{"id":31235,"date":"2026-08-06T17:06:26","date_gmt":"2026-08-06T15:06:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?p=31235"},"modified":"2026-08-17T23:01:37","modified_gmt":"2026-08-17T21:01:37","slug":"riga-kennenlernen-und-eine-alternative-free-walking-tour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?p=31235","title":{"rendered":"Riga kennenlernen und eine alternative Free Walking Tour"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer sehr angenehmen Nacht (auch aufgrund der Klimaanlage, welche wir ja nicht in K\u00f6ln haben und deswegen unter den 36 Grad Temperaturen sowie der tropischen N\u00e4chten der letzte Woche gelitten haben) klingelte der Wecker zu einer sehr moderaten Uhrzeit. Um 12 Uhr hatten wir bei <a href=\"https:\/\/www.rigafreetours.com\/\">Riga Free Tour<\/a> deren &#8222;Alternative Tour&#8220; gebucht. Die Altstadt wollten wir uns aufbewahren wenn Jan da ist.<\/p>\n<p>Unser Hotel hatten wir, wie immer bei solchen Kurztrips, ohne Fr\u00fchst\u00fcck gebucht. Die 36 Euro pro Tag k\u00f6nnen wir uns sparen und investieren diese lieber in einem Supermarkt oder einem Kaffee. Heute brachten wir unser Geld zu Vilhelms Kuze, einem kleinen Cafe direkt neben unserem Hotel, das nach dem verstorbenen Schokoladenproduzent Wilhelm Kuze benannt ist.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n sozialistisch eingerichtet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31237\" rel=\"attachment wp-att-31237\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31237\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/026_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Und ein kr\u00e4ftigendes Fr\u00fchst\u00fcck mit gutem Kaffee und einem Schinken-K\u00e4se Toast bei Meike sowie einem Barguette mit &#8211; ich zitiere &#8211; viel lettischem K\u00e4se.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31238\" rel=\"attachment wp-att-31238\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31238\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/027_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/027_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/027_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>War aber lecker.<\/p>\n<p>Da noch etwas Zeit war, spazierten wir einen Teil des Tracks von &#8222;GPS my City&#8220; ab, die wir ja hier aufgrund der Free Tours nicht brauchen w\u00fcrden. Was gleich mal auffiel ist: Einige Stra\u00dfen waren echt sch\u00f6n saniert, andere wiederum nicht. In der Mehrzahl war aber alles sehr aufger\u00e4umt und relativ renoviert. Wie es sich f\u00fcr ein UNESCO Weltkulturerbe eben geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Und die erste Craft Beer Bar wurde auch gleich gesichtet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31239\" rel=\"attachment wp-att-31239\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31239\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/028_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>In einer kleinen Runde ging es am Schwedentor vorbei in die Innenstadt. Viel war nicht los, es war aber halt auch Donnerstag Vormittag.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31240\" rel=\"attachment wp-att-31240\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31240\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/029_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Riga ist die Hauptstadt Lettlands und mit rund 590.000 Einwohnern nat\u00fcrlich die gr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes. Der Gro\u00dfraum Riga hat etwa 850.000 bis eine Million Einwohner, je nachdem, wen man fragt. Riga ist auch das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes und als alte Hansestadt ber\u00fchmt f\u00fcr ihre Jugendstilbauten sowie f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige Anlage und nat\u00fcrlich die gut erhaltene Innenstadt bzw. Altstadt.<\/p>\n<p>Die Altstadt Rigas liegt am rechten Ufer des Unterlaufs der D\u00fcna (lettisch Daugava), die hier auch nach den Flussregulierungen der Neuzeit noch 500 m breit ist. Die n\u00f6rdlichen Vorstadtbezirke liegen bereits an der Rigaer Bucht.<\/p>\n<p>Die Stadt selber existiert seit 1225 und hat eine \u00e4u\u00dferst wechselhafte Geschichte, die wir auf unseren insgesamt zwei Touren noch eindr\u00fccklicher erz\u00e4hlt bekommen w\u00fcrden. Nur so viel: H\u00e4ndler, Hanse, Deutsche, Finnen, Schweden, Russen, Nazis, diverse Religionen, Sowjetunion, Unabh\u00e4ngigkeit, Europ\u00e4ische Union.<\/p>\n<p>Schon vor der Tour sahen wir eines der Geb\u00e4ude, was in Touren wohl immer gezeigt bzw. erz\u00e4hlt wird: Das Katzenhaus. Leider momentan voll einger\u00fcstet, aber immerhin kann man die namensgebenden Katzen noch sehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31241\" rel=\"attachment wp-att-31241\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31241\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/030_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/030_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/030_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die den meisten Einwohnern Rigas bekannte und auch Touristen erz\u00e4hlte Legende gibt es in mindestens zwei Versionen. Einer Version zufolge &#8211; und diese wurde auch uns erz\u00e4hlt &#8211; wurde dem reichen H\u00e4ndler, der das Geb\u00e4ude in Auftrag gegeben hatte, die Mitgliedschaft