Ursprungsplan: Wir fliegen von Milan Linate, dem Flughafen der zentrumsnah am Hotel liegt, am frühen Nachmittag ab, dann können wir noch irgendwo gemütlich frühstücken und fliegen dann über München gemütlich nach Hause!
Realität: Streik der Fluglotsen, also Umbuchung via Wien mit Austrian und Eurowings sowie ein längerer Aufenthalt in Wien. Und … Eurowings.
Aber gut, immerhin war es nicht die zuerst empfohlene Umbuchung via Rom mit Ankunft um 00:30 am nächsten Tag.
So oder so: Etwas früher als gedacht ging es vom Hotel im Shuttle zum Flughafen Linate. Luftlinie vielleicht 1 Kilometer, Fahrtstrecke durch zwei Autobahnkreuze vielleicht 8 Kilometer. Immerhin war der Shuttle-Service inklusive, was nach einigem Diskutieren auch der Typ am Checkout eingesehen hat.
Der Flughafen Mailand-Linate „Enrico Forlanini“ wie er offiziell heißt, ist nach Mailand-Malpensa der kleinere der beiden internationalen Verkehrsflughäfen der Stadt und dient hauptsächlich nationalen und europäischen Verbindungen sowie dem Geschäftsreiseverkehr. 2024 wurden in Linate über zehn Millionen Passagiere abgefertigt. Der Flughafen dient als Europa-Drehkreuz der ITA Airways. Neben Linate und Malpensa wird der weiter östlich gelegene Flughafen Bergamo, vor allem für die Biligflieger, als dritter Verkehrsflughafen Mailands vermarktet.
Für uns war, da wir die erste Strecke mit Austrian fliegen würden, angenehmerweise der Business Class CheckIn inbegriffen. Nicht, dass viel Andrang an den Schaltern herrschte.
Security ging super schnell und so waren wir viel zu früh in der Duty Free Zone, was uns wieder dazu animierte zu schauen, ob man nicht was mitbringen könnte. Die Dose Gin war in der engeren Auswahl aber letztendlich setzte sich die Vernunft gegen die „Grabbelkiste an Kasse“-Reflexe durch und wir entkamen dem Bereich ohne Geld auszugeben.
Was Wasser musste aber noch sein, also reihten wir uns in die Schlange der Kaffee-Süchtigen ein.
Noch einmal die Bestätigung, dass unser Flug nach München storniert war.
Und weil wir ehrlich gesagt gar nicht daran gedacht hatten, sind wir gleich zum Gate und nicht in die Lounge gegangen. War aber auch ok, denn das Boarding sollte bald beginnen.
Unser Glück bleibt bestehen und es war wieder ein Bus-Gate. Oder wir wir es nennen: Eine Gratis Rundfahrt zum Plane-Spotting.
Der Flughafen ist aber nicht so groß und so standen wir bald vor der kleinen Austrian-Maschine, die uns nach Wien bringen sollte. Angenehm war, dass man auch bei höheren Sitznummern hinten einsteigen konnte. Schlecht war, dass dieses Konzept nur bei den Wenigsten ankam.
Platz war wenig, für den knapp einstündigen Flug war das aber auch egal.
Meike zog schon wieder das Glückslos, denn ihr Nebenplatz blieb als einiger der wenigen frei, als es „boarding completed“ hieß.
Ihr Pech: Jens setzte sich dann neben sie (und ja, der Platz hinter uns war nicht frei)
Pünktlich ging es hoch und ab in Richtung Österreich, immer an den Alpen entlang.
Was bei dem Wetter bedeutete: Wunderbare Blick auf die vorbeiziehende Landschaft.
Und weil Meike am Fenster saß, war es auf diesem Flug ihre Aufgabe die Fotos zu schießen.
Gut, hier und da griff Jens auch hinüber, weil Meike gerade in ihrem Buch auf dem Handy lesen wollte. Gemeinsam hielten wir aber den echt wunderschönen Ausblick fest.
