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Bergischer Streifzug 24 – Baumweg

Nachdem wir vorige Woche eine Einweg-Strecke mit einer Etappe auf dem RheinBurgenWeg gewählt hatten und weil Jens sich ja dort eine Blase eingefangen hat, haben wir eine Woche später eine kleinere Rundtour ausgewählt. Und zwar wieder einmal auf den Bergischen Streifzügen, nämlich die Nummer 24: Den Baumweg.

 

Der Weg führt rund um den kleinen Ort Morsbach im Süden des Oberbergischen Kreises. Der Startpunkt lag in der Nähe des Busbahnhofes. Einem netten Begriff für eine überdimensionierte Bushaltestelle.

Der Baumweg ist einer der Wege der Bergischen Streifzüge, welche für Kinder gemacht sind. Weswegen die Wege selber etwas kürzer sind und auf den Infotafeln hilft die Maus, den kleinen Wanderern Wissen über die bergische Baumwelt zu vermitteln.

Die ersten Meter führte der Weg durch einen netten Park mit Minigolf, Bänken, BMX-Bahn und so weiter. Alles zu. An diesem Samstag morgen waren auch wenige Menschen generell unterwegs. Weiter ging es über den Bach „Wissen“ und auf einem schönen und breiten Weg durch den Wald.

Trocken. Ruhig. Gute Luft. Schön so!

Sehr gut zu gehen und zu Meikes Beruhigung mussten wir auch nicht über diese kleine, schaukelige Hängebrücke.

Die Infotafeln hatten die verschiedenen Baumarten, die es im Bergischen Land gibt, als Thema. Von der Fichte über die Linde bis hin zum Wacholder war alles dabei.

Im kleinen Ortsteil Niederdorf ging es dann in einer kleinen Schleife über einen Aussichtsturm wieder zurück nach Morsbach. Der Weg war also einfach, so konnten wir uns auf die Bäume fokussieren. Oder haben uns einfach nur unterhalten …

Ab und zu trifft man im Bergischen auch die Einheimischen. Die Menschen haben auf dieser Runde übrigens alle freundlich „Guten Morgen“ oder anders gegrüßt. Selbst ein kleiner Junge, den wir am Ende der Tour getroffen haben, hat freundlich „Hallo“ gesagt. Ist halt doch anders hier auf dem Land …

Andere Einheimische haben nicht gegrüßt, waren aber auch freundlich. Auf ihre Art.

Nachdem die Kälber aber merkten, dass wir sie nicht füttern, ging es weiter hinauf zum Aussichtsturm. Wobei man schon auf dem Hinweg den einen oder anderen Blick auf den Ort werfen konnte. Jens kennt natürlich mindestens die Sportplätze hier, wobei es in Morsbach sogar zwei gibt: Einen vom SV Morsbach und einen, der früher von der SG Ellinger Grund bespielt wurde.

Nach einer Weile kam der Aussichtsturm in Sicht. Turm wie in „da kann man hoch gehen“.

Haben wir auch gemacht, denn der Ausblick sollte schon schön sein. War er trotz des diesigen Wetters auch tatsächlich.

Die Tatsache, dass es 169 Stufen waren (9 Mal 17 und 1 Mal 16 Stufen, jeweils unterbrochen durch ein kleines Plateau), triggerte unseren inneren Monk nur ein bisschen.

Der Turm ist 45 Meter hoch und liegt auf 329 Meter üNN – an guten Tagen soll man von hier bis in das Siebengebirge schauen können.

Ach so: Kein Blog ohne Eisenbahn. Wobei es in diesem Fall nur die Erinnerung an die Eisenbahn in Morsbach ist – man kann auf diesem Bild das alte Bahngelände und vor allem die Drehscheibe vor den Lokschuppen gut erkennen.

Heute endet hier die Wissertalbahn, einer kleine Stichstrecke von der Siegstrecke Köln – Siegen ausgehend. Es gibt aktuell Bestrebungen die Wiehltalbahn hierhin zu reaktivieren, aber die haben nur geringe Aussicht auf Erfolg.

Interessant auch die Entfernungstafeln an den 4 Seiten des Aussichtsturms: Genau nördlich davon ist das Schulzentrum und dann nur noch der Nordpol.

