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Zurück zum Hotel nach Analipsi

Für die Rückfahrt von Knossos nach Iralkio haben wir dann, im Gegensatz zur Hinfahrt, einen öffentlichen Bus genutzt. Was seine Vorteile hatte (Preis), aber auch seine Nachteile (deutsche Reisegruppe). Sometimes you win, sometimes you loose.

So oder so, 15 Minuten später waren wir wieder in der Nähe des Busbahnhofes, wo wir ja auch am späten Nachmittag angekommen waren.

Und jetzt hieß es: Freestyle! Einfach der Nase nach. Oder dem Auge, je nachdem.

Griechenland ist ja so eine Art „Kleines Süd-Ost-Asien“, was die Roller-Dichte angeht.

Irgendwie stellte sich so beim Herumspazieren ein kleiner Hunger ein, also schauten wir, wo es etwas interessantes gibt und fanden ein recht gut bewertetes Restaurant auf der Dachterrasse eines Hotels. Also mit GPS dorthin navigiert und dabei links und rechts des Weges weiter die vielen verschiedenen Gebäude aus den diversen Epochen Iraklios bewundert.

In ein paar Shops sind wir auch rein gegangen, einerseits weil sie ganz interessant waren, andererseits weil wir ja noch etwas für unseren Weihnachtsbaum brauchen.

Unser Ziel für eine kleine Stärkung war das Restaurant „Herb´s Garden“ im Lato Boutique Hotel. Nachdem wir den etwas älteren Aufzug überlebt hatten, grüßte uns diese Aussicht. Und zwei deutsche Paare … die sind hier echt überall, diese Deutschen!

Während an den anderen Tischen am Gratis-Wasser genippelt wurde und jedes ein- und ausfahrende Schiff kommentiert wurde, fragten wir nach der Empfehlung des Kellners für einen schönen Wein. Der dann entsprochen wurde und ein Wein zu Tage brachte, der nicht auf der Karte stand.

Dazu, wie echt fast immer im Urlaub, drei Vorspeisen zum Teilen. Reichte uns auch vollkommen, denn die Portionen waren reichlich.

Erst einmal butterzartes Lamm mit einer wunderbaren aber leicht öligen Sauce.

Kalter, sehr zitroniger Oktopus, etwas dick aufgeschnitten, mit frittierten Kapernblüten.

Und sehr dünne Blätterteigstangen mit einem lokalen Käse gefüllt und Tzatziki.

Reichte vollkommen, war echt lecker.

Nachdem die anderen Tische gegangen waren, waren wir auch alleine und genossen den Ausblick. Und bekamen am Ende noch was Wassermelone und einen kleinen Schnapps aufs Haus. Haben die anderen Tische nicht bekommen.

Der Blick war gut, wir waren satt, hatten viel gesehen und ein bisschen müde – viele Eindrücke für einen Tag wollten auch verarbeitet werden.

Also geschaut wann ein Bus kommt (oh, kommt ja gleich), mit dem klapprigen Aufzug wieder hinab und einen kurzen Fußmarsch zum Busbahnhof absolviert.

Der im Inneren übrigens äußerst modern ist, so richtig mit Anzeigetafel, Schaltern, Shop, Restaurant und Wartebereich.

Ach ja, nach Santorini könnten wir auch noch mal … *seufz*!

Aber heute ging es erst einmal zurück zum Hotel, also warteten wir darauf, dass unser Bus zum Einsteigen bereit war und stellten uns in die Schlange. Immerhin waren wir gestern früh noch in London.

Ja … das mit dem Schlange stehen ist hier halt … anders.

Im Bus dann das übliche Spiel: Ticket abgeben, die Aufsichtsperson (aka Schaffnerin) merkte sich, wo alle aussteigen wollen und los ging es.

Der Flughafen war noch recht lebhaft, hier stiegen aber überraschend wenige Personen ein.

Und dann ging es von Haltestelle zu Haltestelle in Richtung Osten. Als Bonus gab es einen schönen Sonnenuntergang.

Der von diversen Touristen auch videotechnisch festgehalten werden wollte.

Ausstieg an „Haltestelle Nummer 16“ – von hier aus dann noch knapp über einem Kilometer zu unserem Hotel.

Aufgehalten wurden wir nur von diesem kleinen Hund hier, der es nicht mehr zum freien Baugrundstück nebenan geschafft hat. War ihm sichtlich peinlich.

Am Hotel haben wir dann noch eine kleine Runde gedreht und uns in das Restaurant (war heute noch offen hatte) gesetzt, weil wir nicht wieder den DJ ertragen wollten.

Und da wir im Urlaub sind, gab es noch eine Flasche schönen Rose. Und noch mehr Wasser, denn unsere Regel: Doppelt so viel Wasser wir alkoholische Getränke wollten wir einhalten.

Nicht, dass wir morgen ja eine Weintour haben. Aber mit etwas Kniffel und King´s Corner auf dem Tablet und ein paar Gesprächen mit dem Chef-Kellner, der auch für die Weine zuständig ist und unsere Meinung hören wollte, ging der Tag zu Ende. Ein sehr schöner Tag mit dem Highlight in Knossos, aber auch sonst schönen Eindrücken von Iraklio.

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