{"id":27684,"date":"2025-04-26T16:28:51","date_gmt":"2025-04-26T14:28:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?p=27684"},"modified":"2025-04-27T12:07:13","modified_gmt":"2025-04-27T10:07:13","slug":"ein-tag-voller-kontraste-in-johannesburg-von-reich-nach-arm-zu-luxus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?p=27684","title":{"rendered":"Ein Tag voller Kontraste in Johannesburg &#8211; von Reich nach Arm zu Luxus und wieder zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Nun war er also da, der letzte Tag in S\u00fcdafrika. Und den wollten wir in Johannesburg verbringen. Urspr\u00fcnglich war dieser Sonntag als Abreisetag geplant gewesen, weil die Flugpreise mit Ethiopian bei einem R\u00fcckflug Montags allerdings g\u00fcnstiger waren, planten wir kurzerhand noch eine Nacht extra ein und konnten so Johannesburg erkunden. Dies aber nicht auf eigene Faust, sondern mit einem Guide.<\/p>\n<p>Vorwarnung: Dieser Tag war intensiv und wir haben super viel gesehen, daher wird dieser Blog auch echt lang! Sorry daf\u00fcr &#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Kurz dazu, wo wir waren. Die &#8222;City of Johannesburg Metropolitan Municipality&#8220; ist eine Metropolregion in der s\u00fcdafrikanischen Provinz Gauteng. Das Zetrum dieser Region ist Johannesburg, die ganze Region hat knapp 8 Millionen Einwohner.<\/p>\n<p>Die City of Johannesburg ist eine der wirtschaftlich bedeutendste Metropolregion in Afrika und z\u00e4hlt zu den 40 gr\u00f6\u00dften Metropolen der Welt. Hinsichtlich ihrer geographischen Lage verk\u00f6rpert City of Johannesburg die weltweit gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende urbane Region, die sich nicht an einem See, einem Fluss oder an einer K\u00fcste befindet. Innerhalb S\u00fcdafrikas besitzt sie eine enorme politische Bedeutung, da sich hier das h\u00f6chste Gericht des Staates befindet, das Verfassungsgericht der Republik S\u00fcdafrika. Zudem hat City of Johannesburg durch den benachbarten internationalen Flughafen und die hier ans\u00e4ssigen Gro\u00dfunternehmen als Metropolregion eine betr\u00e4chtliche Wirkung \u00fcber die Grenzen von S\u00fcdafrika und des Kontinents hinaus.<\/p>\n<p>Johannesburg selber wird auch oft Joburg oder Jozi genannt und ist die Hauptstadt der Provinz Gauteng. Aber nicht die Hauptstadt S\u00fcdafrikas, dies ist n\u00e4mlich das 50 Kilometer n\u00f6rdlich gelegene Pretoria. Joburg liegt im \u00f6stlichen Teil des gro\u00dfen s\u00fcdafrikanischen Zentralplateaus, oft Highveld genannt. Der Gro\u00dfraums erstreckt sich auf etwa 1.600 km\u00b2 und grenzt an zwei weitere Gro\u00dfr\u00e4ume: Tshwane im Norden mit etwa 3 Millionen Einwohnern und Ekurhuleni im Osten mit etwa 3,2 Millionen Einwohnern.<\/p>\n<p>Es leben also sehr, sehr viele Menschen hier! Ein wahrer Kulturschock, wenn man gerade aus dem eher sp\u00e4tlich besiedelten Nord-Osten kommt. Und das w\u00fcrde uns heute Petra zeigen, eine nette Dame, die zwar in S\u00fcdafrika geboren wurde, die aber deutsche Eltern hatte und deswegen ein leicht akzentuiertes aber sehr verst\u00e4ndliches Deutsch sprach. Petra sammelte uns am Hotel ein und fragte als erste, worauf wir Lust h\u00e4tten. In der Tourbeschreibung standen ein paar Punkte, die laut Petra auch alle sehr interessant waren. Wenn wir aber wollen, k\u00f6nnten wir auch ein paar andere Ecken von Johannesburg anschauen, denn sie w\u00fcrde uns sehr gerne &#8222;ihr Joburg&#8220; zeigen. Wir hatten ehrlich gesagt keine genaue Vorstellung, was wir uns anschauen wollen und sagten daher einfach mal ja. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Johannesburg selber liegt, wie gesagt, auf knapp unter 1800 Metern \u00fcber dem Meeresspiegel und das merkt man auch. Die Temperaturen sind gew\u00f6hnlich \u00e4u\u00dferst mild, mit einer Durchschnittstemperatur an Sommertagen um 26\u00b0C. Im Winter liegen die Tagestemperaturen im Durchschnitt bei 10 bis 12\u00b0C, in der Nacht k\u00f6nnen sie deutlich unter den Gefrierpunkt fallen. Sogar Schnee gibt es alle paar Jahre mal.<\/p>\n<p>Die Region rund um Johannesburg war schon vor Millionen von Jahren von Primaten bewohnt. 1998 fand man n\u00f6rdlich von Johannesburg ein 3,3 Millionen Jahre altes Skelett von einem Hominiden, dies gilt als das diesbez\u00fcglich \u00e4lteste bisher gefundene, vollst\u00e4ndige Skelett. Ob dieser Fund als ein Vorfahre der heutigen menschlichen Art interpretiert werden kann, ist allerdings umstritten und bisher nicht sicher nachgewiesen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, vor etwa 10.000 bis 25.000 Jahren, wurde das s\u00fcdliche Afrika von den San, einem Nomadenvolk besiedelt. Die San lebten in der Region um Johannesburg bis etwa in das 11. Jahrhundert n. Chr., als sie von den Bantu immer weiter in unwirtliche Gegenden verdr\u00e4ngt wurden. Lange ging das so weiter bis dann die Wei\u00dfen ankamen.<\/p>\n<p>Nachdem um 1880 zuerst in den \u00f6stlichen Gebieten des damaligen Transvaal um Barberton und Pilgrim\u2019s Rest, wo wir ja vor einigen Tagen waren, Gold gefunden worden war, entdeckten Goldgr\u00e4ber 1886 weitere Vorkommen am Witwatersrand, die sich schlie\u00dflich als ein Teil der gr\u00f6\u00dften Goldlagerst\u00e4tte der Welt erweisen sollten.<\/p>\n<p>Johannesburg wurde im Oktober 1886 als kleine Goldgr\u00e4ber-Siedlung und Zeltstadt gegr\u00fcndet. Mit der Entdeckung des Goldes wanderten nat\u00fcrlich Tausende Arbeiter und Gl\u00fccksritter aus dem Vereinigten K\u00f6nigreich, der Kapkolonie und anderen L\u00e4ndern in die burischen Gebiete ein und lie\u00dfen sich hier nieder. Innerhalb von zehn Jahren wuchs die Stadt auf \u00fcber 100.000 Einwohner heran. Der \u00f6konomische Wert dieses Landstriches stieg rasant, was zu Spannungen zwischen den Buren, die w\u00e4hrend des 19. Jahrhunderts die Herrschaft \u00fcber die Region hatten, und den Briten f\u00fchrte, die ihren H\u00f6hepunkt im Zweiten Burenkrieg zwischen 1899 und 1902 fanden. Die Buren verloren den Krieg und auch die Kontrolle \u00fcber die S\u00fcdafrikanische Republik an die Briten.<\/p>\n<p>Als die Briten 1910 die S\u00fcdafrikanische Union ausriefen, ebnete dies den Weg f\u00fcr den organisierten Bergbau. Allerdings installierte die s\u00fcdafrikanische Regierung in dieser Zeit ein strenges Rassensystem. Die Zuwanderung von Schwarzen und Indern wurde streng reglementiert. Die schwarze und farbige Bev\u00f6lkerung wurde gezwungen, in nach Rassen getrennte Gebiete, die zuvor von der wei\u00dfen Regierung oft willk\u00fcrlich festgelegt wurden, umzuziehen. Dadurch entstanden riesige Barackensiedlungen, die sogenannten Townships, rund um Johannesburg, von denen das Konglomerat Soweto, eine Abk\u00fcrzung f\u00fcr &#8222;South Western Townships&#8220;, das bekannteste ist. Hier lebte unter anderem auch Nelson Mandela viele Jahre, sein Haus w\u00fcrden wir sp\u00e4ter besuchen. Zudem wurde der nicht wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung verboten, qualifizierte Arbeiten anzunehmen, und zahlreiche Schwarze mussten als Wanderarbeiter in Johannesburgs Goldminen arbeiten.<\/p>\n<p>Trotz dieser radikalen Trennungspolitik war beispielsweise der Stadtteil Sophiatown zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein lebendiges Viertel der Stadt, in dem Menschen unterschiedlicher Hautfarben mehr oder weniger friedlich nebeneinander lebten. Ab 1955 wurde das alte Sophiatown Opfer der Apartheid-Politik der burisch dominierten Nationalpartei, die damals die Regierung S\u00fcdafrikas stellte. Das gesamte Gebiet wurde zu einem &#8222;whites-only area&#8220; erkl\u00e4rt, alle Andersfarbigen zum Umzug gezwungen und fast alle H\u00e4user abgerissen. Das Stadtviertel bekam fortan den ironischen afrikaansen Namen Triomf (zu deutsch &#8222;Triumph&#8220;).<\/p>\n<p>1976 brachen gro\u00dfe und blutige Unruhen in Johannesburg und vor allem in Soweto aus. Der Sch\u00fcler- und Studentenrat von Soweto organisierte Demonstrationen gegen die geplante Einf\u00fchrung von Afrikaans, das damals als die Sprache der Unterdr\u00fccker angesehen wurde, als mit Englisch gleichberechtigte Unterrichtssprache in schwarzen Schulen. Am 16. Juni 1976 schoss die Polizei auf eine Sch\u00fclerdemonstration. In den folgenden 12 Monaten starben mehr als 550 Menschen (zumeist Jugendliche) bei Demonstrationen gegen das Apartheid-Regime. Das bekannteste Opfer dieser Unruhen war der zw\u00f6lfj\u00e4hrige Hector Pieterson. Hierzu w\u00fcrden wir am Nachmittag einiges mehr erfahren, wenn wir uns in Soweto umschauen.<\/p>\n<p>Seitdem die Apartheid Anfang der 1990er Jahre abgeschafft wurde, gelten die diskriminierenden Rassengesetze auch in Johannesburg nicht mehr. Die von Schwarzen bewohnten Townships, aber auch weitere Vororte wie Sandton wurden 1995 in die Stadt integriert, die seither als City of Johannesburg Metropolitan Municipality firmiert. Viele Stadtteile werden heute von Menschen verschiedener Hautfarben bewohnt.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Probleme des Gro\u00dfraums Johannesburg sind heute die Kriminalit\u00e4t und die marode Infrastruktur. Als Folge wird die Innenstadt von leeren Hotels und B\u00fcrogeb\u00e4uden dominiert, da viele wei\u00dfe Bewohner und Firmen das Stadtzentrum aus Sicherheitsgr\u00fcnden verlassen haben und in die n\u00f6rdlichen Vororte abgewandert sind. Im 21. Jahrhundert gleicht die Innenstadt Johannesburgs vielfach einem Slum. Die von Unternehmen verlassenen Hochh\u00e4user sind teilweise von Obdachlosen besetzt. Nachts liegen weite Teile der Stadt im Dunkeln, weil die Stra\u00dfenbeleuchtung infolge von Materialdiebstahl ausgeschlachtet wurde. Auch der Schienennahverkehr ist wegen des Diebstahls von Hochspannungsleitungen oft nicht in Betrieb, einzige Ausnahme ist der zur Fussball WM gebaute Gautrain.