was vermittelt wurde.<\/p>\n<p>Und als wir unsere Radtour gebucht haben, war uns schon mehr oder weniger klar, dass wir hier noch einmal hin wollen. Dies war \u00fcbrigens einer der Gr\u00fcnde, weswegen wir die Extra-Nacht in Trier hatten, denn so waren wir zu den \u00d6ffnungstagen des Schanz in der N\u00e4he von Piesport.<\/p>\n<p>Beim Empfang wurden wir von Frau Schanz willkommen gehei\u00dfen und zu unserem Tisch an einer Seite des Restaurants begleitet. Ein Aperitif fand seinen Weg zu uns (sch\u00f6ner Winzersekt von der Mosel, nat\u00fcrlich) und kurz danach ging es dann auch schon los mit den ersten Gr\u00fc\u00dfen aus der K\u00fcche.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25567\" rel=\"attachment wp-att-25567\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25567\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/141_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/141_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/141_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und wir wissen ja, dass man zwei Restaurants nicht unbedingt miteinander vergleichen soll und das wollen wir auch nicht. Aber wir waren nunmal ein paar Tage zuvor in einem \u00e4hnlichen Kaliber bei Christian Bau zu Gast und somit verfielen wir immer wieder in ein &#8222;Aber im Gegensatz zu &#8230;&#8220;. Aber &#8211; und das war beziehungsweise ist uns wichtig &#8211; nicht um ein Gang \u00fcber den anderen zu stellen, sondern vielmehr zu sch\u00e4tzen, wie man hoch Kochkunst auf so unterschiedliche Art und Weise zeigen kann. Bei Christian Bau ging es oft um den ost-asiatischen Ansatz mit einem Hauptprodukt und begleitenden Komponenten dabei. Bei Thomas Schanz dagegen zeigte sich der franz\u00f6sische Ansatz mit einem Fokus auf Saucen, Kombinationen und sich erg\u00e4nzenden Komponenten.<\/p>\n<p>Bestes Beispiel eben die ersten drei Gr\u00fc\u00dfe: Ein Cannelloni vom Thunfischbauch mit einer stark gew\u00fcrzten Blumenkohlcreme und Forellen-Kaviar. Drei sehr spannende Zutaten, die gemeinsam einen Effekt erzeugten. Und zwar so einen Effekt, dass wir beide einfach nur da sa\u00dfen und &#8222;Wow&#8220; sagen konnten.<\/p>\n<p>Die anderen Gr\u00fc\u00dfe waren nicht weniger filigran, komplex und doch einfach nur lecker. In der Mitte ein Teigkissen mit ger\u00e4uchertem Mosel-Aal, Wachteleigelb und getrocknetem Kaviar. Hier war gerade der getrocknete Kaviar echt spannend, denn es fehlte etwas dieses &#8222;Plopp&#8220; beim Biss aber eben nicht das Salzige. Spannend.<\/p>\n<p>Und rechts auf dem Bild ein French Toast, nur in eben Gourmet-ig: Mit roh mariniertem Sepia und Chorizo. Und was ist an einem French Toast nicht zu lieben?<\/p>\n<p>Bei den folgenden G\u00e4ngen k\u00f6nnten wir genau so weiter schreiben, lassen aber lieber die Bilder sprechen. Als n\u00e4chste dann der sogenannte &#8222;Signature dish&#8220;: Das Tr\u00fcffelei ist eine ausgeh\u00f6lte Eischalte mit einer F\u00fcllung aus Tr\u00fcffeleierstich und Nussbutter. Dazu gehackter Tr\u00fcffel und getoppt von einem Tr\u00fcffelschaum.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25568\" rel=\"attachment wp-att-25568\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25568\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/142_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/142_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/142_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tr\u00fcffel kann ja sehr schnell von &#8222;man schmeckt es nicht&#8220; \u00fcber &#8222;lecker&#8220; zu &#8222;oh Gott, ich schmecke nur noch Tr\u00fcffel&#8220; gehen, weswegen die Dosierung so schwer ist. Und hier war sie einfach perfekt: L\u00f6ffel rein und ab daf\u00fcr!<\/p>\n<p>So muss das sein!<\/p>\n<p>Der letzte Gru\u00df war schon fast ein Gang von den Komponenten her: eine kalte Gazpacho mit \u00fcberaus fester Konsistenz. Die wiederum hervorragend zu dem Mousse aus Tomate, Gurke, Zucchini und Fenchel passt auf der sehr leichte Oliven liegen. Garniert mit einem Zitronen-Sorbet und zwei kleinen Sardellen-St\u00fccken. Und unter dem Schaum ein hervorragend gew\u00fcrztes Kalbstarter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25569\" rel=\"attachment wp-att-25569\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25569\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/143_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/143_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/143_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Einfach nur lecker und auch wieder so ein Gang, wo die Kombination den meisten Reiz aus\u00fcbte. Obwohl gerade das Gazpacho und das Tartar auch f\u00fcr sich schon \u00e4u\u00dferst lecker waren.