in der Rigaer H\u00e4ndlergilde, meist nur Gro\u00dfe Gilde genannt, verweigert. Aus Groll lies der H\u00e4ndler zwei Katzen mit gekr\u00fcmmtem R\u00fccken und aufgestellten Schw\u00e4nzen auf den D\u00e4chern der T\u00fcrme aufstellen und so platzieren, dass der &#8230; \u00e4hh &#8230; &#8222;Hinterausgang&#8220; der Katzen in Richtung des Gildenhauses zeigte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31242\" rel=\"attachment wp-att-31242\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31242\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/031_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/031_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/031_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachdem der H\u00e4ndler dann sp\u00e4ter in die Gilde aufgenommen wurde, lies er die Katzen umdrehen.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ne Legende und ein Beispiele, wie wir noch an vielen Stellen in Riga die Geschichte hinter der (meist sch\u00f6nen) Fassade zu h\u00f6ren bekommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31243\" rel=\"attachment wp-att-31243\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31243\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/032_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/032_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/032_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schnapps machen die hier auch, zwei Probeflaschen hatten wir ja auf dem Hotelzimmer und daher bestand kein Bedarf an Nachschub.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31244\" rel=\"attachment wp-att-31244\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31244\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/033_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Treffpunkt der Touren ist immer die Kirche St. Peter in der Innenstadt, eine 1209 erstmals erw\u00e4hnte Kirche, die fr\u00fcher die Pfarrkirche Rigas und bis 1939 die Hauptkirche der deutschen lutherischen Gemeinde war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31245\" rel=\"attachment wp-att-31245\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31245\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/034_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/034_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/034_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>An der R\u00fcckseite der Kirche war allerdings noch was interessantes, was gerade wir Deutsche fast alle kennen: Die &#8222;Br\u0113menes pils\u0113tas muzikanti&#8220; &#8211; die Bremer Stadtmusikanten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31246\" rel=\"attachment wp-att-31246\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31246\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/035_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Die Skulptur wurde 1990 als Geschenk der Stadt Bremen an die Partnerstadt Riga \u00fcbergeben und aufgestellt. Sie ist eine von Christa Baumg\u00e4rtel geschaffene Interpretation einer 1953 von Gerhard Marcks hergestellten und vor dem Bremer Rathaus stehenden Skulptur.<\/p>\n<p>Die Skulptur stellt die Figuren des M\u00e4rchens der Bremer Stadtmusikanten einen Esel, einen Hund, eine Katze und einen Hahn dar, die jeweils aufeinander stehen. Anders als beim Bremer Denkmal ist die Tierformation zwischen zwei massiven Metallb\u00e4ndern angeordnet. Die L\u00fccke, durch die die Tiere schauen, stellt den sich \u00fcberraschend ge\u00f6ffneten Eisernen Vorhang dar. Die Mimik und Haltung der Tiere zeigt, anders als beim Bremer Vorbild, die mit der \u00d6ffnung des Vorhangs und der sich damit bietenden neuen Freiheit einhergehende \u00dcberraschung und Emotionen.<\/p>\n<p>Und auch sie ist Teil jeder, wirklich jeder Stadtf\u00fchrung weswegen man hier nie alleine war. In unserem Fall war eine gro\u00dfe Reisegruppe Japaner da, die, sehr stereotypisch, gesch\u00e4tzt eine Million Fotos machten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31247\" rel=\"attachment wp-att-31247\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31247\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/036_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/036_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/036_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit einem freundlichen &#8222;Summimasen!&#8220; dr\u00e4ngelte sich der Haupt-Esel unserer Herde dazwischen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31248\" rel=\"attachment wp-att-31248\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31248\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/037_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Jetzt war es Zeit f\u00fcr die Tour, also machten wir uns durch die kleinen Gassen auf zum Portal der Kirche.