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Ab nach Hause – Rückflug, zweiter Akt

Ach ja, die Lounge in Athen. Die in Thessaloniki mögen wir ja sehr gerne, da ist immer ausreichend Platz, es ist nicht zu laut und man fühlt sich nicht so eingeengt. Die Aegean Lounde in Athen ist dagegen, obwohl erst neulich renoviert und etwas erweitert, immer noch sehr eng und gerade in dieser Umsteigezeit echt zu voll. Mit Glück haben wir einen Tisch am Rand bekommen, den wir selbst noch etwas aufräumen mussten, weil auch die Angestellten nur schwer hier durchkommen. Nachteil: Direkt daneben setzten sich drei Passagiere, wo wir schon nach den ersten Minuten vermuteten, dass wir die im Flug nach Düsseldorf wiedersehen werden. Schubladen sind ja was schönes, gerade im Hirn.

Und sie waren an Bord!

Ach, egal – wir tranken was Cola, Kaffee und Wasser sowie die immer sehr leckeren Spanakoita, Blätterteig mit Spinat und Feta.

Nach etwa 2 Stunden kam dann die erste Message, wo das Boarding unseres Fluges beginnen würde und da es sich wieder um ein Busgate handelte, sind wir dann auch relativ zeitig aufgebrochen.

Die Business Class war voll, was uns ein wenig gewundert hat, denn das bedeutete, dass wir vermutlich die letzten beiden Plätze per Upgrade Voucher bekommen haben. Sehr cool. Vom Hinflug von Athen nach Kreta hat Jens übrigens noch von Aegean ein Entschuldigungsschreiben bekommen verbunden mit einem Gutschein für einen Freiflug in der Business Class. Mal schauen, wofür wir den verwenden!

Wie üblich (und typisch für Düsseldorf … Schubladendenken und so) die Insta- und TikTok-Heiopeis, die an der Gangway noch 5 Minuten Videos drehen müssen, wie erfüllend das doch alles hier ist.

Immerhin saßen die beiden Damen, die das Boarding so aufgehalten haben, weiter hinten. Und hatten, was so gar nicht zu unseren Schubladen im Hirn passte, auch keine Koffer dabei, die sie über uns deponieren wollen. So ging es dann mit ein bisschen Verspätung auf zurück ins Rheinland.

Ach ja, Athen hätten wir auch noch ein paar Ecken zu besuchen. Und in Thessaloniki auch. Und ein paar Inseln wollen auch noch besucht werden.

Neu bei Aegean, aber nicht in jedem Flugzeug: Über das WLAN kommt man in eine kleine, aber feine Video-Sammlung und kann so notfalls über sein Handy oder das Tablet Videos schauen. Sehr smart!

Frühstück Aegean-style mti frischem Obst, einem Omelette für Jens und einem Sfugato für Meike. Und noch einen Joghurt.

Über Albanien und Kroatien ging es in Richtung Österreich und weiter über Passau.

Neben den Videos starrt Jens ja weiterhin gerne wie ein kleines Kind aus dem Fenster und staunt über die Welt.

Und manchmal entdeckt er sogar was bekanntes. Wie in diesem Fall die älteste Klösterbrauerei der Welt, einen weltbekannten Geotop und Flussverengung sowie die 1863 erbaute Befreiungshalle.

Denn hier an der Donau sind wir während unserer Radtour von Ingolstadt nach Kelheim gefahren, im Kloster Weltenburg eingekehrt und mit dem Schiff durch den Donaubruch geschippert.

Sehr cool das so genau von oben zu sehen.

Dann noch eine Folge Scrubs und schon begann der Landeanflug auf Düsseldorf aus Rchtung Essen. Vorher ging es noch über das Sauerland. Da wo die Freuen … naja, ihr wisst schon.

Direkt vor dem Touchdown ein Blick auf die Bahnstrecke.

Hmm … Island … hmmmm …

Oder doch direkt zurück nach Thessaloniki?

Nein, wir waren auch ein bisschen froh nach 2 Wochen wieder zu Hause zu sein beziehungsweise bald zu Hause zu sein. Ein Problem hatten wir aber noch, denn den Hinweg nach London hatte Jens ja mit der Bahn beziehungsweise dem Eurostar gemacht und Meike ist von Köln/Bonn aus geflogen. Also wartete hier kein Auto auf uns und die Taxen sind, wie wir ja schon einmal merken durften, sau-teuer.

Also wurde das Gepäck abgewartet, was übrigens für Düsseldorfer Verhältnisse relativ zeitig raus kam – Lob dafür! – und dann wollten wir mit dem Skytrain zum Flughafenbahnhof fahren. Von dort sollte es mit einem Regionalexpress weiter nach Köln-Mülheim gehen und dann mit der Straßenbahn oder dem Taxi nach Hause, je nach Wetterlage.

Da hatten wir aber die Rechnung ohne die Rheinbahn gemacht oder wer auch immer diesen Skytrain hier betreibt, denn gerade als wir mit der Rolltreppe zum Bahnsteig hinauf wollten, kam ein Herr von hinten und sagte uns in schlechtem Deutsch, dass kein Zug mehr fährt. Auf die Frage, wie wir denn jetzt zum Flughafenbahnhof kommen würden, zeigte er auf einen Bus, der draußen stand und meinte: Der würde fahren.

Fuhr er nicht, denn er fuhr einfach weg. Und nach einer Weile sahen wir ein Stück weiter diese Warteschlange hier. Und weit und breit keinen Bus.

Ein paar andere Fluggäste fragten uns auch wo man hingehen müsse, keine Ahnung wie die darauf kamen, dass wir mehr wissen aber vielleicht sahen wir halt hilfsbereit aus. Am Ende standen wir alle da.

Dann zahlte es sich aber aus, das Jens einen schwarzen Gürtel in Eisenbahn hat. Denn es gibt neben dem Flughafenbahnhof „Düsseldorf Flughafen“, an dem die ICEs, die Regionalbahnen und einzelne S-Bahnen halten, den Bahnhof „Düsseldorf Flughafen Terminal (S)“ direkt unter dem Terminal bzw. dem Parkhaus. Und da sollte bald eine S11 abfahren und sogar nach Leverkusen.

Gut, bis nach Leverkusen würden wir nicht fahren, denn die S11 nimmt ja einen Umweg über Neuss und Longerich. Aber zum Hauptbahnhof geht es ja schnell und da fahren wieder die Regionalbahnen.

Also rein mit uns, angenehmerweise noch einen 4er bekommen und pünktlich ging es los in Richtung Düsseldorf Hauptbahnhof.

Genau richtig, denn 5 Minuten später erreichten wir so einen RE1 nach Aachen über Köln-Mülheim. Genau das, was wir brauchten.

Der Zug war allerdings sehr voll, sodass wir an der Tür gemeinsam mit einer Reisegruppe aus dem Sauerland stehen mussten, deren Gesprächsinhalte jetzt nicht so wirklich interessant waren. Die man aber aufgrund der Lautstärke nicht ausblenden konnte.

Egal, denn 20 Minuten später waren wir in Köln-Mülheim angekommen.

Und, weil es nicht regnete und Meike noch auf ihre 10.000 Schritte kommen wollte, fuhren wir mit der 13 weiter nach Hause.

Wo dann der Rest unserer Kuschelherde auf uns wartete. Und, für Jens immer wichtig, die Jogginghose.

Der Urlaub ist zu Ende, es bleibt viel Wäsche, viele Erlebnisse, ein Sonnenbrand, ein paar neue Kontakte und weiterhin sehr, sehr viel Fernweh. Mal schauen, wohin es uns als nächstes verschlägt.

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