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes kam der Nakatomi Tower &#8230; \u00e4hh .. nein, ein Wolkenkratzer zu unserem Tisch. Und das war wieder einer der besten G\u00e4nge die wir bislang irgendwo hatten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25570\" rel=\"attachment wp-att-25570\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-25570\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/144_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/144_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/144_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein &#8222;Wolkenkratzer&#8220; in dem jede Etage mit G\u00e4nseleber, Pampelmuse, einem Wildkr\u00e4uterglace oder einem Gel aus Pastis ausgef\u00fcllt war. Darauf noch etwas alter Gouda, eine eher un\u00fcbliche Komponente im Fine Dining Bereich. Warum eigentlich?<\/p>\n<p>Denn die Empfehlung vom Service war: Einmal quer durch und alles in den Mund! Und so machten wir es auch und was f\u00fcr ein Geschmack: Fest, salzig, cremig, w\u00fcrzig, s\u00fc\u00df, kr\u00e4uterig, alkoholisch, bitter, sauer dann wieder frisch und dann wieder kr\u00e4ftig. Einfach Wahnsinn! Das Pulver von der Waldbeeren um den Turm herum brachte noch einen kleinen Kick hinten raus und wir m\u00fcssen einfach nur sagen: Das war der Hammer!<\/p>\n<p>\u00dcber den Gang werden wir noch lange reden!<\/p>\n<p>Was \u00fcbrigens auch f\u00fcr die Weinbegleitung zutrifft, denn im Schanz ist es \u00fcblich, dass man zu jedem Gang aus zwei Weinen ausw\u00e4hlen kann. Einmal einen internationalen Wein, meistens eine traditionelles beziehungsweise konservativeres Pairing. Und dagegen quasi die &#8222;Mosel-Variante&#8220;, also das, was die Region anbietet. So konnte man, auch wenn der Wein tats\u00e4chlich 3 Mal erst nach dem Essen zu uns kam, immer aussuchen und seine Neugierde mehr oder weniger befriedigen. Und, wie wir es machten, beide Weine parallel verkosten, wenn man einfach einmal den lokalen und einmal den internationalen Wein einschenken l\u00e4sst.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25571\" rel=\"attachment wp-att-25571\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25571\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/145_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>N\u00e4chster Gang: Wilddorade mit Sauerampfer und Kaviar.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25572\" rel=\"attachment wp-att-25572\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25572\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/146_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/146_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/146_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das war f\u00fcr Jens der schw\u00e4chste Gang, denn der Sauerampfer schmeckte irgendwie jodig, fast schon als ob Algen dazu gemischt wurde. Die Dorade war sehr gut, nur der Sud war zu intensiv und \u00fcbert\u00f6nte den Fisch und den Kaviar f\u00fcr Jens zu stark. Meike fand den Gang dagegen gut.<\/p>\n<p>Beim dritten Gang war das Ergebnis dann genau anders herum: F\u00fcr Jens sehr lecker, f\u00fcr Meike unrund und irgendwie unausgeglichen. Ein Sud von Minze an einem Seehecht mit getrockneter Papaya, ger\u00f6stetem Reis und sehr viel Minze. Dazu auch eine leichte Alge und ein Zitrus-\u00d6l.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25573\" rel=\"attachment wp-att-25573\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25573\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/147_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/147_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/147_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Jens spannend, recht karibisch angehaucht und mal was anderes von der Geschmackswelt her. F\u00fcr Meike dagegen, wie schon gesagt, unrund und nicht ihr Geschmack.<\/p>\n<p>Danach kam wieder eine recht lange Pause in der unser Wein diesmal sehr fr\u00fch am Tisch war und wir l\u00e4nger auf unser Essen warten mussten. Am Ende haben wir erfahren, dass es wohl ein paar spontane Umsortierungen bei den G\u00e4ngen gab, auf die im Service nicht optimal reagiert wurde. Kann passieren, war in der Situation doof aber tr\u00fcgte das Gesamtbild des Abends nur marginal.<\/p>\n<p>Auch der n\u00e4chste Gang wurde mit leicht geteilter Begeisterung aufgenommen. Allerdings nicht bei der Weltklasse-Pr\u00e4sentation, die steht au\u00dfer Frage. Nein, das ger\u00f6stete Ochsenmark auf dem Carabinero wurde von Meike nicht so gut aufgenommen, wohingegen Jens es fantastisch fand.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25574\" rel=\"attachment wp-att-25574\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25574\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/148_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/148_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/148_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Bergamotte Sud und der sehr feine Staudensellerie war eine sch\u00f6ne Erg\u00e4nzung zum selbstverst\u00e4ndlich perfekt zubereiteten Carabinero. Das Gitter \u00fcber dem Schalentier wurde aus der ger\u00f6steten und pulverisierten Schale gemacht und der Sud wurde durch ein paar Tropfen Minz\u00f6l finalisiert.<\/p>\n<p>Wie gesagt: F\u00fcr Meike nicht das Highlight des Men\u00fcs, f\u00fcr Jens schon nahe an der Perfektion.