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31249\" rel=\"attachment wp-att-31249\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31249\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/038_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Wo wir gleich mal Zeugen einer Hochzeit waren. Die sowas von durch-choreografiert war &#8230; inklusive BMW und vorgeplanten Posen, Blickrichtungen und Kombinationen aus Braut, Br\u00e4utigam und Trauzeugen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31250\" rel=\"attachment wp-att-31250\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31250\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/039_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr die n\u00e4chste Hochzeit stand schon das n\u00e4chste Auto bereit &#8211; scheint eine richtige Industrie hier zu sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31251\" rel=\"attachment wp-att-31251\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31251\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/040_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/040_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/040_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann war aber Zeit f\u00fcr unsere Tour. Unser Guide Harijs stellte sich vor, organisierte noch eine andere Gruppe bei der der Guide etwas zu sp\u00e4t kam und begann unsere &#8222;Alternative Riga Tour&#8220;, eine Tour die explizit nicht durch die Altstadt gehen sollte, sondern die eher touristisch unbekannten Stadtteile \u00f6stlich der Altstadt zeigen soll.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31252\" rel=\"attachment wp-att-31252\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31252\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/041_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Harijs war ein super Guide und beeindruckender Geschichtenerz\u00e4hler. Neben vielen, vielen Fakten wob er Geschichten aus seiner Vergangenheit mit ein und schaffte so eine echt sch\u00f6ne Atmosph\u00e4re f\u00fcr unseren ersten Einblick in Lettland allgemein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31253\" rel=\"attachment wp-att-31253\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31253\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/042_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Am momentan in der Renovierung befindlichen Bahnhof und dem typisch ost-europ\u00e4ischen Stra\u00dfenbahn-Wirr-Warr vorbei ging es aus der Altstadt hinaus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31254\" rel=\"attachment wp-att-31254\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31254\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/043_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/043_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/043_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erster richtiger Halt war der Zentralmarkt von Riga, der gr\u00f6\u00dfte Lebensmittel\u00admarkt Lettlands und in den 1930er Jahren der gr\u00f6\u00dfte und modernste Markt Europas.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31255\" rel=\"attachment wp-att-31255\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31255\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/044_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/044_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/044_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schon fr\u00fcher befanden sich hier Marktgeb\u00e4ude und extra daf\u00fcr wurde auch schon 1910 eine extra Bahnverbindung hierhin geschaffen.<\/p>\n<p>Nach dem Ersten Weltkrieg sollten sich dann die hygienischen Bedingungen auf dem Lebensmittelmarkt tiefgreifend verbessert werden, auch weil das Gel\u00e4nde starke Besch\u00e4digungen erlitten hatte. 1922 wurde dann beschlossen einen Zentralmarkt zu errichten. Und um nicht von Grund auf alles neu bauen zu m\u00fcssen, entstand die Idee f\u00fcr die Markthallen die beiden Luftschiffhallen aus dem von den Deutschen erbauten Luftschiffhafen Wainoden in Kurland zu verwenden. 1924 begannen dann die Bauarbeiten und am 2. November 1930 konnte der Lebensmittelmarkt dann den Betrieb aufnehmen.<\/p>\n<p>Heute besch\u00e4ftigt der Zentralmarkt 253 Angestellte und bietet eine Gesamtfl\u00e4che von 72.300 m\u00b2. 1997 wurde das Marktareal gemeinsam mit der Rigaer Altstadt in die UNESCO Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.<\/p>\n<p>Harijs ging mit uns zuerst \u00fcber das Au\u00dfengel\u00e4nde wo wir viele Beeren und Waldfr\u00fcchte sehen konnten. Und Hunger bekamen &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31256\" rel=\"attachment wp-att-31256\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31256\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/045_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/045_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/045_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine Besonderheit: Es gibt den &#8222;Jedermann Markt&#8220;, zu erkennen an den nicht \u00fcberdachten Tischen. Hier kann jeder seine privat angebauten Dinge anbieten und verkaufen, solange es nicht gewerbsm\u00e4\u00dfig ist. Gerade viele Rentner bessern sich so ihre Rente auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31257\" rel=\"attachment wp-att-31257\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31257\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/046_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/046_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/046_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In den Markthallen ging es dann kurz durch die K\u00e4se- und Wursthalle, wie Harijs es nannte. Dabei zeigte er uns seine &#8222;K\u00e4se-Frau&#8220; und, wenn erstere nicht da ist, seine &#8222;Ersatz-K\u00e4se-Frau&#8220;. Er meinte dazu: &#8222;Nein, die kennen sich nicht. Es ist kompliziert &#8230;&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31258\" rel=\"attachment