Abreisetage sind ja so eine Sache. In der Regel ist man traurig, dass der Urlaub zu Ende ist – gemischt mit Freude wieder nach Hause zu kommen. Riga machte es uns noch etwas schwerer, denn wir blickten auf einen blauen Himmel und super angenehme Temperaturen. Etwas, was in Köln nicht so wirklich auf uns wartete.
Eigentlich hätten wir mit unserem Ticket fahren können, hatten aber nicht so richtig Lust mit unseren Koffern im Bus zu fahren. Also wurde noch einmal die Bolt-App aufgerufen und kurz danach wurden wir auch an einer Straßenecke angeholt.
Unser Fahrer war sauer, weil Jens Meikes Koffer selbstständig eingeladen hatte und er das eigentlich machen wollte. Beim Ausladen am Flughafen, den wir schnell erreicht hatten, musste Jens als Strafe seinen eigenen Koffer dann auch selber wieder ausladen, kommentiert mit einem Augenzwingern und einem „You know why …“ 😉
CheckIn für unseren Flug nach Frankfurt war dann schnell erledigt, der kleine Flughafen mit seinen 7,1 Millionen Passagieren ist gut durchdacht, einfach zu navigieren.
Wir tranken noch die letzte Wasserflasche aus und schauten die Baustelle der Rail Baltica an, die neben den großen Städten des Baltikums auch den Flughafen Riga anbinden wird. Hoffen wir, dass wir das auch eines Tages ausprobieren können.
Platzhirsch ist hier Air Baltic – unser Flug mischte sich mit einem Finnair Flug in die ganze Phalanx der grün-gelben Flüge ein.
Nach einer sehr schnellen Security, wo Jens nicht schnell genug Tablet und Powerbank aus dem Rucksack bekam, so schnell waren wir dran, ging es noch durch den Duty Free Bereich. Auch hier wurde kurz das Limit der Kreditkarte überprüft und beschlossen, keine Investition zu tätigen.
Und aus Rücksicht auf die Mitreisenden wurde auch hier nichts von mitgenommen.
Ob das ein gutes Zeichen ist, wenn man von den offerierten Craftbeer-Erzeugnissen eines Landes eine gute Menge in den letzten Tagen probiert haben?
Um uns nicht weiter in Versuchung zu führen, gingen wir in die Lounge am Flughafen Riga, eine sehr schöne Lounge mit einem kleinen, aber feinen Angebot an Essen und Getränken.
Kaffee, Tee und Wasser waren unsere Wahl, die letzten Tage hatten doch einige alkoholische Getränke beinhaltet und ein paar Tage ohne würden unseren Körpern gut tun.
Unser Airbus landete etwas verspätet, aber immerhin: Das Flugzeug war da.
Eine echt beeindruckende Menge an Codeshare-Nummern für unseren Flug, unter anderem Air India. Und LOT. Und ein paar andere.
Nicht schlecht, anscheinend ist die Strecke von Riga nach Frankfurt ein guter Zubringer.
Das Boarding war das übliche Chaos, netterweise wurde wieder auf die Boarding Groups geachtet und so manch Passagier wurde mit einem „Beep“ wieder ans Ende der Reihe geschickt.
Unsere Plätze waren wieder einmal am Flügel, viele Optionen gab es beim Online-CheckIn nicht, wenn man am Fenster sitzen wollte. Was Jens ja immer will und was Meike ihm immer lässt.
Eine unbekannte Airline: Heston Airlines, eine litauische Charter-Fluggesellschaft.
Kurzer Weg zur Startbahn, voller Schub und ab ging es Richtung Nord-Westen zur Ostsee.
Der Flug war, da wir in der Holzklasse saßen, ohne große Ereignisse. Genug Zeit Musik zu hören, Filme zu schauen und draußen zum Beispiel die Insel Bornholm zu bewundern, an der wir vorbei geflogen sind.
Der Anflug auf Frankfurt war leicht kurvig und wurde von Osten durchgeführt, einmal an der Innenstadt und dem Waldstadion vorbei und ab zur Landebahn. Schöner Anflug.
Einmal gelandet ging es schon einen etwas längeren Weg zum Gate, wo allerdings nicht der Finger an das Flugzeug gefahren wurde, sondern zwei Treppen. Bus-Transfer, na toll.
Da wir aber eh sehr viel Umsteigezeit gebucht hatten, war uns das egal. Also bleiben wir erst einmal sitzen und warteten, bis alle anderen in den Bus eingestiegen sind, um dann in den gleichen Bus einzusteigen.
Eine kleine Rundreise über das Vorfeld erzeugt ja auch wieder Lust auf eine weitere Reise.
Im Terminal ging es, da der „Weiterflug“ ja mit der Bahn durchgeführt werden würde, hoch und dann über die Straße zum Fernbahnhof.
Immer noch beeindruckend: Die Falttafel!
Am AirRail-Terminal hieß es dann wieder einmal: Warten bis unsere Koffer kommen. Gemeinsam mit anderen Passagieren.
Seitdem wir unsere Bag-Tags haben, können wir aber schauen, wann unsere Koffer auf dem Weg zu uns waren. Und uns so vorbereiten, wenn sie in der Nähe sind.
Unsere Koffer wurden dann am Ziel Düsseldorf abgestellt. Warum?
Die Lösung: Weil es sehr viel günstiger war, den Rückflug nach Düsseldorf zu buchen. Da der mit dem ICE durchgeführt wurde und wir ja wissen, dass die ICEs nach Düsseldorf alle auch in Köln Hbf. oder Köln Deutz halten und man nicht an den Sitz gefesselt wird … 😉
Wie bereits geschrieben hatten wir aber eine sehr komfortable Umsteigezeit gebucht, weswegen wir jetzt noch 1 1/4 Stunde am Bahnsteig stehen mussten. Meike meinte dann „Lass doch mal die Zugchefin von dem bereitstehenden ICE fragen, ob wir nicht da mitfahren können?“ Der auch super leer war und einer dieser kurzen ICEs war, der von Frankfurt Flughafen über Montabaur, Limburg-Süd und Siegburg/Bonn nach Köln fährt.
Mit wenig Hoffnung hat Jens dann gefragt und zu unserer Überraschung sagte sie „Naja, ok – steigt ein!“.
Was? Echt jetzt? Cool!
Und so saßen wir in einem bequemen ICE 3neo Velaro, der Zug war angenehm leer, ruhig und pünktlich.
Und schon waren wir, dank der netten Zugchefin, 50 Minuten früher in Köln als geplant.
Weil wir wie heute morgen keine Lust hatten unsere Koffer zu tragen, gönnten wir uns noch ein Taxi. Auf dem Weg zu den Taxen scherzten wir noch, dass der Tag so perfekt verlaufen ist, dass am Ende auch noch der Taxifahrer nett sein müsste und normal fahren würde.
Tat er auch, denn wir wurden einem gebürtigen Koreaner zugewiesen, hörten klassische Musik während der Fahrt und am Ende war unser Fahrer noch super glücklich über Jens´ gestammeltes „Gamsa-hamnida“.
Die letzte Etappe passte also zum Gesamteindruck der Rückfahrt: Alles hat geklappt, nirgendwo Probleme. Es passte dann zum Rest der Reise: Riga hat uns super gefallen, sich mit Jan zu treffen hat viel Spaß gemacht und das Baltikum können wir weiterhin empfehlen.
Und der Dom stand auch noch …










