<\/p>\n<p>Heute ist das zwischen Johannesburg und Pretoria liegende Midrand das Hauptzentrum f\u00fcr viele internationale Firmen. Das Zentrum der s\u00fcdafrikanischen Finanzbranche befindet sich in Sandton n\u00f6rdlich des Stadtzentrums.<\/p>\n<p>Obwohl die Minen der Stadt schon seit langem nicht mehr genutzt werden, da die Goldquellen ersch\u00f6pft sind und neues Gold an anderen Orten gefunden wurde, wird es in Zulu immer noch eGoli genannt, was &#8222;Ort des Goldes&#8220; bedeutet.<\/p>\n<p>Passenderweise war der erste Ort, wo uns Petra hinfuhr, Sandton.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27685\" rel=\"attachment wp-att-27685\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-27685\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1126_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Die Stadt wurde im Jahr 1969 gegr\u00fcndet, als Johannesburg sich nach Norden vergr\u00f6\u00dferte. Nach dem Ende der Apartheid und der Einsetzung der neuen demokratischen Regierung 1994 wurde Sandton in die Metropolgemeinde Johannesburg eingemeindet. Zu Sandton geh\u00f6ren neben Sandown und Bryanston unter anderem auch der Stadtteil Rivonia.<\/p>\n<p>Sandton ist das wohlhabendste Viertel in City of Johannesburg, nicht weit entfernt von Alexandra, dem wohl \u00e4rmsten Township des Landes.<\/p>\n<p>Und hier am Nelson Mandela Platz schauten wir uns dann ein wenig um, direkt daneben liegt mit Sandton City das gr\u00f6\u00dfte Einkaufszentrum S\u00fcdafrikas, ein Komplex von etwa 144.000 m\u00b2.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27686\" rel=\"attachment wp-att-27686\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27686\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1127_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1127_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1127_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Einfluss, den Nelson Mandela auf das Land und die Geschichte hatte, sollte sich im Laufe des Tages noch ein paar Mal zeigen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27687\" rel=\"attachment wp-att-27687\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27687\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1128_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1128_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1128_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27688\" rel=\"attachment wp-att-27688\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27688\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1129_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Blinde stand daneben eine kleine Kopie der Statue, die man anfassen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27689\" rel=\"attachment wp-att-27689\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27689\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1130_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Danach ging es, Petra hatte w\u00e4hrenddessen im Auto gewartet, weil sie hier nicht so gut parken konnte und sie halb-legal an der Stra\u00dfe stand, weiter durch eines der Gebiete wo die Wohlhabenden leben. Glauben wir zumindest, denn au\u00dfer hohen Mauern, Stacheldraht und Wachdiensten konnte man hier nicht viel sehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27690\" rel=\"attachment wp-att-27690\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27690\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1131_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1131_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1131_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Petra erz\u00e4hlte dann, dass sie es so schade f\u00e4nde, dass man von den sch\u00f6nen Anwesen nichts sehen k\u00f6nne. Und gemeinsam fanden wir es schon sehr komisch, wie abgeschottet man hier lebt. Der Begriff &#8222;goldener K\u00e4fig&#8220; trifft es recht genau, denn die meisten der hier Lebenden f\u00e4hrt aus einem umz\u00e4unten Gebiet in ein anderen umz\u00e4untes Gebiet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27691\" rel=\"attachment wp-att-27691\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27691\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1132_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1132_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1132_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dabei muss das hier eine sehr, sehr sch\u00f6ne Gegend sein, wenn man eben nicht nur Mauern h\u00e4tte. Immerhin, so Petra, s\u00e4he man seit Corona doch hin und wieder Leute joggen und somit hinter ihren Mauern hervorkommen. Wer wei\u00df, vielleicht ist das ja ein erster zaghafter Schritt hin zu einem Stadtteil, wo man auch mal etwas Leben sieht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27692\" rel=\"attachment wp-att-27692\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27692\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1133_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1133_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1133_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Direkt nebenan fanden wir auch einen Park in dem nicht wenige Menschen unterwegs waren. Hier soll es in lauen Sommern\u00e4chten auch richtig lebhaft sein, was wir uns angesichts der Sicherheitsvorkehrungen in Sandton gar nicht vorstellen konnten.<\/p>\n<p>Eher als Vorschlag standen \u00fcbrigens sehr viele Verbote auf einem Schild. Als ob die S\u00fcdafrikaner hier nicht ihren Grill f\u00fcr ein Braai auspacken w\u00fcrden &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27693\" rel=\"attachment wp-att-27693\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27693\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1134_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1134_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1134_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Durch den ehemaligen j\u00fcdischen Stadtteil und eine Art &#8222;Little Italy&#8220; ging es zu einem kleinen Aussichtspunkt, wo wir auf das \u00fcberraschend gr\u00fcne Johannesburg blicken konnten und eine Weile mit Petra \u00fcber ihre Familiengeschichte und Jens Familiengeschichte sprachen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27694\" rel=\"attachment wp-att-27694\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27694\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1135_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1135_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1135_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27696\" rel=\"attachment wp-att-27696\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27696\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1137_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1137_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1137_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wo so viel Geld ist, da sind auch die guten Schulen, wie zum Beispiel das St. John\u00b4s College, eine der besten Privatschulen des Landes. Wo \u00fcber Ostern \u00fcbrigens das Finale der Schul-Rugby-Meisterschaft stattfindet, von der wir im Urlaub \u00f6fters Vorrunden-Spiele im Fernsehen gesehen haben. Die Finalspiele werden nat\u00fcrlich live \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Das College wurde 1898 gegr\u00fcndet und hat einige ber\u00fchmte Absolventen. Und nicht nur Rugby-Spieler &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27697\" rel=\"attachment wp-att-27697\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27697\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1138_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1138_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1138_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Schuljahr kostet hier \u00fcbrigens, inklusive Unterkunft, 17.000 Euro pro Jahr.<\/p>\n<p>Petra steuerte uns dann kreuz und quer in Richtung S\u00fcden durch die Stadt. Dabei zeigte sie mal hierhin, mal dahin und erz\u00e4hle uns mal was \u00fcber das Leben heute und die Geschichte davor. Sehr kurzweilig und sehr interessant, wobei wir uns leider wieder einmal nicht alles haben merken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27698\" rel=\"attachment wp-att-27698\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27698\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1139_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1139_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1139_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00dcber den Stadtteil Braamfontein ging es dann ins Stadtzentrum. Braamfontein leigt recht zentral in Johannesburg und hier findet man den Sitz des s\u00fcdafrikanischen Verfassungsgerichts und einiger gro\u00dfer s\u00fcdafrikanischer Unternehmen. Au\u00dferdem befinden sich die B\u00fcros der Stadtverwaltung von Johannesburg und der Universit\u00e4t von Witwatersrand hier.