wp-att-31258\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31258\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/047_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>An guten Tagen kommen hier \u00fcber 100.000 Menschen hin und nur die wenigsten sind Touristen. Der Zentralmarkt ist f\u00fcr die Bewohner Rigas so allt\u00e4glich wie die Stra\u00dfenbahn, \u00fcber 2\/3 der Einwohner geht hier regelm\u00e4\u00dfig einkaufen und nicht in irgendwelche Superm\u00e4rkte. Irgendwie sch\u00f6n &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31259\" rel=\"attachment wp-att-31259\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31259\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/048_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/048_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/048_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weiter ging es in Richtung eines gro\u00dfen Geb\u00e4udes nahe des Marktes.<\/p>\n<p>Das Hochhaus der Akademie der Wissenschaften ist ein zwischen 1952 und 1958 im Baustil des Sozialistischen Klassizismus errichtetes, 108 Meter hohes Hochhaus in Riga. Die Sowjetunion lies solche Bauten ja in vielen der &#8222;befreiten&#8220; L\u00e4nder errichten, in Warschau hatten wir den dortigen Bau ja direkt vor unserem Hotel. Vorbild in der Gestaltung waren die Moskauer Hochhausbauten, welche als die Sieben Schwestern bezeichnet werden. Beim Bau wurden erstmals in der Sowjetunion Betonfertigteile verwendet, die mit Kunst- und Naturstein verkleidet wurden. Urspr\u00fcnglich war das Geb\u00e4ude als &#8222;Haus der Kolchosen&#8220; vorgesehen und sollte unter anderem den Kolchosbauern, die vom Lande in die Stadt kamen, als Hotel dienen. Doch weil das eben eine der vielen schlechten Ideen in der Sowjetunion war, wurde es der Lettischen Akademie der Wissenschaften \u00fcbergeben und 1960 eingeweiht.<\/p>\n<p>Im Volksmund nennt man das Hochhaus auch &#8222;Stalins Geburtstagskuchen&#8220;. Eine Aussichtsplatform soll einen sch\u00f6nen Blick auf die Stadt bieten und au\u00dferdem die einzigen noch sichtbaren Symbole von Hammer und Sichel bieten, die an diesem Geb\u00e4ude als einzigem nicht entfernt wurden. Hammer und Sichel sind in Lettland genauso verboten wie Nazi-Symbole. Und allgemein sind die Letten gegen\u00fcber den sozialistischen Symbolen sogar etwas kritischer eingestellt als gegen\u00fcber den der Nazis. Begr\u00fcndet wurde dies damit, weil die sowjetische Besatzung, die es ja effekt war, noch frischer in der Erinnerung ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31260\" rel=\"attachment wp-att-31260\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31260\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/049_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Die Lutheranische Kirche Rigas war der n\u00e4chste Halt. Insofern besonders, als das sie komplett aus Holz gebaut wurde und, wie Harijs meinte &#8222;wenn man nicht nach Japan reisen m\u00f6chte, vermutlich das gr\u00f6\u00dfte Holzgeb\u00e4ude, was ihr jemals zu Gesicht bekommen werdet!&#8220;. Wir haben dann man nix gesagt, Gr\u00fc\u00dfe an den Buddha in Nara!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31261\" rel=\"attachment wp-att-31261\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31261\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/050_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Die Gegend war fr\u00fcher etwas rauer, in Harijs Jugend musste man schon etwas Mut haben hier Abends auszugehen. Wobei die Gefahr auch dazu gef\u00fchrt hat, dass hier die besten Partys stattgefunden haben m\u00fcssen. Heute ist das Viertel gentrifiziert und bietet der Mittelschicht der Hauptstadt ein zentrumsnahes Wohngebiet.<\/p>\n<p>Direkt neben der Kirche steht eine der wenigen Botschaften, die nicht in der Altstadt zu finden sind und zwar die von Belarus. Einem der zwei momentan sehr problematischen Nachbarn Lettlands. Oder wie es Harijs meinte &#8222;Gut, dass die hier sind, hier ist mehr Platz als in der Altstadt zum Protestieren &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Es folgte ein kurzer Abstecher in die dunkle Vergangenheit der Besetzung Lettlands durch die Nazis: Dem Standort der ehemaligen Synagoge Rigas.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31262\" rel=\"attachment wp-att-31262\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31262\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/051_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/051_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/051_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Gro\u00dfe Choral-Synagoge wurde 1870\/71 nach einem Entwurf des Architekten Paul Hardenack errichtet.<br \/>\nNach dem \u00dcberfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 kam bis zum 8. Juli 1941 das gesamte Gebiet des zu diesem Zeitpunkt sowjetisch okkupierten Lettlands in den Machtbereich des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. Am 4. Juli 1941, nur drei Tage nach der Einnahme Rigas durch die Wehrmacht, wurden etwa 300 zuf\u00e4llig anwesende Juden in das Geb\u00e4ude gedr\u00e4ngt und die H\u00e4user rund um die Synagoge von der Feuerwehr mit Wasser bespritzt. Und dann wurde die Synagoge in Brand gesetzt, bewaffnete SS-Soldaten erschossen jeden und jede, die sich vor den Flammen retten wollte. Ein barbarischer Beginn der Besatzung Lettlands, der erst mit der &#8222;Befreiung&#8220; durch die Sowjetunion einem anderen Schrecken Platz machen sollte.