<\/p>\n<p>Beim Hauptgang dagegen bestand wieder Einigkeit: Das war Weltklasse! Rehr\u00fccken, Rehragout und ein Croustilliant mit Rehinnereien. Alles liegt auf gebeizter S\u00fc\u00dfkartoffel und einem kleinen T\u00fcrmchen aus Eiskrautsalat. Als Garnitur lagen Perlzwiebeln, knusprige Weinhefe und Kr\u00e4uter daneben, die mit dem Rooibos-Sud hervorragend harmonierten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25575\" rel=\"attachment wp-att-25575\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25575\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/149_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/149_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/149_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unser Highlight auf diesem vorz\u00fcglichen Teller war das kleine, frittierte S\u00e4ckchen mit den Innereien: Da war alles dabei, was man m\u00f6gen muss. Die Innereien nicht zu dominant und mit sch\u00f6nem Aroma. Dazu dann die So\u00dfe und das nat\u00fcrlich perfekt gegarte Fleisch &#8230; ein Traum!<\/p>\n<p>N\u00e4chster Programmpunkt: Der K\u00e4sewagen! Mal wieder ein perfekter Abschluss kurz vor dem Dessert und wieder mit ein paar spannenden Produkten, die vom Service auf Jens Teller gezaubert wurden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25576\" rel=\"attachment wp-att-25576\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25576\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/150_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/150_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/150_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8222;Interessant&#8220; war der Herr neben uns, der uns ohnehin schon merkw\u00fcrdig vorkam und der fragte, was denn passieren w\u00fcrde, wenn man mehr als 5 K\u00e4se haben wolle. Bei der Pr\u00e4sentation w\u00e4re ja kein Limit genannt worden. Das Paar war eh etwas seltsam und sprach auch so mit dem Service, dass es teilweise f\u00fcr uns etwas unangenehm war.<\/p>\n<p>Aber gut, Jens hatte seinen K\u00e4se und wir hatten ja uns zum unterhalten. Und vielleicht sind wir ja auch f\u00fcr andere komisch, so wie wir reden. Highlight war \u00fcbrigens der K\u00e4se auf 10 Uhr liegend, der ein Sakura-Blatt eingearbeitet hatte. Und der K\u00e4se auf 2 Uhr, der mit Marillenschnaps eingerieben wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25577\" rel=\"attachment wp-att-25577\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25577\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/151_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/151_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/151_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Beim Nachtisch gab es dann nat\u00fcrlich auch wieder s\u00fc\u00dfen Wein. Dachten wir zumindest bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Sommelier ein Sekt aus Gew\u00fcrztraminer von der Mosel an den Tisch zauberte. Faszinierend was es so gibt und eine starke Wahl f\u00fcr das Dessert, was gleich danach pr\u00e4sentiert wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25578\" rel=\"attachment wp-att-25578\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25578\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/152_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Eine Erdbeerenblume mit Joghurtbaiser, einem Sud aus gr\u00fcner Tomate und Weizengras. K\u00fcnstlerisch sehr sch\u00f6n pr\u00e4sentiert und ein nicht zu s\u00fc\u00dfer Abschluss, was wir ja eher m\u00f6gen. Zusammen mit der Auslese (die Jens hatte) oder dem Brut (den Meike hatte) ein klasse Abschluss des Men\u00fcs, weil nicht zu s\u00e4ttigend. Klasse!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25579\" rel=\"attachment wp-att-25579\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25579\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/153_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/153_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/153_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>An allen Tischen kehrte langsam Ruhe ein und die ersten G\u00e4ste beendeten auch ihr Men\u00fc. Jeder Tisch wurde \u00fcbrigens von Chef Schanz pers\u00f6nlich, meistens mit Handschlag verabschiedet &#8211; ein netter Touch wie wir finden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25580\" rel=\"attachment wp-att-25580\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25580\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/154_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/154_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/154_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei uns kam dann noch ein &#8222;Nach-Dessert&#8220; an den Tisch, quasi als Abschluss: Eine Eiscreme von Wacholder und Banane mit einer Radicchio-Scheibe darauf und ein Ananas-Jus. Frisch, w\u00fcrzig, nicht zu s\u00fc\u00df und lecker. Sogar Meike, die eigentlich Banane vermeidet wo es nur geht, ein guter Abschluss.