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Ein fischiges Abendessen, Marea Seafood & Beverage, Mailand

Nach einem 2 Sterne Essen haben wir in der Regel selten Lust auf Hochküche. Dementsprechend – und auch weil wir nicht wussten, wie wir den Tag verbringen – hatten wir bis zur Rückkehr ins Hotel nichts geplant.

Hunger stellte sich dennoch ein und wollte gestillt werden. Uns so suchte Jens ein paar Vorschläge aus, aus denen die Wahl am Ende auf das Marea Seafood & Beverage fiel. Passenderweise gut mit der M4 zu erreichen, was ehrlicherweise auch ein Argument war. Also ab mit der Linie  27 ein paar Stationen zur Metro. Und für Jens: Yes, ein anderer Triebwagen-Typ (Series 4900)!

Der als Besonderheit vorne immer sehr viel stärker gekühlt war als hinten. Muss man wissen, wenn es draußen 34 Grad Celsius hat.

In der fahrerlosen Metro konnte Jens mal wieder Zugführer spielen … Meike erduldete es wie so oft.

Ach ja, um die Uhrzeit wartet man unangenehm lange auf die nächste Bahn. Grüße an die Kölner Verkehrs Betriebe …

Quer durch einen Park und vorbei an einer Craft Beer Bar ging es zu unserer Restaurantwahl.

Dem bei Tripadvisor zu dem Zeitpunkt auf Platz 2 liegenden Seafood-Restaurant. Klein, aber fein.

Die Weinauswahl wurde relativ schnell getroffen

Ein schöner Wein von der Amalfi Küste aus den Traubensorten Falanghina und Biancolella. Frisch, kräftig, gute und kräftige Säure. Genau das richtige zu Garnelen-Tartar mit Oliven, confierten Tomaten und Kapern sowie dem Thunfisch aus Sizilien mit Ponzu-Gelee und Trüffel-Mayo. Was das war, was wir bestellt hatten.

Nächste Runde Vorspeisen war dann der Hammer: Sliders, also kleine Hamburger, mit Jakobsmuscheln, Bacon, knackigem Salat und Trüffelpesto.

Das war fantastisch!

Da konnten die ebenfalls sehr guten Gyozas mit selbstgemachten Chili-Öl nicht gegen ankommen. Die kleinen Burgerchen waren für uns der Hit.

Dann begannen wir zwei leichtsinnige Fehler, die uns als erfahrenen Essern eigentlich nicht passieren sollten: Da wir noch was Wein bestellten, ließen wir uns noch zu zwei Hauptgängen überreden. Na gut, wir haben sie selbst bestellt.

Und die waren beide zu viel und im ersten Fall auch noch nicht so unser Geschmack, denn der Steinbutt mit Rinderbrühe (?), Auberginen, Artischockenpürree und Kräutern war zwar recht zahnfreudig aber irgendwie eine echt seltsame Kombination. Der Fisch war sehr gut gebraten aber auf der Hautseite total labberig und fettig. Und die Brühe machte irgendwie gar keinen Sinn.

Meikes Oktopus mit Kichererbesenpürree war da schon besser aber leider auch zu viel. Und sowas trübt dann immer das Erlebnis.

Dementsprechend voll (also magentechnisch, nicht lebertechnisch, denn das „ZwiWa“, das „Zwischenwasser“ ist hier oft geordert worden!) ging es zurück zur Metro.

Und mit der Tram am Ende zurück ins Hotel. Wo wir noch diese Beobachtung machten: Derjenige, die die Idee hatte neben einem Marihuana-Shop einen Burger King zu bauen, hat unserer Meinung nach eine Gehaltserhöhung verdient!

In der Hotelbar wollten wir dann noch einen Absacker trinken. Jens „ich möchte Rotwein“ Bestellung wurde leider zu „ich möchte das rote Bier da“ umgedeutet, aber das war uns am Ende auch egal. So wurde noch ein wenig geschaut, wie die Spanier für das Aus der Österreicher sorgten und dann ging es ab ins Bettchen. Morgen war der Wecker was früher gestellt worden, denn es geht aus Mailand raus.

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