<\/p>\n<p>Da die Russen ja vor den Nazis hier waren, gibt es die makabere Geschichte, dass unter den Juden diejenigen, die von den Russen nach Sibirien ins Gulag geschickt wurden, die &#8222;Gl\u00fccklichen&#8220; waren. Denn die \u00dcberlebenschance in Sibirien war h\u00f6her als die bei den Nazis.<\/p>\n<p>Die Ortskommandanturen der Wehrmacht richteten noch im Sp\u00e4tsommer 1941 zwei Ghettos ein: in der Hauptstadt Riga mit 30.000 und in D\u00fcnaburg (Daugavpils) mit 14.000 j\u00fcdischen H\u00e4ftlingen. In zwei gro\u00dfen Massenerschie\u00dfungen Ende 1941 im Wald von Rumbula bei Riga ermordeten deutsche und lettische Sondereinheiten 25.500 Juden aus dem dortigen Ghetto. Das leerger\u00e4umte \u00bbGro\u00dfe Ghetto\u00ab in Riga war ab Dezember 1941 Ziel von Deportationsz\u00fcgen mit 25.000 deutschen, \u00f6sterreichischen und tschechischen Juden. Anfang 1942 fanden erneut Massenerschie\u00dfungen im Wald von Bikernieki bei Riga statt, denen Tausende Juden zum Opfer fielen. Bis Kriegsende kamen 95 Prozent der j\u00fcdischen Vorkriegsbev\u00f6lkerung Lettlands und etwa 120.000 nichtj\u00fcdische Zivilisten gewaltsam zu Tode.<\/p>\n<p>Naja und dann kamen die Russen und es wurde anders Schlimm &#8230;<\/p>\n<p>Erst seit der Wiederherstellung der Unabh\u00e4ngigkeit Lettlands ist das Land und seine Bewohner wieder frei und versuchen auch hier an die Geschichte m\u00f6glichst ohne den moralischen Zeigefinger zu erinnern. Hier wird dies durch dieses Memorial getan, wo nicht die Namen der Verstorbenen eingraviert sind, sondern die Namen derjenigen, die den Juden nachweislich geholfen haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31263\" rel=\"attachment wp-att-31263\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31263\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/052_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/052_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/052_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Herr dessen Abbild auf dem Denkmal prangt ist Janis Lipke, ein Schauermann im Rigaer Hafen. Nachdem er im Juli 1941 Zeuge von Diskriminierungen gegen lettische Juden durch die Nationalsozialisten geworden war, entschloss er sich, als Lagerarbeiter f\u00fcr die damalige Luftwaffe t\u00e4tig zu werden, um unter dem Deckmantel dieser Funktion Juden aus dem Rigaer Ghetto zu schmuggeln und zu verstecken. Dazu fuhr er mit seinem LKW morgens 10 Juden aus dem Ghetto zur Arbeit und tauschte auf dem R\u00fcckweg einen der Juden durch einen Freund aus und versteckte den Juden im Keller seines Hauses. Der Freund konnte dann, weil er einen lettischen Pass hatte, an einem andern Tor das Ghetto unversehrt verlassen. Auf diese Weise bewahrte er bis zum Einmarsch der Roten Armee im Oktober 1944 etwa 56 Juden vor Ermordung durch die Nazis. In Lipkes Rettungsaktion waren neben seiner Frau Johanna und seinen beiden S\u00f6hnen rund 25 Helfer involviert.<\/p>\n<p>Als er 1987 starb, wurde sein Begr\u00e4bnis von der j\u00fcdischen Gemeinschaft Rigas organisiert. Schon 1977 wurde er vom Staat Israel als &#8222;Gerechter unter den V\u00f6lkern&#8220; geehrt. Wer wei\u00df, wie die Geschichte ausgegangen w\u00e4re, wenn nicht nur die 270 hier genannten Menschen geholfen h\u00e4tten &#8230;<\/p>\n<p>Nach dieser kurzen bedr\u00fcckenden Passage ging es zur\u00fcck in Richtung Innenstadt. Neben den Stra\u00dfenbahnen gibt es hier nat\u00fcrlich auch O-Busse.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31264\" rel=\"attachment wp-att-31264\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31264\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/053_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/053_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/053_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Gruppe ging hier relativ schnell vorbei, aber nicht mit Jens: Der Hauptbahnhof von Riga, gerade im vollen Umbau f\u00fcr das Projekt &#8222;Rail Baltica&#8220;!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31265\" rel=\"attachment wp-att-31265\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31265\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/054_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/054_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/054_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Rail Baltica ist eine im Bau befindliche Hochgeschwindigkeits- Eisenbahnverbindung, die von Tallinn \u00fcber Riga und Kaunas nach Warschau f\u00fchren und das Baltikum an das europ\u00e4ische Bahnnetz mit Normalspur anbinden soll. Ein Anschluss nach Helsinki besteht durch F\u00e4hren, wobei zumindest langfristig ein Tunnel angedacht ist. Daran beteiligt sind die EU-Mitgliedsl\u00e4nder Polen, Litauen, Lettland, Estland und Finnland. Rail Baltica ist das priorit\u00e4re Projekt der Transeurop\u00e4ischen Netze, seine Er\u00f6ffnung in Teilen ist f\u00fcr 2028 angesetzt, die vollst\u00e4ndige Inbetriebnahme soll 2030 erfolgen.<\/p>\n<p>Schon heute kann man, wenn auch etwas umst\u00e4ndlich, mit dem Zug von Warschau \u00fcber Vilnius und Riga bis nach Tallinn fahren. Ein Plan, den wir \u00fcbrigens auch schon einmal hatten &#8230; einmal rund um die Ostsee mit Zug und F\u00e4hre.