Zurück nach Tokyo mit Fähre, Bus und Eisenbahn

Wir haben ja einen JR Pass, genauer gesagt den Tokyo Wide Pass, welcher alle JR Strecken auf der Halbinsel inkludiert.

Das kann aber jeder, also machen wir was anderes: Wir …. Moment, was ist das denn?

Dieses Warnschild war auf der Fähre, die wir anstelle der Bahnfahrt für unseren Rückweg genommen haben. Diese verbindet nämlich Tateyama mit Kurihama auf der anderen Seite der Bucht und von dort aus fahren Züge nach Tokyo. Vorteil für uns wäre, neben der Seefahrt und der damit verbundenen Aussicht, dass diese Züge von Süden nach Tokyo reinfahren und dort ist nunmal auch unser Hotel.

Also: Ab zu dem etwa 2 Kilometer von der Talstation entfernten Ferry Terminal und ein Ticket für die nächste Fähre der Tokyo Wan Ferry.

Oh, hier gibt es lokales Bier, was genauso wie der Fähre heißt?

Dann mal her damit. Ein leckeres, recht stark nach Orange schmeckendes IPA – genau das richtige jetzt (weil auch nicht so viel Alkohol wie andere IPAs).

Die Fähre kam recht pünktlich und parkte direkt in Fahrtrichtung mit dem nautischen Äquivalent einer Handbremsen-Wende ein. Und dann ging es auch schon los, quer über die Bucht.

Fahrzeit war etwa 50 Minuten und währenddessen hatten wir es uns auf dem Deck in der Sonne gemütlich gemacht und genossen die Aussicht auf die Boso Halbinsel, Yokohama und die Schiffe in der Tokyo Bucht.

Dann allerdings merkten wir, dass das Warnschild nicht ohne Grund angebracht wurde. Meike sprang auf einmal auf uns Jens sah einen kleinen Fleck auf dem Shirt. Zuerst war nicht klar, warum dies Meike so ärgerte, bis sichtbar war, woher dieser Fleck kam.

Die Möwe hatte eine ordentliche Menge auf Meikes Kopf … fallen gelassen und ein Teil davon ist auf das Short abgeprallt.

Schweinemöwe! Wir mussten daraufhin einen Großteil unserer feuchten Tücher opfern.

Den Sitzplatz haben wir daraufhin so verändert, dass keine direkte Gefahr von dem Vieh ausging.

Wie gesagt nach etwa 50 Minuten kamen wir in Kurihama an. Und merkten da, dass 50 Minuten in der Sonne ohne Sonnencreme oder ähnliches ihre Wirkung hinterlassen.

Die 5 Minuten Wartezeit in der Sonne stehend auf den Bus kamen uns auf jeden Fall sehr lange vor. Waren dann aber doch kein Problem.

An der Endhaltestelle gab es dann noch etwas Kuddelmuddel, dann Meike warf die 200 Yen nicht in den Bezahl-Automat, sondern in den Wechsel-Automat und erschreckte damit den Busfahrer und sich selber sehr.

Gut, 20 10-Yen Münzen sind ja auch 200 Yen …

Der Bus gehörte einer privaten Gesellschaft Keikyu und endete passenderweise auch an der Bahnstation derselben. Da diese Bahngesellschaft natürlich auch nicht in unserem JR Pass enthalten war, haben wir uns auf den Weg zur nahen JR Station gemacht.

Die Linie, die an dieser Station beginnt, ist die Yokosuka Line. Diese Strecke geht eigentlich nur bis Ofuna, es gibt allerdings einige Züge, die von hier aus bis nach Narita zum Flughafen fahren. Fahrzeit etwa 2 1/2 Stunden.

Wir stellten uns auf jeden Fall am Bahnsteig auf und warteten auf den Zug – unser Ziel wäre Shinagawa und die Fahrzeit ist etwa 1 Stunde.

Und eine Stunde in einem klimatisierten Wagen ist dann doch mehr, als wir verkraften können. Daher ging es für uns nach ein bisschen Essen und Trinken ab ins Schlummerland.

Wobei es wirklich Glück war, dass wir rechtzeitig wieder aufgewacht sind. Und dann in Shinagawa umsteigen konnten in die Yamanote bzw. die Keihin-Tokohu.

Und dann auch schon, kurz vor Tamachi, unser Hotel sehen konnten (die Zimmer sind in den oberen 3 Etagen)

Ein schöner Ausflug, eine Menge Sonne und eine schöne Gegend kennengelernt.

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