<\/p>\n<p>\u00dcber die Nelson-Mandela-Br\u00fccke, ein Wahrzeichen des Stadtteils, ist Braamfontein mit dem Stadtzentrum verbunden. Und es wird der gr\u00f6\u00dften Rangierbahnhof S\u00fcdafrikas f\u00fcr Personenz\u00fcge \u00fcberquert &#8211; gerade f\u00fcr Jens interessant, auch wenn man nicht viel sehen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27699\" rel=\"attachment wp-att-27699\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27699\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1140_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27700\" rel=\"attachment wp-att-27700\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27700\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1141_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1141_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1141_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die heutige Johannesburg Park Station ist der Hauptbahnhof der Stadt und ist der gr\u00f6\u00dfte Bahnhof Afrikas. Der Bahnhof wurde zwischen 1948 und 1965 neu erbaut, der urspr\u00fcngliche Bahnhof, damals &#8222;Park Halt&#8220;, wurde 1895 von der s\u00fcdafrikanischen Regierung in Auftrag gegeben und von dem niederl\u00e4ndischen Architekten Jacob Klinkhammer entworfen. Die st\u00e4hlerne Bahnsteig\u00fcberdachung wurde zwischen 1896 und 1897 in Rotterdam hergestellt. Heute rostet sie leider so vor sich hin, schade eigentlich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27701\" rel=\"attachment wp-att-27701\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27701\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1142_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1142_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1142_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danach ging es nach Newtown, einen weiterer Vorort von Johannesburg in unmittelbarer N\u00e4he des Stadtzentrums. Der Vorort war urspr\u00fcnglich ein Produktionsbezirk f\u00fcr die Ziegelherstellung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Bezirk Newtown &#8222;the Brickfields&#8220; genannt. Im Jahr 1896 lebten etwa 7.000 Menschen in der Stadt.<\/p>\n<p>In Brickfields entwickelte sich eine Reihe von Industriezweigen, darunter Handelsunternehmen, Banken, Ziegelfabriken, eine Brauerei und Fischereien. Auch Einwanderer aus anderen Nationen lie\u00dfen sich in Brickfields nieder.<\/p>\n<p>Im April 1904 meldete Mahatma Gandi einen Ausbruch der Beulenpest in Brickfields. Die Pest forderte 82 Todesopfer, und Berichten zufolge erkrankten 112 Menschen an ihr. Die \u00f6rtliche Regierung setzte die Feuerwehr ein, um Br\u00e4nde in der Stadt zu legen, um der Seuche Einhalt zu gebieten.<\/p>\n<p>Und ja, es war der Mahatma Gandi, denn Gandhi verbrachte 21 Jahre in S\u00fcdafrika, wo er seine politischen Ansichten, seine Ethik und seine Politik weiterentwickelte. W\u00e4hrend dieser Zeit kehrte Gandhi 1902 kurz nach Indien zur\u00fcck, um Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Wohl der Inder in S\u00fcdafrika zu mobilisieren. Unmittelbar nach seiner Ankunft in S\u00fcdafrika wurde Gandhi beispielsweise aufgrund seiner Hautfarbe und seiner Herkunft diskriminiert: Gandhi durfte in der Postkutsche nicht mit europ\u00e4ischen Fahrg\u00e4sten zusammensitzen und wurde aufgefordert, sich in der N\u00e4he des Fahrers auf den Boden zu setzen, woraufhin er geschlagen wurde, als er sich weigerte. An anderer Stelle wurde Gandhi getreten, weil er es gewagt hatte, in der N\u00e4he eines Hauses spazieren zu gehen und in einem weiteren Fall wurde er in Pietermaritzburg aus einem Zug geworfen, nachdem er sich geweigert hatte, die erste Klasse zu verlassen. Gandhi sa\u00df die ganze Nacht zitternd auf dem Bahnhof und \u00fcberlegte, ob er nach Indien zur\u00fcckkehren oder f\u00fcr seine Rechte protestieren sollte. Er entschied sich f\u00fcr den Protest und durfte am n\u00e4chsten Tag den Zug besteigen.<\/p>\n<p>Eine gewisse Zeit sp\u00e4ter sollte Newtown als Beispiel f\u00fcr ein modernes Johannesburg und im Grunde genommen ein modernes S\u00fcdafrika dienen, denn im Jahr 2020 schloss sich die Stadtverwaltung von Johannesburg mit der Gauteng-Agentur Blue IQ zusammen, um die Gemeinde Newtown zu entwickeln. Das Projekt umfasste den Bau von f\u00fcnf Wohnsiedlungen, die nach Angaben der Stadtverwaltung f\u00fcr unterschiedliche Einkommensschichten gedacht sind. Der Plan sieht vor, dass innerhalb weniger Jahre \u00fcber 2.000 Wohneinheiten gebaut werden. Die Nelson-Mandela-Br\u00fccke, die am 20. Juli 2003 eingeweiht wurde, bildet den n\u00f6rdlichen Eingang zu Newtown und geh\u00f6rte zum Gesamtplan dazu.<\/p>\n<p>Nachdem wir ein paar Stra\u00dfen durch Newtown abgefahren hatten, fragte Petra, ob wir uns nicht etwas umschauen wollen. Wir hatten bislang nur geh\u00f6rt, dass man im Stadtzentrum von Johannesburg nicht spazieren sollte, aber Petra meinte nur, dass sie hier eigentlich mindestens einmal die Woche ins Theater geht oder einen Kaffee trinkt. Und hier um die Ecke als Musikproduzentin gearbeitet hat, sie f\u00e4nde es so sch\u00f6n hier. Also parkten wir an einem gro\u00dfen Platz auf dem auch Konzerte oder andere Veranstaltungen stattfinden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27702\" rel=\"attachment wp-att-27702\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27702\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1143_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1143_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1143_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein sehr k\u00fcnstlerisches Viertel, viele Kreative leben hier, wohl auch wegen der recht g\u00fcnstigen Immobilienpreise und die gute Anbindung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27703\" rel=\"attachment wp-att-27703\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27703\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1144_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27704\" rel=\"attachment wp-att-27704\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27704\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1145_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1145_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1145_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neben mehreren Theatern gibt es hier auch ein paar nette Musik-Lokale, Petra geriet hier ein wenig ins Schw\u00e4rmen, was man hier angeboten bekommt und es wurde deutlich, wie gerne sie hier ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27705\" rel=\"attachment wp-att-27705\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27705\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1146_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1146_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1146_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27706\" rel=\"attachment wp-att-27706\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27706\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1147_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>In Newtown liegt ebenfalls das Museum Africa oder MuseuMAfricA (fr\u00fcher bekannt als Africana Museum), was 1933 gegr\u00fcndet wurde, als die \u00f6ffentliche Bibliothek von Johannesburg eine gro\u00dfe Menge an Africana-Material und B\u00fcchern von John Gaspard Gubbins kaufte. Ab Mitte der 1930er Jahre weitete sich der Aufgabenbereich des Museums auf alle Aspekte der afrikanischen Kulturgeschichte und materiellen Kultur aus. 1994, nach dem Ende der Apartheid und der Wahl einer repr\u00e4sentativen demokratischen Regierung in S\u00fcdafrika, wurde das Museum renoviert und in MuseuMAfricA umbenannt.<\/p>\n<p>MuseuMAfrica lancierte eine Ausstellung mit dem Titel \u201eNever, never again\u201c, die zur Gr\u00fcndung des Hector Pieterson Museums in Soweto f\u00fchrte. Das Apartheid-Museum in Gold Reef City wurde von Christopher Till, dem ehemaligen Leiter des Africana Museums, gegr\u00fcndet und geleitet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27707\" rel=\"attachment wp-att-27707\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27707\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1148_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Wir fuhren dagegen ein St\u00fcck weiter und schauten uns auf einem Gel\u00e4nde der Universit\u00e4t um, wo in ehemaligen Regierungsgeb\u00e4uden jetzt Studierende leben. Schon ein sch\u00f6ner Ort um das Uni-Leben zu genie\u00dfen, wenn auch etwas brutalistisch f\u00fcr unseren Geschmack.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27708\" rel=\"attachment wp-att-27708\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27708\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1149_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27709\" rel=\"attachment wp-att-27709\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27709\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1150_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27710\" rel=\"attachment wp-att-27710\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27710\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1151_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27711\" rel=\"attachment wp-att-27711\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27711\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1152_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1152_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1152_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Petra lies uns hier auch alleine herumlaufen und wartete ein St\u00fcck weiter an einer Stra\u00dfe. Auch wieder so semi-legal, wie ihr wohl der Wachmann kund tat, Petras Taktik in solchen Situationen: Freundlich l\u00e4cheln und einfach das Thema wechseln. Scheint gut zu funktionieren, denn der Wachmann w\u00fcnschte uns noch einen sch\u00f6nen Tag und ging weg.