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31266\" rel=\"attachment wp-att-31266\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31266\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/055_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Hier am Bahnhof gab es dann einen kurzen Boxenstopp, da hier Toiletten zu finden waren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31267\" rel=\"attachment wp-att-31267\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31267\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/056_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/056_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/056_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr gro\u00dfe Teile der Gruppe war das, da das Wetter eher dr\u00fcckend war, eine gern genommen M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen Eiskaffee. Hier unterhielten wir uns \u00fcbrigens sehr nett mit einem Gast aus UK, der aktuell auf Malta lebt, und einem D\u00e4nen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31268\" rel=\"attachment wp-att-31268\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31268\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/057_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/057_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/057_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Immer wieder interessant, wen man in solchen Gruppen trifft. Italiener aus Mailand, ein paar spanische Damen und so weiter &#8211; diese Free Tours sind wirklich eine sch\u00f6ne Sache. Zumindest hatten wir noch kein negatives Beispiel.<\/p>\n<p>Im nahen Park stehen mehrere Skulpturen lettischer Ber\u00fchmtheiten. Eingeleitet wurde dieser Teil von Harijs mit der gemeinen Frage &#8222;Welchen ber\u00fchmten Letten kennt ihr denn?&#8220;. Niemand hatte sofort eine Antwort au\u00dfer ein paar Sportlern oder &#8230;<\/p>\n<p>Die Person, von der er uns dann erz\u00e4hlte war Krisjanis Barons.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31269\" rel=\"attachment wp-att-31269\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31269\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/058_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/058_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/058_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kri\u0161j\u0101nis Barons (1835\u20131923) war ein lettischer Folklorist, Schriftsteller und Herausgeber und gilt als der &#8222;Vater der Dainas&#8220; (Dainu t\u0113vs), der lettischen Volkslieder. Die Letten sind, wie wir auch sp\u00e4ter noch \u00f6fters h\u00f6ren sollten, ein Volk der S\u00e4nger. F\u00fcr jede Lebenslage und -situation gibt es mindestens ein Lied, ein Text oder ein St\u00fcck.<\/p>\n<p>Bereits 1878 begann Barons, lettische Volkslieder zu sammeln und zu systematisieren. Er archivierte die Zettel, auf denen er je eine Daina notierte, in einem von ihm selbst f\u00fcr diesen Zweck entworfenen und von einem deutschen Schreiner in Moskau gefertigten Schrank. Dieser &#8222;Daina-Schrank&#8220; gilt den Letten bis heute als eine Art Nationalheiligtum; 2001 nahm ihn die UNESCO in die Liste des Weltdokumentenerbes auf. 1894 erschien in Jelgava der erste Band dieser gesammelten Lieder. Bis 1915 erschienen sechs B\u00e4nde (in acht Teilb\u00e4nden) mit insgesamt 217.996 Dainas, davon rund 36.000 &#8222;Stammlieder&#8220; nebst rund 182.000 Varianten.<\/p>\n<p>Und dann erz\u00e4hlte uns unser Guide vom Liedergest, einem alle 5 Jahre stattfindenden Fest in Lettland, bei dem knapp 30.000 S\u00e4nger teilnehmen.<\/p>\n<p>Bereits Jahre vor der Hauptveranstaltung wird das Repertoire vorbereitet und gepr\u00fcft. Durch viele Wettbewerbe m\u00fcssen sich die Ch\u00f6re f\u00fcr das Liederfest qualifizieren; Hauptziel ist es, an der Abschlussveranstaltung auf der Freilichtb\u00fchne im Rigaer Bezirk Me\u017eaparks. Der Schwerpunkt der Veranstaltungen liegt bei den Ch\u00f6ren und Tanzgruppen, es nehmen aber auch Kapellen f\u00fcr Blasmusik, Folkloregruppen, Volksmusiker, Bildende K\u00fcnstler, Amateur-Theater usw. teil &#8211; insgesamt sind es \u00fcber 45.000 Teilnehmer.<\/p>\n<p>Harijs zeigte uns den Abschluss ein Video vom Grand Finale des Song Festivals, den genauen Link haben wir uns nicht gemerkt. Aber eine schnelle Suche nach &#8222;Latvian folksong festival choir massive 2023&#8220; zeigt die beeindruckenden Bilder dieser Veranstaltung und wie viel es den Letten bedeutet.<\/p>\n<p>Seit dem 1. Juli 2005 ist der Schutz, die Weiterentwicklung und die Weitergabe der Liederfesttradition an k\u00fcnftige Generationen in einem eigenen Gesetz festgeschrieben. 2003 wurden die baltischen Liederfeste von der UNESCO als Meisterwerk des m\u00fcndlichen und immateriellen Erbes der Menschheit anerkannt und 2008 in die Repr\u00e4sentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.<\/p>\n<p>Wie schon bei der Anreise geschrieben: Ein echt faszinierendes Land.<\/p>\n<p>Etwas profaner: Ein entfernter Verwandter vom &#8222;Mower on the Mound&#8220; in Edinburgh fanden wir auch gleich nebenan.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31270\" rel=\"attachment wp-att-31270\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31270\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/059_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/059_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/059_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Durch den \u00fcberraschend einsetzenden Regen ging es etwas hastiger zum letzten bekannten Letten. Jens ehemaliger Kollege Peter, begeisterter Schachspieler, antwortete \u00fcbrigens auf die Frage &#8222;Kennst Du den?