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Sight See DC

Heute hatten wir eine 6 stündige Sightseeing-Tour bei Signature Tours DC gebucht, mit der wir uns einen Überblick über Washington und die Sehenswürdigkeiten hier verschaffen wollten.

Washington im District of Columbia ist kein Bundesstaat, sondern ist dem Kongress der USA direkt unterstellt. Die Stadt hat daher auch keinen Abgeordneten im Senat, sondern nur einen Abgesandten. Washington hat etwa 600.000 Einwohner und beherbergt mit dem Weißen Haus als Amtssitz des Präsidenten, dem Kapitol mit dem Kongress sowie dem Obersten Gerichtshof die Spitzen aller drei verfassungsmäßigen Gewalten.

Washington hat darüber hinaus viele Museen, Memorials und Sehenswürdigkeiten. Besonders ist das Smithsonian Institute zu erwähnen, welches alleine 18 Museen und Galerien sowie den Nationalzoo mit über 140 Millionen Objekten verwaltet bzw. ausstellt. Und das kostenlos, denn der Eintritt ist in allen Museen frei.

Nach einigen Problemen mit der Bahnkarte morgens (Warnung an alle: Die Automaten für die Subway geben nur auf 10 US$ zurück und es gibt unseres Wissens keine Möglichkeit einen 20 US$ Schein umzutauschen! Zumindest nicht bei unserer Bahnstation und in den Läden drum herum!) kamen wir pünktlich zum Beginn der Tour an. Vorweg: Jetzt gibt es die volle Dröhnung Geschichte und Patriotismus!

Erster Halt war das Kapitol.

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Das Kapitol beherbergt die Legislative der USA, in dem von 1793 bis 1823 erbaute und von 1851 bis 1863 umfassend erweiterte Gebäude sind der Senat und das Repräsentantenhaus beherbergt. Auf dem Dach des Kapitols befindet sich eine Statue der Freiheit eine etwa 6 Meter hohe und etwa 7 Tonnen schwere Bronzestatue. Per Gesetz ist es übrigens  verboten, dass eine Statue in Washington D.C. größer als die der Freiheit ist.

Weiter ging es am Washington Memorial vorbei, welches seit dem Erdbeben von 2011 beschädigt und seitdem repariert wird. Es soll aber laut unserem Guide Dwayne diesen Sommer wieder eröffnet werden.

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Der nächste Halt war am Finanzministerium. Was passenderweise gleich neben dem Weißen Haus liegt …

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Während wir am Amtssitz von Herrn Obama vorbeigegangen sind, sind Scharfschützen auf dem Dach in Anschlag gegangen und die Polizei bzw. der Secret Service machte sich bereit, den Platz zu räumen, was laut unserem Guide ein Zeichen dafür ist, dass bald was passiert. Kurz danach hat der Präsident auch eine Ansprache vor dem Haus gehalten, wie wir im Fernsehen gesehen haben.

Es gab aber einen unglaublichen Aufwand von Sicherheitspersonal vor dem Haus, aber das muss vermutlich so sein.

Weiter ging es zum Mahnmal des zweiten Weltkrieges.

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Jeder dieser Sterne repräsentiert 1.000 Tote amerikanische Soldaten …

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Weiter ging es zum Franklin D. Roosevelt Memorial, welches ein Denkmal für den vielleicht wichtigsten Präsidenten der USA ist und die wichtigen Stationen seines Lebens darstellt.

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Franklin D. Roosevelt war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten. Er war auch der einzige Präsident der USA; der länger als zwei Wahlperioden amtierte (danach wurde ein Gesetz erlassen, dass nur noch maximal zwei zulässt) und führte die USA durch die Weltwirtschaftskriese und den zweiten Weltkrieg.

Direkt daneben, fast zumindest, liegt das Martin Luther King Memorial.

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Na? Schon schwindelig bei der Geschwindigkeit? Wir schreiben hier gerade mal 20% von dem auf, was Dwayne uns gesagt hat. Der Tag war echt super voll gepackt und sehr, sehr interessant. Leider fing es hier auch an zu regnen, aber die Tour ging weiter …

Weiter ging es mit dem Korea War Memorial was einen interessanten Aufbau hat, der an die widrigen Umstände der Soldaten in dem Krieg erinnern soll.

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Ebenfalls in der Nähe war das berühmte Lincoln Memorial mit dem berühmten Blick über die National Mall, den großen Grünstreifen, an dem die ganzen Orte liegen, die wir bislang besucht haben.

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Weiter zum Vietnam Memorial. Hier merkt man, dass „Nam“ noch frische Wunden bei den Amerikanern hinterlassen hat. Das Vietnam Memorial wurde übrigens interessanterweise von einer damals 21 jährigen, vietnamesischen Architekturstudentin namens Maya Ying Lin entworfen. Ihr Professor hatte seinen Studenten als Aufgabe gestellt, einen Entwurf für das Memorial zu verfassen und dabei gesagt, dass sich keiner trauen sollte, die Entwürfe in den Wettbewerb einzureichen. Lins Arbeit bekam vom Professor eine B-, aber zu dem Zeitpunkt hatte sie ihn schon eingereicht. Und die Überraschung war vermutlich nicht klein, als sie dann ein paar Wochen später gehört hat, dass ihr Vorschag aus etwa 12.000 Vorschlägen (unter anderem auch einem von ihrem Professor) für das Memorial ausgewählt wurde.

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Und jetzt ging es endlich zum Mittagessen in den Food Court einer Mall auf der anderen Seite des Potomac River.

Danach ging es noch weiter zum United States Air Force Memorial.

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Von hier hatte man auch einen guten Blick (nun, natürlich einen noch besseren, wenn das Wetter gut ist) auf das Pentagon und die Stelle am Pentagon, wo am 9.11.2001 das Flugzeug eingeschlagen ist. Man kann die Stelle noch gut erkennen, weil dort etwas hellere Steine verwendet wurden.

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Gleich nebenan ist das United States Marine Corps War Memorial mit der berühmten Szene: dem Aufstellen der amerikanischen Flagge auf Iwo Jima.

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Seit zwei Stops sind übrigens 40% unserer Reisegruppe nicht mehr aus dem Bus ausgestiegen, weil ihnen „die Füße so weh tun“. Amateure und Weicheier!

Aber wir kommen jetzt auch zu dem letzten Halt, dem Jefferson Memorial. In den Sommermonaten würde jetzt eine Bootsfahrt folgen, aber bei dem Wetter würde das nicht soooo viel Spass machen. Also, auf zu Mr. Jefferson.

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Und von hier aus ging es dann auch wieder in die Subway und ins Hotel. Unseren Schrittzählern nach hat diese Tour ca. 15 Kilometer Fußweg gebracht – und das, obwohl wir im Bus umhergefahren wurden. Unsere Füße brauchten also jetzt auch eine Pause …

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