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27712\" rel=\"attachment wp-att-27712\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27712\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1153_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Das spannende &#8211; und das erlebten wir mehrfach heute &#8211; war der schnelle Wechsel zwischen Sauber und Dreckig, zwischen Arm und Reich, zwischen Lebhaft und Verlassen. Zwei Querstra\u00dfen weiter und schon sieht alles eher so aus, als ob wir hier besser nicht aussteigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27713\" rel=\"attachment wp-att-27713\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27713\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1154_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1154_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1154_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27714\" rel=\"attachment wp-att-27714\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27714\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1155_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1155_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1155_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und direkt daneben wieder ein total voller Markt und renovierte Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27715\" rel=\"attachment wp-att-27715\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27715\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1156_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Hier lud uns Petra auf einen Kaffee ein, teils um eine kleine Pause vom Autofahren zu haben, teils um auch ihren Vorrat an Bohnen aufzuf\u00fcllen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27716\" rel=\"attachment wp-att-27716\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27716\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1157_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1157_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1157_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein sehr modernes Cafe, wie es auch in westlichen Gro\u00dfst\u00e4dten zu finden ist. Wie gesagt: Zwei Querstra\u00dfen weiter ist alles verfallen und die Leute schlafen auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27717\" rel=\"attachment wp-att-27717\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27717\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1158_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1158_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1158_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und irgendwie war uns doch so, als ob eine starke und recht positive Energie in Johannesburg steckt. Oder wir lie\u00dfen uns von Petra anstecken, die ihre Heimat gut verkaufte ohne jedoch die Probleme zu verneinen: Korruption, Ausbeutung, Parallelgesellschaften mit eigenen moralischen Regeln und auch so einfache Probleme wie die Versorgung mit Trinkwasser &#8211; hier l\u00e4uft vieles nicht gut. Oder sogar extrem schlecht, dennoch gibt es \u00fcberall so kleine Samen von Ver\u00e4nderung. Oft sagten wir heute auch, dass wir alle hoffen, dass die Vielzahl dieser Samenk\u00f6rner irgendwann zu einer Verbesserung f\u00fcr alle f\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27718\" rel=\"attachment wp-att-27718\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27718\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1159_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Denn der n\u00e4chste Programmpunkt war dann das ber\u00fchmte Township &#8222;Soweto&#8220;. Vorher ging es noch am WM Stadion von Johannesburg vorbei, was 1989 als erstes f\u00fcr internationale Fu\u00dfballspielegeeignetes Stadion in S\u00fcdafrika er\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27719\" rel=\"attachment wp-att-27719\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27719\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1160_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1160_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1160_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier fand auch 1990 die erste Massenkundgebung Nelson Mandelas nach seiner Freilassung statt. Nach der Ermordung Chris Hanis im Jahr 1993 war das Stadion auch der Ort der \u00f6ffentlichen Trauerfeier f\u00fcr den ANC-Politiker, ebenso wie f\u00fcr Mandelas Trauerfeier 2013.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2010 wurde das FNB-Stadion komplett umgebaut. Unter dem Namen Soccer City war es Austragungsort des Er\u00f6ffnungsspieles, vier weiterer Vorrundenbegegnungen, eines Achtelfinalspiels, einer Viertelfinalpartie und des Finales der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft. Als reines Fu\u00dfballstadion bietet die Arena Platz f\u00fcr 94.700 Zuschauer.<\/p>\n<p>Heutzutage finden hier Spiele der s\u00fcdafrikanischen Nationalmannschaft statt sowie die Heimspiele der Kaizer Chiefs, dem erfolgreichsten Fu\u00dfballverein S\u00fcdafrikas. Und dem Erzrivalen des anderen gro\u00dfen Vereins der Region, den Orlando Pirates. Das Spiel der beiden Vereine wird auch &#8222;El Kasico&#8220; genannt, das Soweto Derby der beiden Vereine f\u00fcllt das Stadion regelm\u00e4\u00dfig vollst\u00e4ndig aus.<\/p>\n<p>Auf dieser Reise haben wir ja oft geh\u00f6rt, wie sehr die WM 2010 das Land ver\u00e4ndert oder zumindest beeinflusst hat. 2009 wurde wegen der WM auch das &#8222;Rea Vaya&#8220;, auf Scamto &#8222;wir gehen&#8220;, Busschnellverkehrssystem er\u00f6ffnet, das erste in Afrika. Auch wieder so etwas, was die Situation gerade f\u00fcr die au\u00dferhalb des Stadtzentrums oder der Industriegebiete lebenden Menschen ein bisschen verbessert hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27720\" rel=\"attachment wp-att-27720\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27720\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1161_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1161_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1161_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann waren wir auch schon in Soweto drin. Soweto war ein 1963 administrativ vollzogener, wie es offiziell hie\u00df, Zusammenschluss von etwa 30 Township-Siedlungen im S\u00fcdwesten von Johannesburg. Von 1983 bis 2002 war Soweto eine eigenst\u00e4ndige Stadt. Seit 2002 geh\u00f6rt es zur Metropolgemeinde City of Johannesburg. Die Einwohnerzahl betrug 2011 offiziell knapp unter 1,3 Millionen Menschen. Inoffizielle Sch\u00e4tzungen gehen jedoch von einer heutigen Einwohnerzahl von 3,5 Millionen Menschen auf 130 km\u00b2 Fl\u00e4che aus. Damit ist es faktisch die bev\u00f6lkerungsreichste Stadt des s\u00fcdlichen Afrikas.<\/p>\n<p>Erste Siedlungen entstanden hier im Jahre 1900, als beschlossen wurde, die bislang eher wild entstandenen Siedlungen zu strukturieren. Es fehlte nur ein Plan, in welchem Stadtgebiet die 1600 indischen und 1400 schwarzen Einwohner neu angesiedelt werden konnten. Als im M\u00e4rz 1904 in den Johannesburger Slums Coolie Location, Kaffir Location sowie Brickfields die ansteckende Beulenpest ausbrach, gewann der Umsiedlungsplan eine zwangsl\u00e4ufige Dynamik. Die hier lebende arme Bev\u00f6lkerung bestand aus Europ\u00e4ern, Schwarzen, Indern und Coloureds.<\/p>\n<p>Die so entstandene neue Siedlung wurde immer wieder erweitert und nach dem Wahlsieg der Nationale Party im Jahre 1948 wurde das Siedlungsgebiet im S\u00fcdwesten Johannesburgs nach den Zielen der programmatisch rassistischen Segregationspolitik zielgerichtet erweitert. Nicht nur zum Schlechten, denn in Soweto steht mit dem Johannesburg Hospital das gr\u00f6\u00dfte Krankenhaus auf dem afrikanischen Kontinent. F\u00fcr den gesamten Siedlungskomplex ist seit 1963 der Name Soweto offiziell bindend. Die Bezeichnung setzte sich im Verlaufe eines vierj\u00e4hrigen Wettbewerbs durch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27721\" rel=\"attachment wp-att-27721\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27721\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1162_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1162_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1162_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Uns \u00fcberraschte erst einmal, dass es hier nicht nur H\u00fctten gibt. Einige Gegenden erinnern frappierend an die &#8222;reiche Gegend&#8220; in Sandton. Anscheinend scheint es menschlich zu sein, dass man sich sch\u00fctzt, sobald man was zu verlieren hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27722\" rel=\"attachment wp-att-27722\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27722\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1163_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1163_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1163_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier