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Kreuz und quer durch die Hauptstadt Nord-Islands

Der heutige Tag stand unter dem generellen Motto „Alles kann, nix muss!“. Wir hatten nichts geplant, außer dem Abendessen in einem bei Tripadvisor sehr hoch bewerteten Restaurant. Aber der Tisch war erst um 18 Uhr reserviert und bis da hin hatten wir noch genug Zeit. Also spazierten wir (am Ende knappe 18 Kilometer) durch Akureyri.

Wie schon geschrieben ist Akureyri mit knappen 19.000 Einwohnern nach Reykjavík und zweier Vororte von Reykjavik die viertgrößte Stadt Islands. Die Stadt hat einen Flughafen und bietet ein Hafen für Kreuzfahrtschiffe an, was dazu geführt hat, dass sich hier das größte Bevölkerungszentrum und Dienstleistungszentrum außerhalb der Hauptstadt befindet.

Der Park, in dem der botantische Garten liegt, wurde 1912 eröffnet. Der Garten kam 1957 dazu und beinhaltet aktuell knappe 3.500 Pflanzenarten.

Es ist einer der nördlichsten botanischen Gärten der Welt und hat als Ziel die heimische Pflanzenwelt zu zeigen und zu kultivieren.

Dazu ist er wirklich schön angelegt und hat viele unterschiedliche Ecken, wie diesen fast schon japanischen Garten.

Warum der Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf hier vertreten ist, konnten wir leider nicht herausfinden …

Eine schöne Anlage zum freien herumspazieren mit vielen ruhigen Ecken und künstlerischen Elementen. Teils alte aus der Gründungszeit des Parks …

… teils neue wie die Fotografien eines Damen-Foto-Clubs aus der Stadt.

Der Ausblick auf den Eyjafjördur war dabei auch nicht gerade hinderlich …

Gut, der Regen störte ein wenig, aber wie es hier ja oft heißt: „Warten sie mal ein paar Minuten …“. Wir warteten nicht, sondern gingen zur Tourist-Information, um uns noch etwas inspirieren zu lassen. Die im Eingangsbereich des lokalen Schwimmbads war und aus einem Ständer mit Prospekten bestand. Hmmm … da kam jetzt nicht so viel bei rum.

In der Stadt in der Nähe des Hafens sollte es aber noch eine Tourist-Info geben. Also wieder hinab zum Hafen. Hatten wir schon erwähnt, dass Akureyri an einem Hügel liegt?

Aber hinab geht ja immer besser. Auch wenn der Rückweg wieder einmal versprach anstrengend zu werden.

Da wir ja mehr oder weniger nur grob unser Ziel wussten, konnten wir es uns auch gönnen hier und da mal abseits der Straßen zu gehen, welche vorzugsweise von den Touristen bevölkert werden. Und so bekommt man unserer Meinung nach einen guten Eindruck von der Stadt.

Humor haben sie hier ja.

Meike wollte hier dann in ein, zwei Klamottenläden rein und Jens gönnte sich einen Kaffee. Alles in Ruhe und alles zum Genießen.

Zum Hafen hin wurde es dann etwas weiter von den Straßen und den Häusern her.

Und irgendwie leerer. Was sich dann spätestens beim „Visitor Center“ deutlich zeigte, denn hier tat sich … gar nix.

Wir vermuten, dass hier nur geöffnet ist, wenn Kreuzfahrtschiffe anlegen oder eben Hauptsaison ist. Die zwei deutschen Touristen, die gerade durch die Stadt wanderten, waren nicht Grund genug die Tourist-Info zu öffnen.

Na dann eben auf eigene Faust. In der Nähe sollte die Einstöck Brauerei sein und bei ihr eine Art „Wahrzeichen“. Na dann mal hin und dies quer durch diese wunderschöne Industrie-Hafen-Anlage.

Fun Fact an dieser Stelle: In Akureyri wurde Alfred Gislason geboren und war hier Trainer und Spieler bevor er nach Deutschland ging und den VfL Gummersbach, den THW Kiel und aktuell die deutsche Handballnationalmannschaft trainierte.

Angekommen bei der Einstöck Brauerei, welche ebenfalls Bier für die Marke „Viking“ braut.

