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Der Rückweg mit Umweg

So – ab sofort geht es nur noch in Richtung und in Richtung Heimflug … leider.

Um den Heimweg allerdings etwas interessanter zu gestalten, haben wir uns auf Anraten unseres Reisebüros dazu entschlossen einen Versuch mit „mal gucken, wie weit wir außerhalb der West-Touristen-Pfaden kommen“ zu starten. Es ging als kleinen Umweg auf dem Weg nach Hiroshima nach Akiyoshidai, ein landschaftlich sehr reizvolles Karst-Hochplateau, das noch nicht so touristisch (im Sinne von: Für Wessis) erschlossen ist. Bekannt ist die Gegend vor allem für die unter dem Plateau liegende Höhle Akiyoshido mit ihren fast 1 Kilometer begehbaren Höhlensystem (Gesamtlänge sind etwa 10 Kilometer).

Unser Auftrag war: Aus dem englisch sprechenden Shinkansen in Shin-Yamaguchi aussteigen, den Bus in die richtige Richtung finden, aussteigen und den Eingang zu Höhle finden.
Aussteigen ging noch und den Bus zu finden war auch leicht, aber die richtige Richtung … die Fahrkartenfachverkäuferin war dem Englischen nicht mächtig.
Und bei dem Netzplan wurde es dann schon was schwieriger:

Dennoch haben wir ein Ticket gefunden, nur leider stiegen wir (überraschenderweise) an der zweiten Haltestelle ein, was dazu geführt hat, dass wir in einen vollen Bus eingestiegen sind. Es waren tatsächlich noch drei Plätze frei, die netterweise an die drei „Gaijins„, also Ausländer, gegeben wurden. Allerdings sahen unsere Sitznachbarn … unglücklich aus. Was wohl daran lag, dass der Sitzkomfort, wenn sich neben einem kleinen Japaner ein umfangreicher Teufel setzt, eher eingeschränkt ist. 🙂

Nach einer Stunde Fahrt kamen wir dann an der Höhle an („Höhle finden“ – Check!) und es ging durch eine eher touristisch angehauchte Gasse zu dem Höhleneingang.
Und für die Höhle lasse ich lieber Bilder sprechen, denn es war fantastisch!

Die ersten Schritte in der an dieser Stelle fast 30 Meter hohen und 100 Meter breiten Höhle

Die „1000 Tatami-Matten“ – wie Stalagmiten und Stalagtiten von kalkhaltigem Wasser gebildet

Wir waren sehr beeindruckt von der gesamten Höhle. Nur die teilweise im D-Zug-Tempo durchrennenden Horden von asiatischen Touristen (es waren auch Chinesen und Koreaner da, das konnte man daran erkennen, dass sie andere Knöpfe auf den Info-Stellen drückten, um ihre jeweilige Landessprache zu hören) waren etwas befremdlich.

Etwa nach 2/3 der Höhle kann man mit einem Aufzug auf das Plateau fahren, was wir natürlich auch gemacht haben. Nach einem kleinen Fussweg kommt man an einen Aussichtspunkt, von dem man einen schönen Überblick über den Beginn des Plateaus hat.

Das ganze hat uns ein wenig an die Highlands erinnert, wo wir ja letztes Jahr durchgewandert sind.

Im Anschluss ging es durch die Höhle wieder zurück zum Eingang, dann weiter zum Busbahnhof und von dort aus mit einem etwas leereren Bocho-Bus

nach Shin-Yamaguchi.

Dort haben wir sogar einen etwas früheren Shinkansen bekommen (bedeutet: Umbuchen der Sitzplatzreservierung, ist aber auch kein Problem mehr) und sind nach Hiroshima gefahren.

Dort angekommen ging es dann in unser Hotel und nach ein paar Minuten weiter in die Stadt zum Abendessen. Es gibt ja verdammt viele Bars, Restaurants und andere Lokalitäten hier – unter anderem sind zwei ganze Stadtvirtel dafür berühmt, dass dort viele Izakayas sind. Nach einigem Suchen (wir haben eine Lokalität gesucht, die möglichst viele Bilder in der Speisekarte hat) wurden wir von einer netten Dame mit den Worten „English Menu!“ in ein Restaurant quasi gezwungen … 😉

Naja … und dort kam dann super leckeres Essen und aber auch der Sake, weswegen der Rest des Abends lieber im Dunkeln bleibt – zumindest, was den Bericht angeht.

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