waren die Kontraste aber noch deutlicher, denn gleich gegen\u00fcber war der \u00e4rmste und mit Abstand gef\u00e4hrlichste Teil Sowetos. Zuwanderer aus l\u00e4ndlichen Gebieten oder aus Nachbarl\u00e4ndern wie Mosambik oder Zimbabwe, wohnen hier und die Gegend geh\u00f6rt, wie einige Favelas in Brasilien, zu den gef\u00e4hrlichsten Orten der Welt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27723\" rel=\"attachment wp-att-27723\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27723\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1164_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1164_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1164_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und es war merklich mehr M\u00fcll zu sehen. Teilweise so viel, dass Ziegen und Kinder darauf nach Essen oder Pfandflaschen suchten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27724\" rel=\"attachment wp-att-27724\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27724\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1165_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1165_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1165_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Minibusse sind hier allgegenw\u00e4rtig, es gibt riesige Busstationen, wo hunderte dieser kleinen wei\u00dfen Busse auf Fahrg\u00e4ste warten. Petra erz\u00e4hlte, dass sie schon oft mit diesen Bussen gefahren ist, aber immer ein wachsames Auge auf die Personen hat, die mit im Bus sitzen. Als Wei\u00dfe wird man hier oft ein Opfer und die Menschen z\u00fccken f\u00fcr geringe Betr\u00e4ge ein Messer oder schlimmeres. Auf der anderen Seite meinte Petra, dass sie bei ihrer ersten Fahrt in einem Minibus doch schon sehr \u00e4ngstlich eingestiegen sei. Der Ablauf ist, dass man den Fahrpreis nach vorne zum Fahrer gibt und dann einen Zettel und das Wechselgeld zur\u00fcck bekommt. In ihrem Fall mit eine Dose Bier und den Worten &#8222;Ist doch Freitag, heute feiern wir was hier im Bus, trink gerne mit!&#8220;. Und sie hat sich sehr nett unterhalten und ist relativ sicher zu Hause angekommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27725\" rel=\"attachment wp-att-27725\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27725\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1166_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1166_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1166_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das ehemalige Kohlekraftwerk von Orlando in Klipspruit, mit dessen Errichtung 1935 begonnen wurde, wurde 1998 stillgelegt und ab 2006 in Teilen f\u00fcr eine kommerzielle Nutzung umgebaut. Das Areal ist regional als Freizeitbereich weit bekannt. Im Jahre 2014 ereignete sich hier ein Zusammenbruch von Geb\u00e4uden, wobei Menschen zu Schaden kamen. Weithin sichtbar sind die beiden ehemaligen K\u00fchlt\u00fcrme, von wo man aus auch Bungee springen kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27726\" rel=\"attachment wp-att-27726\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27726\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1167_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1167_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1167_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27727\" rel=\"attachment wp-att-27727\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27727\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1168_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1168_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1168_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Halt war etwas ungew\u00f6hnlich, denn es ging tats\u00e4chlich nach Kliptown. Das fr\u00fchere Township liegt rund 17 Kilometer s\u00fcdwestlich des Zentrums von Johannesburg, \u00f6stlich des Flusses Klipspruit was soviel wie &#8222;felsiger Bach&#8220;) bedeutet. Offiziell leben hier etwa 7.500 Einwohner, da er aber vor allem aus informellen Siedlungen besteht stimmt das sicherlich \u00fcberhaupt nicht. Die Infrastruktur ist meist schlecht, die Arbeitslosigkeit betr\u00e4gt rund 70 Prozent, Gewalt ist an der Tagesordnung. In der Zeit der Apartheid wurde Kliptown ein Stadtteil f\u00fcr Coloureds.<\/p>\n<p>Am 25. und 26. Juni 1955 fand hier unter freiem Himmel der Congress of the People, &#8222;Volkskongress&#8220; statt, bei dem 3000 Delegierte der Anti-Apartheid-Gruppierungen African National Congress, South African Indian Congress, Congress of Democrats und South African Coloured People\u2019s Organisation gemeinsam die Freedom Charter verabschiedeten. Darin forderten sie ein geeintes, nicht-rassisches und demokratisches S\u00fcdafrika. Und auf diesem Platz, seit Anfang der 2000er Walter Sisulu Square genannt, standen wir nun.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27728\" rel=\"attachment wp-att-27728\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27728\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1169_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1169_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1169_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>An den Volkskongress erinnert dieser Turm, dem Freedom Charter Memoria, in man sich die Charta auf Metall anschauen kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27729\" rel=\"attachment wp-att-27729\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27729\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1170_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Die Freiheitscharta umfasste als Gegenprogramm zur Apartheid in zehn Punkten Forderungen nach Demokratie, nach Gleichberechtigung aller Einwohner S\u00fcdafrikas unabh\u00e4ngig von ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit, Hautfarbe oder Geschlecht sowie nach Respektierung grundlegender Menschenrechte wie der Meinungsfreiheit, der Versammlungsfreiheit, der Religionsfreiheit, der Reisefreiheit und des Recht auf Privatsph\u00e4re. Die zentrale Losung des Dokuments war &#8222;The People Shall Govern!&#8220;, &#8222;Das Volk soll regieren!&#8220;.<\/p>\n<p>Weitere Punkte bezogen sich auf angemessene Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit einschlie\u00dflich der Verf\u00fcgbarkeit menschenw\u00fcrdigen Wohnraums und freier Gesundheitsversorgung f\u00fcr alle Menschen sowie einen uneingeschr\u00e4nkten Zugang zu Bildung und Kultur.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27730\" rel=\"attachment wp-att-27730\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27730\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1171_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1171_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1171_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir lasen uns das Ganze in Ruhe durch w\u00e4hrend Petra &#8222;mal schaute, ob meine Jungs da sind&#8220;. Die &#8222;Jungs&#8220; waren zwei S\u00e4nger, die als A Capella Duo auftreten und f\u00fcr ein paar Rand drei Lieder zum Besten geben, einmal die s\u00fcdafrikanische Nationalhymne, ein Lied \u00fcber ihre M\u00fctter und ein Lied \u00fcber Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Den Namen des Duos suchen wir nochmal raus, aber das war sehr sch\u00f6ne Musik und gerade durch die Akustik im Memorial nochmal sch\u00f6ner.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27731\" rel=\"attachment wp-att-27731\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27731\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1172_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1172_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1172_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Soweto war eine eigene Welt oder besser eine ganze Welt in einem Township, denn auch hier gab es so krasse Kontraste auf kleinem Raum, dass wir eigentlich nur aus dem Auto raus schauten und staunten. Oder uns erschreckten. Oder beides.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27732\" rel=\"attachment wp-att-27732\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27732\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1173_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1173_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1173_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch hier gibt es Parks. Witzigerweise mit exakt den gleichen Verbots-Schildern wir wir heute morgen in Sandton gesehen haben. Und auch hier wird sich genauso wenig daran gehalten und gegrillt. Gemeinsamkeiten gibt es hier schon, wenn man genau hin schaut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27733\" rel=\"attachment wp-att-27733\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27733\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1174_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1174_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1174_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein etwas ernsteres Thema kam dann noch auf uns zu, denn Soweto ist auch f\u00fcr den &#8222;Aufstand in Soweto&#8220;, dem Soweto Uprising, bekannt, einem Sch\u00fcleraufstand in 1976, der zahlreiche Todesopfer forderte und zu lange andauernden, landesweiten Protestaktionen gegen die rassistische Bildungspolitik und das gesamte Apartheidsregime des Landes f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser des Aufstandes war der &#8222;Afrikaans Medium Decree&#8220; aus dem Jahr 1974, wonach Afrikaans, die Sprache der wei\u00dfen burischen Herrschaftsschicht, als verbindliche Unterrichtssprache eingef\u00fchrt werden sollte. Die schwarzen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die diese Sprache zum Teil kaum beherrschten, sahen sich dadurch ihrer Chancen im Bildungssystem beraubt und protestierten friedlich dagegen.