Österreich = Mozart-Kugeln! Austrian lieferte wieder mit freundlichen Stewardessen, einem aufgeräumten Flugzeug und einer über-pünktlichen Ankunft.
Auch hier ein Bus-Gate und die Leute stehen trotzdem auf, um als erstes im Bus zu sein. Werden wir nie verstehen …
In Wien hatten wir 4 Stunden Aufenthalt. Und leider, da die Strecke von Wien nach Köln von Eurowings geflogen wurde, hatten wir keinen Vorteil durch unseren Star Alliance Gold Status. Obwohl die Dame in der Austrian Lounge sehr bemüht war. Also suchten wir einen Ort, wo wir was Essen und die Zeit verbringen können. Davon gab es in dem Terminal in dem wir waren, erstaunlich wenig. Auf Jamie Olivers verschiedene Outlets hatten wir keine Lust und ansonsten war da auch sehr wenig zum länger sitzen.
Also machten wir uns auf den Weg in den Terminal, von dem wir abfliegen sollten. Was ebenfalls erstaunlich schwierig war oder wir waren zu blind. Auf jeden Fall war der Weg nicht intuitiv, denn zum Shuttlebus kam man nur durch solche Gänge.
Oida! Aber immerhin waren wir da, wo wir abfliegen sollten.
Und hier fanden wir auch ein Restaurant wo sogar ein Tisch mit Blick auf das Vorfeld frei war. Um das zu feiern wurde auch ein Mittagsbier zum Burger und Club Sandwich bestellt.
Und so verbrachten wir die Zeit mit Kniffel, Lesen, Planespotting und so weiter. Nicht ideal mit dieser Umsteigezeit aber immerhin würden wir heute ankommen.
Wir konnten sogar die Ankunft unseres Flugzeuges bewundern. Was sich als einer dieser Flieger mit Fussball-Referenz entpuppte, hier in der Geschmacksrichtig „Lüdenscheid-Nord“. Was die eilig angeschriebenen „Herne West“-Fans von „Da würde ich nicht einsteigen“ bis zur expliziten Angabe, was wir singen sollen quittierten.
Wir waren erst einmal froh weiterfliegen zu können und als dann auch noch unsere Koffer direkt am Flugzeug gefunden wurden, war alles gut.
Kurz wurden die lokalen I-Ahs und Tiggers von der heimischen Herde gegrüßt und dann ging es ab zum Gate.
Wo wir, da kein Status, etwas länger warten konnten. War uns aber egal, die Rucksäcke können wir zur Not unter den Vordersitz legen und abfliegen würden sie schon nicht ohne uns.
Dann folgte ein Eurowings-Flug. Wie eben ein Eurowings-Flug so ist.
Immerhin: Bei Eurowings haben sie jetzt auch in einigen Maschinen WiFi und damit ein kleines Bord-Programm von Filmen, Serien und der bei Jens sehr beliebten Map.
Unsere Plätze hatten wir diesmal am Gang und in der Mitte, weswegen Bilder aus dem Fenster nicht wirklich möglich waren. Aber hier der erste Blick auf das Rheinland.
Und dann waren wir wieder da.
Das Gepäck wollte noch eingesammelt werden, aber das klappt in Köln ja in der Regel ganz gut.
Und gemeinsam mit sehr, sehr vielen anderen (es kamen auch gerade zwei Ferienflieger an) ging es ab zum Taxistand und mit einem dort wartenden Gefährt ab nach Hause.
Temperaturtechnisch war es übrigens glatte 10 Grad kühler in Köln. Das warme Wetter Mailands würden wir nicht vermissen, diese wunderschöne Stadt dagegen schon. Wird sicherlich noch ein Trip wert sein, gerade mit den Optionen der Zugverbindungen. Und den Restaurants. Und den vielen leckeren Focaccias … 😉














