&#8220; mit einer \u00e4u\u00dferst langen Antwort.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31271\" rel=\"attachment wp-att-31271\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31271\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/060_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Michail Nechemjewitsch Tal (lettisch Mihails Tals, da die Letten m\u00e4nnlichr Namen in ihre Sprache \u00fcbernehmen, indem sie ein &#8222;s&#8220; anh\u00e4ngen!) wurde 1936 in Riga geboren und starb in einem Krankenhaus in Moskau in 1992. Von 1960 bis 1961 war Tals der achte Schachweltmeister, einen Titel den er im Alter von 23 Jahren erringen konnte, der bis dato j\u00fcngste Spieler mit diesem Titel. Auch als &#8222;Zauberer von Riga&#8220; bezeichnet machte sich durch seinen taktisch gepr\u00e4gten und risikoreichen Spielstil einen Namen. Zeit seines Lebens machte ihm seine Gesundheit zu schaffen. Obwohl er schwer nierenkrank war, rauchte er viel und trank exzessiv, was der Grund seiner zahlreichen Leistungsschwankungen war.<\/p>\n<p>Trotz seines riskanten und unbest\u00e4ndigen Spiels hatte er auch nach dem Verlust des Weltmeistertitels gro\u00dfe Turniererfolge zu verbuchen: So gewann er insgesamt sechsmal die sowjetische Meisterschaft. Er blieb zwischen Oktober 1973 und Oktober 1974 in 95 aufeinanderfolgenden Partien ungeschlagen, was bis heute eine der l\u00e4ngsten Serien im Spitzenschach darstellt. Dabei entwickelte Tal im sp\u00e4teren Verlauf seiner Karriere seine Spielweise in Richtung eines universelleren, solideren Stils weiter.<\/p>\n<p>Nach Anekdoten opferte er gegen schw\u00e4chere Gegner auch mal gerne seine Dame, um die Partie etwas interessanter zu gestalten. Und wenn er genervt war, nahm er eroberte Figure in seine verkr\u00fcppelte Hand und zeigte sie dem Gegner, um ihn so aus dem Konzept zu bringen. Er war als Kettenraucher auch daf\u00fcr bekannt, dass er Turnier mit Rauchverbot absagte. Und er hat als einiger der wenigen Menschen eine positive Bilanz gegen Bobby Fischer.<\/p>\n<p>Letzter Programmpunkt und das Ende dieser wirklich coolen Tour war das Freiheitsdenkmal.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31272\" rel=\"attachment wp-att-31272\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31272\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/061_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>1910, zum 200. Jubil\u00e4um des Unterwerfungsvertrages zwischen der Stadt Riga und die Livl\u00e4ndische Ritterschaft 1710, welche Peter den Gro\u00dfen als neuen Herrscher anerkannt hatten, wurde an dieser Stelle ein Reiterstandbild dieses Zaren errichtet. Doch schon 1915, als im Ersten Weltkrieg die deutschen Truppen auf Riga vorr\u00fcckten, wurde es wieder abgebaut, um es per Schiff nach Petrograd in Sicherheit zu bringen. Dort kam das Reiterstandbild nie an, da das Schiff von der Kaiserlichen Marine versenkt wurde.<\/p>\n<p>An der Stelle des einstigen Zar-Peter-Denkmals, des Symbols der russischen Herrschaft \u00fcber die Letten, errichtete die junge Republik Lettland von 1931 bis 1935 ihr Freiheitsdenkmal. Es ist den Soldaten gewidmet, die im Lettischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg gefallenen sind. Enth\u00fcllt wurde es am 18. November 1935, dem Jahrestag der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung und durch Spenden aus der lettischen Bev\u00f6likerung finanziert. Es basiert auf dem Entwurf &#8222;Leuchte wie ein Stern&#8220; des damals sehr angesehenen Bildhauers K\u0101rlis Z\u0101le und wurde nach dessen genauen Vorgaben von dem Architekten Ernests \u0160t\u0101lbergs realisiert.<\/p>\n<p>Das Denkmal blieb auch w\u00e4hrend der deutschen und sp\u00e4ter der sowjetischen Besatzung Lettlands unber\u00fchrt. Eine Geschichte ist, dass nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das Denkmal gesprengt werden sollte, die in Riga geborene Bildhauerin Vera Muchina, eine Sch\u00fclerin von Z\u0101le, sich aber f\u00fcr den Erhalt des Denkmals eingesetzt haben soll, indem sie in Moskau, als sie einen Orden verliehen bekam, meinte &#8222;Und mein Lehrer Zale meinte, wie sehr Stalin diese Status gefallen hat &#8230;&#8220; &#8211; also nix mehr mit Sprengung. Eine andere Anekdote berichtet, dass, als das Denkmal bauf\u00e4llig wurde und abgetragen werden sollte, der Rigaer B\u00fcrgermeister die Stra\u00dfe um das Freiheitsdenkmal kurzerhand als Fu\u00dfg\u00e4ngerzone auswies (angeblich, um Gefahren f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr zu vermeiden) und somit das Monument rettete.