<\/p>\n<p>Etwa 20.000 Sch\u00fcler formierten sich am Morgen des 16. Juni 1976 unter F\u00fchrung des Sch\u00fclervertretungsrat zu einem Demonstrationszug durch Orlando in Soweto. Die South African Police schlug die Demonstration mit 48 Polizisten, darunter acht Wei\u00dfen, blutig nieder. Colonel Kleingeld, der Kommandeur der Orlando Police Station, gab sp\u00e4ter an, dass er mit Steinen beworfen worden sei und daher den ersten Schuss abgegeben habe. Bis zum Vormittag gab es zwei Tote und zw\u00f6lf Verletzte. Im Verlauf des Vormittags griffen daraufhin Sch\u00fcler und andere Bewohner Sowetos zahlreiche Wei\u00dfe und ihre Besitzt\u00fcmer an, etwa Bierhallen, da sie Alkohol als Mittel der Ruhigstellung der Schwarzen ansahen. Am Nachmittag und erneut am Folgetag wurden die Polizeikr\u00e4fte auf bis zu 1500 schwerbewaffnete M\u00e4nner verst\u00e4rkt, die ohne Vorwarnung schossen. Zahlreiche Kinder und Jugendliche wurden bei Razzien in Schulen inhaftiert. Durch Folter versuchte die Polizei, die Anf\u00fchrer des Aufstands herauszufinden. Die Unruhen griffen auf andere Townships in S\u00fcdafrika \u00fcber und dauerten bis 1978 an. Dar\u00fcber hinaus kam es zu Streiks der schwarzen Bev\u00f6lkerung und zu internationalen Protesten. Nach Untersuchungsergebnissen der nachtr\u00e4glich einberufenen Cillie Commission starben bei den Auseinandersetzungen 575 Menschen, darunter 451 durch Polizeigewalt. 3907 Menschen wurden verletzt, davon 2389 durch Polizisten. Nach zahlreichen Angaben waren die Opferzahlen aber h\u00f6her.<\/p>\n<p>Die Notfallkliniken wurden mit verletzten und blutenden Kindern \u00fcberschwemmt. Die Polizei forderte das Krankenhaus auf, eine Liste aller Opfer mit Schusswunden zu erstellen, um sie wegen Ausschreitungen anzuklagen. Der Krankenhausverwalter leitete die Anfrage an die \u00c4rzte weiter, die sich jedoch weigerten, die Liste zu erstellen. Die \u00c4rzte verbuchten die Schusswunden als Abszesse.<\/p>\n<p>Das erste Opfer des Aufstands war der Sch\u00fcler Hastings Ndlovu. Gelegentlich wird der damals 12-j\u00e4hrige Hector Pieterson f\u00e4lschlich als erstes Opfer bezeichnet, weil ein Foto, das den t\u00f6dlich verletzten Pieterson zeigt, weltweit bekannt wurde. Das Hector-Pieterson-Mahnmal steht seit 1992 in Orlando, Soweto &#8211; hier w\u00fcrden wir sp\u00e4ter noch hinfahren.<\/p>\n<p>Jetzt ging es erst einmal in eine Kirche, genauer gesagt in die Kirche Regina Mundi.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27734\" rel=\"attachment wp-att-27734\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27734\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1175_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Eher an eine Sporthalle erinnernd, spielte Regina Mundi eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Apartheid in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. Da politische Versammlungen an den meisten \u00f6ffentlichen Orten verboten waren, wurde die Kirche zum wichtigsten Ort, an dem sich die Menschen in Soweto treffen und diskutieren konnten. Sogar Beerdigungen wurden oft zu politischen Versammlungen umfunktioniert. Aus diesem Grund erwarb sich Regina Mundi den Ruf, eines der wichtigsten Zentren des Anti-Apartheid-Aktivismus in der Provinz Gauteng zu sein.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Aufstands in Soweto, fl\u00fcchteten viele Demonstranten nach Regina Mundi. Die Polizei drang in die Kirche ein und feuerte mit scharfer Munition. Niemand wurde get\u00f6tet, aber viele wurden verletzt und die Kirche selbst sowie ihre M\u00f6bel, Dekorationen und Symbole (z. B. der Marmoraltar und die Christusstatue) wurden besch\u00e4digt. Sowohl im Inneren als auch an den Au\u00dfenw\u00e4nden der Kirche sind noch immer die Spuren der Schie\u00dferei zu sehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27735\" rel=\"attachment wp-att-27735\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27735\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1176_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1176_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1176_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Kirche wurde 1962 geweiht und Gottesdienste werden heute von fast 7.000 Gl\u00e4ubigen besucht. Wir versuchten uns die Atmosph\u00e4re vorzustellen, es gelang uns leider nicht so gut. Aber laut Petra, die schon bei Gottesdiensten hier war, muss es beeindruckend und ergreifend sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27736\" rel=\"attachment wp-att-27736\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27736\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1177_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1177_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1177_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Durch eine kleine Treppe, wo noch zwei kleine &#8222;Geschenke&#8220; von lokalen Bewohnern herumstanden, ging es zu einer kleinen Ausstellung \u00fcber die Aufst\u00e4nde im Jahr 1976.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27737\" rel=\"attachment wp-att-27737\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27737\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1178_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1178_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1178_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Viele Bilder und viele Signaturen von Besuchern der letzten Jahre, erlaubte Unterschriften und Spr\u00fcche, denn normalerweise liegen auch Stifte herum, die man nutzen kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27738\" rel=\"attachment wp-att-27738\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27738\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1179_2025Suedafrika-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1179_2025Suedafrika-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1179_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1179_2025Suedafrika.jpg 1035w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir schauten uns die Bilder an und lie\u00dfen das einfach mal auf uns wirken. Die Ausstellung wurde \u00fcbrigens auch von der deutschen Botschaft mit finanziert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27739\" rel=\"attachment wp-att-27739\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27739\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1180_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1180_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1180_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein spannender Einblick in diesen Teil von Soweto, hier was alles f\u00fcr das Osterfest geschm\u00fcckt und alles war sehr positiv und fr\u00f6hlich. Auch wenn man an den Innenw\u00e4nden immer noch die Einschussl\u00f6cher der Polizei sehen kann und drau\u00dfen im Grunde genommen die Armut herrscht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27740\" rel=\"attachment wp-att-27740\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27740\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1181_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1181_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1181_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Petra erz\u00e4hlte dann, wie sie den Aufstand in Soweto erlebt hat, n\u00e4mlich erst einmal gar nicht. Die wei\u00dfen Medien in S\u00fcdafrika berichteten gar nicht \u00fcber die Ereignisse, nur im Ausland erfuhr man davon. Ihre Familie wurde beispielsweise von Verwandten aus Deutschland angerufen und gefragt, wann sie denn nach Deutschland kommen w\u00fcrden, es g\u00e4be ja  vermutlich bald einen B\u00fcrgerkrieg. So erfuhren sie zum ersten Mal, was quasi in unmittelbarer Nachbarschaft geschieht.<\/p>\n<p>Faszinierend, was Medien so anrichten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei dem Thema des Aufstands von 1976 blieben wir auch, denn das Hector Pieterson Memorial und das dazu geh\u00f6rende Museum waren der n\u00e4chste Stopp.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27741\" rel=\"attachment wp-att-27741\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27741\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1182_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1182_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1182_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Hector-Pieterson-Memorial ist ein Mahnmal, das an die Opfer der Sch\u00fclerproteste in Soweto des Jahres 1976 erinnert. Es steht in einer kleinen Parkanlage beim Hector-Pieterson-Museum im Stadtteil Orlando. Der Gr\u00fcnstreifen oben im Bild endet genau an dem Punkt, an dem Hector erschossen wurde.<\/p>\n<p>Im Juni 2002 weihte Nelson Mandela das Hector-Pieterson-Mahnmal ein zum Gedenken an Hector Pieterson und f\u00fcr die anderen Jugendlichen, die am 16. Juni 1976 und in den darauffolgenden Monaten ihr Leben verloren.