Natürlich hofften wir hier auch eine Art „Brewpub“ so wie bei Stewarts in Edinburgh zu finden. Gab es aber leider nicht, dafür aber die größte Bierdose der Welt!

Haben wir das also auch erledigt.

Da das Wetter jetzt nicht wirklich besser wurde, machten wir uns zurück in die Innenstadt und suchten uns dort ein Cafe, wo wir mit einer Tasse Tee beziehungsweise Kaffee überlegen, was als nächstes passiert.

Den Handspritt fanden wir jetzt nicht so lecker. Dafür gab es aber leckeren Kuchen für Meike, eine Quiche für Jens und eine laute spanische Touristin, die ein Video-Call nach Hause machte. Mit der ganzen Familie. Auf Konzertlautstärke.

Na gut, irgendwann war sie auch fertig oder der Akku war alle. Wir haben irgendwie nicht mehr so richtig was interessantes gefunden, wo wir hingehen wollten. Und das miese Wetter half der Motivation jetzt so gar nicht. Die Akureyrarkirkja, welche wir eigentlich mal von innen besuchen wollten, war gerade der Ort einer Beerdigung. Und raus zum Flughafen zum Transportmuseum wäre noch einmal 5 Kilometer pro Richtung. Auch nix für uns.

Also machten wir Plan B wie in Bier: Untappd öffnen und schauen, wo hier in der Nähe interessante Biere eingecheckt werden. Oh, gleich nebenan? Wie praktisch …

Ein Hostel gleich neben dem Cafe (das Akureyri Backpackers) hatte eine Bar mit einigen spannenden Bieren „On tap“. Und wir hatten was zur Unterhaltung dabei: Unser Tablet mit einer elektronischen Variante von Kniffel / Yatzi. Und nachdem Jens mehrere Partien da verloren hat, durchsuchten wir die anderen Spiele und probierten sie aus.

Da allerdings bald unsere Reservierung „drohte“ (und der Akku leerer wurde) spazierten wir noch ein wenig durch den Ort, setzten uns noch kurz in eine spannende Bar die erst um 17 Uhr öffnete, und gingen dann in Richtung Restaurant. Vorbei an weiteren interessanten Orten.

Uns gefiel Akureyri schon sehr, auch wenn nicht so wirklich viel zu machen war. Also nächsten Sommer wiederkommen. Oder einen der folgenden …

Unsere Restaurantwahl für heute Abend war das Rub 23, was mit „Fish-Meat-Sushi“ wirbt. Dort hatten wir an diesem Sonntag Abend noch einen Tisch ergattert, wobei es uns gar nicht mal so voll vorkam. Aber vielleicht wurden ja auch generell nicht alle Tische vergeben, um bestimmte Vorgaben einzuhalten.

Das Essen war also eher in Richtung „Nord-Europäische Fusion“ zu sehen. Dazu gibt es hier auch ein paar mehrgängige Menus, wie bestellten allerdings a la carte.

Zuerst ging es mit einer kleinen Variation von modernen Inside-Out Sushis los, gefolgt von Nigiris und Makis.

Gute Qualität, Handwerklich gut gemacht – sehr schöner Start.

Als warmer Gang dann gegrilltes Tenderloin mit einem kleinen Salat dabei.

Dann ein Lachs-Filet mit warmen Gemüse-Salat und Tempura.

Und als Abschluss ein vorzügliches Stück Lamm. Bis auf die Pilze, die alle zu Meike gegangen sind. Spannend war hier der angebratene Blumenkohl und das super intensive Pesto, was zusätzlich zur Soße einen Extra-Kick gab.

Meike wollte dann noch einen Nachtisch haben – geht ja bekanntlich immer noch rein.

Außer bei Jens, da geht immer noch ein Whisky rein. Und wenn man hier schon die Möglichkeit eines recht seltenen Whiskys aus Japan zu halbwegs vernünftigen Preisen hat …

Alles in allem ein wunderbarer Abschluss für einen spannenden und super relaxten Tag in Akureyri.

Und durch die Nacht ging es wieder bergauf zu unserem Hotel. Denn für morgen hatten wir 2 Touren / Events gebucht und dafür brauchen wir Zeit. Außerdem soll das Wetter etwas schlechter werden, also würden wir etwas vorsichtiger Autofahren müssen.

Oder doch noch kurz in das Bad?

😉

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