<\/p>\n<p>Und so endete die Tour, wir verabschiedeten uns von allen und gaben Harijs einen angemessenen Betrag f\u00fcr diese Tour. Diese Free Tours sind n\u00e4mlich kostenlos und man zahlt so viel, wie einem die Tour eben wert ist. Um keinen sozialen Druck aufzubauen, ging eine Art &#8222;Kingelbeutel&#8220; herum und man konnte reinstecken, was man f\u00fcr Richtig h\u00e4lt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31273\" rel=\"attachment wp-att-31273\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31273\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/062_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/062_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/062_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da unsere Schrittz\u00e4hler im 5-Stelligen Bereich waren, hatten wir nicht mehr viel Lust auf mehr Sightseeing. Stattdessen suchten wir in der vorbereiteten Google-Maps Liste von Jens nach irgendwas, wo wir uns was ausruhen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31274\" rel=\"attachment wp-att-31274\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31274\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/063_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/063_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/063_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Naja und zuf\u00e4lligerweise war eine Craftbeer-Bar in der N\u00e4he.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31275\" rel=\"attachment wp-att-31275\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31275\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/064_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31276\" rel=\"attachment wp-att-31276\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31276\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/065_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31277\" rel=\"attachment wp-att-31277\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31277\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/066_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Ein Tasting war schnell geordert und so quatschten wir noch was \u00fcber das heute Erlebte. Und die Biere. Und sonstwas.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31278\" rel=\"attachment wp-att-31278\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31278\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/067_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/067_2026Riga.jpg 1024w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/067_2026Riga-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da Meike die ganze Range an Sauerbieren probieren &#8222;musste&#8220;, orderte Jens noch ein weiteres Bier. Gefolgt von noch einem, denn von Arpus gab es das &#8222;Double Dry-Hopped Hopchest&#8220; in der normalen und der Doppel-IPA Variante.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31279\" rel=\"attachment wp-att-31279\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31279\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/068_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise, denn wir hatten ja noch ein Gourmet-Abendessen vor uns, waren es diese Biere hier nicht vorr\u00e4tig. Die Selbstbeherrschung lies n\u00e4mlich langsam nach.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31280\" rel=\"attachment wp-att-31280\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31280\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/069_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"965\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/069_2026Riga.jpg 965w, https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/069_2026Riga-768x815.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 965px) 100vw, 965px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber die zwei Flaschen Wasser, die wir parallel tranken, halfen und durch das mittlerweile wieder sonnige Wetter ging es wieder zum Hotel.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?attachment_id=31281\" rel=\"attachment wp-att-31281\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-31281\" src=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/070_2026Riga.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"><\/a><\/p>\n<p>Ausruhen, frisch machen und dann ab in ein Bolt (Quasi das Uber hier, ein lettisches Unternehmen \u00fcbrigens) zum kleinen, \u00fcberschaubaren Abendessen in einem der besten Restaurants des Landes. So sagte man uns auf jeden Fall immer, wenn wir erw\u00e4hnt haben, wo es hingeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer sehr angenehmen Nacht (auch aufgrund der Klimaanlage, welche wir ja nicht in K\u00f6ln haben und deswegen unter den 36 Grad Temperaturen sowie der&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.travellingdevil.de\/?p=31235\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Riga kennenlernen und eine alternative Free Walking Tour<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":31249,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"iawp_total_views":0,"footnotes":""},"categories":[515],"tags":[492,61,80,517,516],"class_list":["post-31235","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-2026-riga","tag-492","tag-craftbeer","tag-food","tag-lettland","tag-riga","entry"],"views":20,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31235","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31235"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31235\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31503,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31235\/revisions\/31503"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/31249"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31235"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31235"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.travellingdevil.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31235"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}