<\/p>\n<p>Das Mahnmal tr\u00e4gt folgende Inschrift:<\/p>\n<p>&#8222;Honour the youth who gave their lives in the struggle for freedom and democracy.<br \/>\nIn memory of Hector Peterson and all other young heroes and heroines of our struggle who laid down their lives for freedom, peace and democracy.&#8220;<\/p>\n<p>Pieterson wurde am 16. Juni 1976 bei den anfangs friedlichen Demonstration von Polizisten erschossen. Das durch den Fotografen Sam Nzima gemachte Foto des sterbenden Hector in den Armen des Studenten Mbuyisa Makhubo sorgte weltweit f\u00fcr Aufsehen. Er wurde dadurch zur Symbolfigur eines Aufstandes der schwarzen Bev\u00f6lkerung gegen das Apartheidsregime. Er wurde auf dem Avalon Cemetery beerdigt.<\/p>\n<p>Im Museum musste man aufgrund der vielen Fotos eine Geb\u00fchr bezahlen, um selber Fotos machen zu d\u00fcrfen &#8211; das sparten wir uns. Also lieber ein Foto nach drau\u00dfen auf das Memorial.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27742\" rel=\"attachment wp-att-27742\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27742\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1183_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1183_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1183_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Museum war gut eingerichtet und sehr informativ. Es wurde die Geschichte hinter den Aufst\u00e4nden berichtet und auch auf den Alltag im damaligen S\u00fcdafrika eingegangen. Letztendlich war der Grund f\u00fcr die Aufst\u00e4nde zweitrangig, w\u00e4re es nicht das Thema der Sprache im Unterricht gewesen, die aufgestaute Unzufriedenheit auf die Verh\u00e4ltnisse h\u00e4tte einen anderen Grund gefunden, um in einem Aufstand zu enden. Denn das Leben im damaligen S\u00fcdafrika war sehr, sehr unfair, was man aber auch in seiner Blase nicht so richtig merken konnte. Die Medien waren streng getrennt und berichteten nicht \u00fcber die jeweils andere Seite.<\/p>\n<p>Eben nur ausl\u00e4ndische Medien, die man damals aber nicht so einfach \u00fcber das Internet im Zugriff hatte wie heute, zeigten mehr als nur eine Seite des Bildes. Insofern war es witzig einen jungen Wilhem Wieben in der Tagesschau \u00fcber die Aufst\u00e4nde berichten zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27743\" rel=\"attachment wp-att-27743\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27743\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1184_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1184_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1184_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Museum war sehr interessant und wir verbrachten dort eine Weile, um uns die Geschichten und Zeitzeugen anzusehen beziehungsweise anzuh\u00f6ren. Danach ging es noch einmal zum Memorial.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27744\" rel=\"attachment wp-att-27744\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27744\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1185_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1185_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1185_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rund um das Memorial standen \u00fcbrigens viele H\u00e4ndler, die etwas lauter als sonst ihre Waren anboten. Auch Kinder rannten uns kurz hinterher und meinten &#8222;Please support our business, sir!&#8220; Am besten sagt man &#8222;no thanks&#8220; und geht weiter, aber wir merkten schon, dass das hier eher touristischer war als alle unseren bisherigen Stopps. Was auch ein Verdienst von Petra war, denn sie hatte uns anscheinend bislang nur relativ un-touristische Orte gezeigt &#8211; danke nochmal daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Ein Muss jeder Soweto Tour ist allerdings der Besuch in der Vilakazi Street im Ortsteil Orlando. Die einzige Stra\u00dfe in der Welt, an der zwei Nobelpreistr\u00e4ger lebten: Die beiden Friedensnobelpreistr\u00e4ger Nelson Mandela und Desmond Tutu.<\/p>\n<p>Desmond Mpilo Tutu, geboren 1931 und gestorben am 26. Dezember 2021 in Kapstadt, war ein Geistlicher und Menschenrechtsaktivist. Er war von 1986 bis 1996 Erzbischof von Kapstadt. F\u00fcr seine Menschenrechtsaktivit\u00e4ten wurde er 1984 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ab 1995 war er Vorsitzender der s\u00fcdafrikanischen Wahrheits- und Vers\u00f6hnungskommission.<\/p>\n<p>Nelson Rolihlahla Mandela, am 18. Juli 1918 geboten und am 5. Dezember 2013 in Johannesburg gestorben) war ein s\u00fcdafrikanischer Aktivist und Politiker im Jahrzehnte andauernden Widerstand gegen die Apartheid. Von 1994 bis 1999 war er der erste schwarze Pr\u00e4sident seines Landes. Seit 1944 engagierte er sich im African National Congress (ANC). Aufgrund seiner Aktivit\u00e4ten gegen die Apartheidpolitik in seiner Heimat musste Mandela von 1963 bis 1990 insgesamt 27 Jahre als politischer Gefangener in Haft verbringen, 18 davon auf Robben Island.<\/p>\n<p>Mandela war ein f\u00fchrender und herausragender Vertreter im Freiheitskampf gegen Unterdr\u00fcckung und soziale Ungerechtigkeit. Er war der wichtigste Wegbereiter des vers\u00f6hnlichen \u00dcbergangs von der Apartheid zu einem gleichheitsorientierten, demokratischen Staatswesen in S\u00fcdafrika. 1993 erhielt er deshalb den Friedensnobelpreis. Bereits zu Lebzeiten wurde Mandela f\u00fcr viele Menschen weltweit zum politischen und moralischen Vorbild. Er gilt als gro\u00dfer afrikanischer Staatsmann im 20. Jahrhundert.<\/p>\n<p>In S\u00fcdafrika wurde er h\u00e4ufig mit dem traditionellen Clannamen &#8222;Madiba&#8220; bezeichnet und oft auch &#8222;Tata&#8220; genannt, was &#8222;Vater&#8220; in Xhosa hei\u00dft.<\/p>\n<p>Beide lebten in Soweto und das ehemalige Haus von Mandela ist heute eines der am h\u00e4ufigsten besuchten Orte in Soweto. Dementsprechend waren auch noch mehr H\u00e4ndler und wieder diese Parkplatzw\u00e4chter unterwegs und sogar eine Tanztruppe, die bei jedem neu ankommenden Wagen sich aufstellte, tanzte und dann recht aggressiv Geld verlangte. Petra hatte uns vorher instruiert direkt zum Haus zu gehen und ihr das Reden zu \u00fcberlassen. Was auch gut klappte, denn Petra parkt hier immer beim gleichen &#8222;Parkplatz-Ordner&#8220; und der wei\u00df schon, dass hier nix zu holen ist und sagt das auch den Zulu-T\u00e4nzern.<\/p>\n<p>Das Haus ist nat\u00fcrlich nicht gro\u00df, die Familie Mandela war ja nicht besonders reich. Wobei f\u00fcr Township-Verh\u00e4ltnisse das schon der Fall war, wie wir bei einer kleiner F\u00fchrung durch einen Freiwilligen erfahren haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27745\" rel=\"attachment wp-att-27745\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27745\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1186_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1186_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1186_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mandela heiratete dreimal. Aus zwei dieser Ehen stammen sechs Kinder. Seine erste Ehe mit Evelyn Ntoko Mase, einer ANC-Aktivistin aus Engcobo und Cousine Walter Sisulus, wurde 1958 geschieden. Danach heiratete Mandela Winnie Madikizela, die erste schwarze Sozialarbeiterin Johannesburgs, die ihn w\u00e4hrend des Treason Trial unterst\u00fctzt hatte. Sie war eine Tochter eines fr\u00fcheren Landwirtschaftsministers der Transkei.[93] W\u00e4hrend der Haftzeit Nelson Mandelas konnten sie sich nur selten sehen. Nach politischen Belastungen trennte sich Mandela im April 1992 von Winnie Madikizela und wurde am 19. M\u00e4rz 1996, nach 38-j\u00e4hriger Ehe, von ihr geschieden. Auch mit ihr hatte er zwei Kinder und zwei Gedenksteine erinnern an Winnie und Nelson, deren politische Aktivit\u00e4ten der Hauptbestandteil ihrer Ehe waren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27746\" rel=\"attachment wp-att-27746\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27746\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1187_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1187_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1187_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nelson Mandela wurde im Rahmen seiner politischen Karriere \u00fcber 50 internationale Ehrendoktorw\u00fcrden verliehen. Au\u00dferdem erhielt er den Friedensnobelpreis sowie viele W\u00fcrdigungen aus aller Welt. Vieles war zu sehen, wenn auch etwas konfus arrangiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27747\" rel=\"attachment wp-att-27747\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27747\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1188_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1188_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1188_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen versuchte man auch darzustellen, wie die Mandelas hier gelebt haben, luxuri\u00f6s war das hier n\u00e4mlich nicht wirklich. Aber es war ein Heim und das war damals schon viel wert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27748\" rel=\"attachment wp-att-27748\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27748\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1189_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1189_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1189_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mandelas Lieblingssessel!