Craft Beer in Tokyo

Craft Beer ist ja etwas, was wir sehr mögen. Dieser Bericht kommt trotz des Themas ohne ein Bild von Bier aus.

Aus Takasaki an der Tokyo Station angekommen, verspürten wir noch ein wenig Hunger und Durst. Japan hat eigentlich schon länger eine recht große Craft Beer Szene. Eine Bar, die auf unserer Liste stand, war die Ise Kadoya Brewery, die einen Taproom in Ginza hat. Was in der Nähe von Tokyo Station ist.

Also ab durch die beginnende Nacht durch die vollen Strassen der Stadt.

Nachdem wir den Taproom gefunden hatten (er befand sich etwas versteckt in einem Food Court) wurde uns mitgeteilt, dass keine Plätze mehr frei waren. Was komisch war, denn einer später kommenden Gruppe durfte sich vor dem Laden auf freie Stühle hinsetzen. Naja …

Aber wir haben ja noch mehr Optionen, also ab nach Akihabara, wo eine in Europa schon leicht bekannte Brauerei ihren Brewpub hat: Hitachino Nest.

Nach Akihabara mussten wir aber mit der Yamanote fahren. Die jetzt langsam voller wurde …

Gehört halt alles zum Abenteuer dazu.

Akihabara wird auch „Electric Town“ genannt und hier blinkt und klimpert alles.

Nix für jemanden mit Epilepsie …

Nach kurzer Orientierungsschwäche (Google Maps bzw. das GPS haben bei den Hochhäusern hier Probleme mit den Himmelsrichtungen, in die man sich bewegt) fanden wir den Pub, diesmal in einem kleinen Center.

Sehr klein, aber mit guten Bieren. Und ein bisschen Essen für den ersten Hunger. Zum Beispiel dieses Makrelen-Sandwich.

Und weil der Abend danach immer noch jung war (na gut: Noch nicht zu alt) ging es zu Fuß zu einer neuen Brauerei in Tokyo, die einen ihrer Pubs in der Nähe hat.

Auf dem Weg eine interessante Art für einen öffentlichen Parkplatz für Motorräder: Wer sich da hinstellt, bekommt sein Rad abgeschlossen. Und muss halt das Parkticket bezahlen, um es wieder freizubekommen.

Ziel war für uns auf jeden Fall die „Ottotto Brauerei“. Oder „Otto Otto“, wie wir sie eigentlich immer nannten.

In der Bar gab es dann noch ein Tasting Set mit den Bieren der Brauerei. Und noch was zu Essen, zum Beispiel dieses überaus leckere Pferde-Fleisch Sashimi.

Ein Zeichen für eine lebendige Craft Beer Szene sind oft die Zeitschriften: Diese beiden (Transporter und Japan Beer Times) haben wir schon vor 2 Jahren gesehen und es ist schön, dass es sie immer noch gibt.

Auch wenn die Anzeigen ab und an etwas verstörend waren. Genau wie die Wegbeschreibungen, denn „gegenüber einem (Shinto-)Schrein und einem Love Hotel“ trifft hier auf viele Ecken zu.

Für uns war der Abend auf jeden Fall hier zu Ende. Es gab noch überbackene Gyosa, die sehr gut waren und 3 Austern für Jens, die aber allesamt nicht so lecker waren. Wir vergleichen Austern ja seit Montana immer mit dem Sillwater Fish House und dagegen war das tatsächlich sogar eher enttäuschend.

Also ab zur Bahn und nach Hause. Immerhin war es jetzt etwas leerer.

Aber so ganz einfach war es dann auch nicht, denn den Verlockungen in den Supermärkten (wir brauchten noch Wasser fürs Zimmer) konnten wir eher selten wiederstehen. Auch wenn sich die tiefgefrorenen Trauben als tiefgefrorener Traubensaft mit Zucker entpuppten.

Aber man kann halt nicht immer gewinnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.