Sonst nix.

Für uns ging es dann die 169 (*grrrrrr*) Stufen wieder hinunter. Unten gibt es noch ein Startplatz für Gleitschirmflieger, wo wir ein Hund mit seinen Menschen getroffen haben. Der Hund fand die Aussicht jetzt nicht so schön.

Von hier aus führt der Weg zurück in den Ort, wesentlich steiler und sicherlich aufregend für Kinder. Und nicht Kinderwagen-geeignet.

Thematisch bleibt alles beim Thema „Wald“, auch wenn es auf einer Tafel eher in die Erwachsenen-Ecke ging.

Kurz vor dem Ort noch das Kriegsdenkmal, was viele Orte im Bergischen haben, besichtigt.

Naja und dann, der Name ist hier Programm, ging es weiter durch den Wald.

Das Wetter war trocken und irgendwie nicht richtig kalt aber auch nicht richtig warm. Insofern war es eine gute Wahl, dass wir nur eine kleine Runde machen wollten.

Nach einer Weile dann wieder die Ortschaft, an deren Rand man sieht, dass hier viel brach liegt. Einige Häuser sahen sehr baufällig aus und stehen wohl schon lange leer.

Ganz anders dann aber die kleine Schleife durch den Ortskern, mit dem diese Runde beendet wird. Hier viele renovierte Gebäude, teilweise mit witzigen Feinheiten wie diesem Segnungsspruch auf dem Fachwerkhaus.

Der Ortskern: Sehr schön. Leider hatten die Geschäfte und auch die Restaurants zu – hier eine Tour mit dem Besuch eines Biergartens oder eines Restaurants zu beenden wäre sicher schön. Naja, wird ja bald wieder kommen, hoffentlich.

Der Brunnen sah schon so ganz nett aus. Auf einmal kam der ältere Herr im Bild rechts allerdings aus dem Haus im Hintergrund, grüßte freundlich und meinte nur „Na dann bringen wir mal Leben in die Bude!“ und setzte den Brunnen in Gang. Er hat uns halt da stehen sehen und nahm das als Anlass mal rauszugehen. Sehr nett.

Die Figuren haben übrigens kleine „Sonderfunktionen“, die ab und zu ausgelöst werden. Sehr spaßig und noch mehr ein Grund hierhin zurück zu kommen, wenn die Gaststätte wieder auf hat und man an einem Abend gemütlich mit einem Kaltgetränk hier sitzen kann.

Der Weg führte jetzt weiter durch den Ort und an der Kirche vorbei.

Im Gegensatz zu den leerstehenden Gebäuden am Rand des Ortes: Alles sehr schön, sehr idyllisch und gut gepflegt.

Irgendwo hier hat uns auch der kleine Junge freundlich gegrüßt.

Anscheinend gibt es hier einen recht aktiven Heimatverein, der sich um die vielen Bänke, Mülleimer und so weiter kümmert. In jedem Mülleimer im Ort waren frische Mülltüten – man kümmert sich anscheinend hier darum, dass es sauber bleibt.

Von hier aus ging es dann wieder zurück zum Auto, was in der Nähe des Startpunktes stand.

Kleine, angenehm zu gehende Runde. Sehr schöner Spaziergang und eine schöne Ecke hier im Südkreis des Bergische Landes.

Statistik:

  • Gelaufen am 01.05.2021
  • Dauer 2:14 Stunden
  • 6,7 Kilometer mit 186 hm

(Karte von outdooractive.com/de/ / openstreetmap.org)


Nachtrag: In Zeiten von Corona haben wir, damit uns nicht die sprichwörtliche Decke auf den Kopf fällt, Ende März 2020 dazu entschlossen, das Beste aus der Situation zu machen. Dies bedeutete auch, dass wir uns für eine Abwechslung entschieden haben, die 1. spontan möglich ist und 2. uns nicht in die Nähe von Menschen bringt bzw. die Möglichkeit bietet, den gebührenden Abstand zu halten.

Beides haben wir durch spontane (beruflich wie wettertechnisch) Wanderungen gefunden, die wir hier bloggen wollen.

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