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27749\" rel=\"attachment wp-att-27749\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27749\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1190_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Mandela eingesperrt war, lebte Winnie hier mit den Kindern alleine und wurde weiterhin von der Polizei drangsaliert. In der Mauer kann man noch einige Einschussl\u00f6cher sehen, denn es war nicht un\u00fcblich, dass die Polizei einfach nachts vorbei fuhr und auf das Haus schoss, um sie einzusch\u00fcchtern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27750\" rel=\"attachment wp-att-27750\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27750\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1191_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Spannend waren auch die wenigen Familienfotos, auf denen man Winnie und Nelson als Familie sehen konnte. Man reduziert ja solche Personen oft auf ihre politischen Aspekte, aber dahinter stand auch ein Familienvater mit Kindern und Hund, der sich auch um die Zukunft seiner Kinder sorgte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27751\" rel=\"attachment wp-att-27751\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27751\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1192_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Und mit dem Besuch dieses Hauses endete dann unsere Tour durch Johannesburg. \u00dcber die Autobahn ging es dann am Stadion der Orlando Pirates vorbei, wo ein Spiel stattfand und weswegen unglaublich viel Polizei unterwegs war, zum Hotel zur\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27752\" rel=\"attachment wp-att-27752\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27752\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1193_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1193_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1193_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27753\" rel=\"attachment wp-att-27753\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27753\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1194_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1194_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1194_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Was nehmen wir von der Tour mit? Johannesburg ist sehr, sehr facettenreich. Von super reich bis super arm kann man alles sehen, von neu erbauten H\u00e4usern bis zu verfallenen H\u00fctten ebenfalls. Die Schere zwischen den verschiedenen Gruppen geht enorm weit auseinander und sie wird immer breiter, auch wenn es doch einige Projekte gibt, die versuchen die Gr\u00e4ben zu \u00fcberbr\u00fccken, die die vielen Jahre der Apartheid und die Kolonialzeit davor erschaffen haben.<\/p>\n<p>Mit Petra haben wir eine echt gute F\u00fchrerin f\u00fcr Johannesburg bekommen, denn sie zeigte &#8222;ihr Johannesburg&#8220; und versuchte zu zeigen, warum sie diese Stadt so sch\u00f6n findet. Was, wie schon gesagt, auch beinhaltet die Probleme anzusprechen und zu zeigen. Wir fanden es einen interessanten aber auch anstrengenden und intensiven Tag und wir hoffen, dass wir vieles davon behalten haben. Und wir sind uns sicher, dass wir nicht einmal die H\u00e4lfte davon hier aufgeschrieben haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns endete der Abend dann \u00fcbrigens dann noch einmal mit Luxus, denn im Vorfeld hatten wir uns einen Tisch in einem sehr angesagten Restaurant in Sandton besorgt: Dem Marble.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27754\" rel=\"attachment wp-att-27754\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27754\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1195_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1195_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1195_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Marble ist ein Steakhaus, was sich selbst r\u00fchmt eines der besten Restaurants der Stadt zu sein. F\u00fcr uns war der erste Eindruck gleich komisch, wir wurden zwischen zwei gro\u00dfe Tische in einer Ecke weit weg von der Fensterfront gesetzt und die Bedienung war auch irgendwie sehr kurz angebunden und lachte kein St\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27755\" rel=\"attachment wp-att-27755\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27755\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1196_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1196_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1196_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neben uns wurde dann an einen der gro\u00dfen Tische auch noch eine Gruppe gesetzt, wo eine der Frauen mit einer derartig durchdringenden Stimme (so im Sinne von Fran Drescher aus &#8222;Die Nanny&#8220;) in einem Zug durch quatschte. Und das mit derartigem Bl\u00f6dsinn, dass man einfach nicht wegh\u00f6ren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wir bestellten was Wasser und mit einiger Verz\u00f6gerung, weil die Bedienung einfach nicht mehr kam, ein Wein und unser Essen. Als Vorspeise w\u00e4hlten wir Kudu-Tataki mit Trauben und Aubergine. Und Gr\u00fcnkohl, warum denn auch nicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27756\" rel=\"attachment wp-att-27756\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27756\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1197_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1197_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1197_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>War nicht ganz das, was Jens erwartet h\u00e4tte, das Fleisch war zu kalt, die Aubergine sehr von Sojasau\u00dfe vollgesogen, der Kohl war v\u00f6llig trocken und fast schon als staubig zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Meike gewann quasi das Vorspeisen-Duell mit ihrer Wahl von Tartar auf einem Tortilla mit K\u00e4se und Gem\u00fcse. Sehr w\u00fcrzig, sehr lecker und auch sehr viel, sodass Jens sogar zweimal was abbei\u00dfen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27757\" rel=\"attachment wp-att-27757\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27757\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1198_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1198_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1198_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr den Hauptgang hatten wir die Fleischplatte gew\u00e4hlt, weil sie angeblich &#8222;ein Showcase der verschiedenen Fleischsorten des Restaurants&#8220; darstellen sollte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27758\" rel=\"attachment wp-att-27758\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27758\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1199_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1199_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1199_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es war viel, vor allem viele Beilagen, und dar\u00fcber hinaus ehrlich gesagt entt\u00e4uschend. Beide Rindfleischst\u00fccke waren mit einer Sehne durchzogen, ein St\u00fcck war auch eher medium-done. Die Saucen waren sehr fettig, ausgenommen eine sehr gute Piri-Piri-Sauce. Und das Lamm war wirklich sehr z\u00e4h.<\/p>\n<p>Das ganze Ambiente war eher entt\u00e4uschend und gerade durch den gestrigen Abend fanden wir es auch v\u00f6llig \u00fcberteuert. Uns schien es so, als ob dies ein Laden ist, in den man geht um gesehen zu werden. Oder um zu zeigen &#8222;Hey, ich habe es geschafft, ich kann mir so ein Essen leisten!&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=27759\" rel=\"attachment wp-att-27759\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-27759\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1200_2025Suedafrika.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1200_2025Suedafrika.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1200_2025Suedafrika-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Essen war schon ok, aber f\u00fcr den Preis von knappen 60 Euro waren wir doch recht entt\u00e4uscht. Die Weine waren auch eher europ\u00e4isch von den Preisen her, da haben wir in den letzten knapp 3 Wochen doch g\u00fcnstiger getrunken. Auch in Restaurants.<\/p>\n<p>Im Nachhinein war es aber doch passend, denn den ganzen Tag haben wir uns auch immer wieder mit Petra dar\u00fcber unterhalten, wie weit doch die verschiedenen Lebens-Realit\u00e4ten noch auseinander sind, selbst in einer Stadt wie Johannesburg. Zugegeben eine sehr gro\u00dfe Stadt, aber dennoch: Alleine bei so etwas profanem wie einem Steakhaus zeigt sich, dass es noch riesige Unterschiede gibt. Und auch vieles mehr Schein als Sein ist.<\/p>\n<p>Apropos Realit\u00e4t, die holte uns aus dem Luxus des Marble Restaurants wieder zur\u00fcck, als der Uberfahrer auf dem R\u00fcckweg meinte &#8222;Ist das ok, wenn ich einen Umweg fahre? Das kostet mehr, aber ich w\u00fcrde eigentlich gerne nicht durch diese Stadtteile bei Nacht fahren &#8230;&#8220;.<\/p>\n<p>Selten eine Stadt mit so vielen Aspekten, Gesichtern und auch Unterschieden gesehen. Da werden wir eine Weile daran zu knabbern haben, denn heute war ein Tag mit sehr, sehr vielen Eindr\u00fccken die wir erst einmal verarbeiten m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun war er also da, der letzte Tag in S\u00fcdafrika. Und den wollten wir in Johannesburg verbringen. 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