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25581\" rel=\"attachment wp-att-25581\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25581\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/155_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/155_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/155_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>OK, die Petis Fours gab es auch noch &#8211; viele leckere Kleinigkeiten, die wir leider nicht mehr alle im Kopf haben. Aber von dem &#8222;Schanz on the Beach&#8220; getauften Konfekt aus Wodka, Cranberry und Aprikose \u00fcber den Fudge unten links bis zu dem Bl\u00e4tterteig mit Frucht ganz oben war alles lecker, so viel wissen wir noch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=25582\" rel=\"attachment wp-att-25582\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-25582\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/156_2024Moseltour.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/156_2024Moseltour.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/156_2024Moseltour-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein fantastischer Abend. Und nicht vergleichbar mit dem Abend bei Christian Bau. Wir haben das spontan die beiden Seiten einer Goldmedaille genannt: Auf der einen Seite die gro\u00dfe Kunst der hohen japanischen K\u00fcche, die uns nun einmal sehr nahe ist und die wir eh sehr m\u00f6gen. Auf der anderen Seite ein starker Einfluss von franz\u00f6sischen Techniken und globaleren Grundprodukten von h\u00f6chster Qualit\u00e4t, die in spannenden und komplexen G\u00e4ngen zusammengef\u00fchrt werden. Wenn, dann eher leicht mediterran in der Aromenwelt und doch schon eher an eine Weltreise erinnernd, fanden wir es hier auch wunderbar. Und mehr k\u00f6nnen wir nicht loben, die Pausen waren vergessen und die falsche Taktung mit dem Wein nach dem Essen spielte keine Rolle mehr.<\/p>\n<p>Beispielhaft f\u00fcr den hervorragenden Service dann noch eine Anekdote beim Abschied: Wir mussten ja noch zur\u00fcck in unsere Pension nach Trittenheim. Insofern haben wir nach einem Taxi gefragt, was man an der Mosel besser beim Anfang des Abendessens macht. Denn der eine (!) Taxifahrer in der Gegend macht sonst Feierabend und dann muss wieder ein Taxi aus Schweich kommen. Was dann 40 Euro alleine f\u00fcr die Anfahrt kostet.<\/p>\n<p>Also hat sich f\u00fcr uns spontan der Vater von Thomas Schanz bereit erkl\u00e4rt uns nach Hause zu fahren. Einfach so. Er m\u00fcsse nur noch die Eink\u00e4ufe aus dem Auto r\u00e4umen. Wie grandios war das bitte sch\u00f6n?<\/p>\n<p>Beim Ausgang stand Frau Schanz noch mit Bekannten bereit und wir h\u00f6rten diverse Stories \u00fcber Bekannte und Leute im Dorf und der Umgebung, w\u00e4hrend uns immer wieder gesagt wurde, dass ihr Mann ja gleich kommen w\u00fcrde. Nicht, dass er schon drau\u00dfen stand und sich ebenfalls mit einem Bekannten unterhielt. Wir wussten nicht genau, ob wir jetzt unterbrechen sollten oder nicht und irgendwann kamen die beiden Herren von drau\u00dfen rein und frugen, ob wir alle (der Bekannte selber war der Fahrer der Gespr\u00e4chspartner drinnen) nicht jetzt nach Hause wollen w\u00fcrden. Also rein in den Wagen mit dem Vater und ab \u00fcber die Bundesstra\u00dfe nach Trittenheim. Dabei wurde noch lange \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.hangar-7.com\/de\/restaurant-ikarus\/das-ikarus-konzept\/2024\/thomas-schanz\/\">Gastspiel von Chef Schanz im Hangar 7<\/a> in Salzburg Anfang des Monats gesprochen, wo er die Crew von Martin Klein aktuell <a href=\"https:\/\/www.hangar-7.com\/de\/restaurant-ikarus\/das-ikarus-konzept\/2024\/thomas-schanz\/#c79279a\">fast das identische Men\u00fc<\/a> beigebracht hat und was es dort aktuell zu Essen gibt.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich, mit vielen leckeren Erinnerungen und guten Gespr\u00e4chen ging es dann ins Bettchen. Auf das wir nicht wieder so lange brauchen, bis wir hierhin zur\u00fcck kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber unser heutiges Restaurant sagt der Guide Michelin in seiner Bewertung 2024: &#8222;Solch ein Top-Restaurant w\u00fcrde man im beschaulichen Piesport an der Mosel eher nicht&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?p=25565\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Restaurant Schanz, Piesport<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":25570,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"iawp_total_views":57,"footnotes":""},"categories":[419],"tags":[377,80,79,91,421],"class_list":["post-25565","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-moseltour2014","tag-377","tag-food","tag-gourmet","tag-mosel","tag-rheinland-pfalz","entry"],"views":388,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25565"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25565\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25821,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25565\/revisions\/25821"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/25570"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}