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Das Vorgeplänkel von Jens in London

Nun ist also wieder mal Reisezeit. Wie die meisten unserer Reisen – eigentlich jede Reise – beginnt auch diese mit dem ersten Schritt. In Köln ist dies sehr oft die KVB.

Kleiner Unterschied zu den sonstigen Reisen war aber: Jens war alleine! Meike arbeitete fleißig im Büro mit ihren KollegInnen zusammen. Jens dagegen schlief relativ gut aus, packte noch die letzten Sachen in seinen kleinen Koffer (und viele Sachen in Meikes Koffer, dazu später mehr) und machte sich auf den Weg zum Hauptbahnhof.

Hier trafen nacheinander (mit unterschiedlichen Puffern zur Abfahrt) seine Kolleginnen Annika, Anni und Lea ein. Mit diesen ging es in einen ICE nach Brüssel, wo wir dann auch (durch Lea gut verpflegt) für die deutsche Bahn relativ pünktlich ankamen.

Das Ziel unserer Reise: London! Dort fand nämlich die devoxxUK Konferenz statt, wo Jens bereist die letzten zwei Jahre war und die er dieses Mal mit seinen Kolleginnen besuchen wollte. Annika war das letzte Mal ebenfalls dabei, Anni und Lea dagegen sind relativ neu bei unserem Arbeitgeber und daher quasi die „Newbies“ dieser Reise.

In Brüssel hatte die Reisegruppe – danke Jens sehr konservativer Planung inklusiver einer Getränkepause – etwas Aufenthalt. Und damit das nicht zu langweilige wurde, hatte er im Vorfeld eine „urologische Sightseeing Tour“ geplant.

Es ging also mit der Pre-Tram von Bruxelles-Noord in die Innenstadt und gleich erst einmal zu quasi Highlight der Stadt: Manneken Pis! Mit entsprechenden Menschenmengen davor inklusive einer Kutsche mit Pferd.

Unser Weg führte dann über den großen Markt und Jeanneke Pis zu Zinnecke Pis, dem 1999 hinzugekommenen Hund.

Weil es dann irgendwann doch stärker regnete schlug Jens eine Craftbeer-Bar vor, in die wir dann auch einkehrten. Leider ohne etwas zu Essen zu bekommen, was aber alle dank Leas Verpflegung überleben sollten.

Das weitere Wetter lud dann auch nicht zum weiteren Spaziergang ein, also ging es weiter zum Hauptbahnhof Beuxelles Midi. Von dort aus fahren bekanntlich die Eurostar-Züge direkt nach London, inklusive der Grenzkontrolle zur Ausreise aus der EU und der Einreise in UK.

Das wurde alles ohne Probleme durchgeführt und nach ein bisschen Wartezeit (irgendwie bekommen wir nie einen Sitzplatz hier) konnte man auch in den bereitstellenden Eurostar einsteigen.

Jens freute sich noch einmal in einen der etwas älteren e300 einsteigen zu können, die ja langsam außer Dienst gestellt werden. Aber zu viel wollte er die Damen auch nicht mit Bahnfacts nerven, die mussten schon genug von seiner Planung erdulden … 😉

Wobei sie oft gute Laune hatten. Also wenn es beispielsweise Essen gab.

In diesem Foto sieht Anni neben Jens auch wieder relativ fit aus, nachdem sie gleich beim Einsteigen einen fiesen Hustenanfall bekommen hat, weil ein Krümel in die Luftröhre geraten war.

Der Rest der Reise wurde noch etwas gearbeitet, etwas der Aufenthalt in London geplant oder geschlafen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Lille kam dann auch gleich der Tunnel und es schon waren wir in England.

Die Ankunft im immer noch beeindruckenden Bahnhof von St. Pancras gelang dann mit ca. 30 Minuten Verspätung. Uns war es relativ egal, denn heute hatten wir außer einem Abendessen eigentlich nicht mehr viel vor.

BTW: Wer kauft sich denn bitte so ein Auto in so einer Farbe? Da hat aber jemand echt ein Geltungsbedürfnis …

Das von unserem Arbeitgeber bezahlte Hotel war dieses Mal nicht die Travellodge wie vor 2 Jahren (nie mehr!) oder das Tower Hotel an der London Tower Bridge (naja, war halt weit weg), sondern das nHow. Ein sehr modernes Hotel mit hipper Ausstattung. So ein bisschen wie die 25hours der Accor-Gruppe.

Die Zimmer waren schön, boten genug Platz und waren ebenfalls britisch modern eingerichtet.

Den ersten Abend wollten wir auch nicht so spät werden lassen, daher ging es dann auch gleich in ein sehr gutes Hotelrestaurant des Leonardo Hotels in Aldgate: dem Cardinal.

Gutes Essen, Shareing Konzept, alles sehr gut und genügend Auswahl für die sich vorwiegend vegetarisch ernährenden Kolleginnen.

Aber irgendwann war dann eine gewisse Bettschwere erreicht und es ging zurück zum Hotel. Und am nächsten Morgen zu Fuß (groooooßer Unterscheid zu den letzten Besuchen hier!) zum Islington Business Design Center. Sehr schön entlang des Regents Canal, wo wir am zweiten Tag sogar eine tierische Begegnung hatten.

Letzterer ist ein 14 Kilometer langer Kanal, der zwischen 1811 und 1820 errichtet wurde und einen weitern Kanal mit der Themse verbunden hat. Inklusive einem 886 Meter langem Tunnel.

Unser Weg führte uns aber zur Konferenz, die dieses Mal mit etwas Musik eröffnet wurde.

Und die nächsten 2 Tage gab es dann eine volle Dröhnung an Informationen, Ideen, Erfahrungen, Gespräche, Beispielen und Impulsen.

So zum Beispiel der Vortrag von Rob Hopkins „How to Fall in Love with the Future“, ein sehr positiver und motivierender Appell, was wir als Menschen schaffen können und auch, trotz der ganzen Unkenrufe und Negativität, auch gerade jetzt tun.

Die anderen Talks teilten wir 4 uns immer auf, jede und jeder konnte sich das raussuchen, was spannend schien und zwischendurch synchronisierten wir uns immer mal wieder und tauschten uns aus.

Jens musste natürlich zu Holly gehen, die neben 5 coolen Ideen für die Nutzung von Quarkus auch die eher semi-brauchbare Idee eines Observability-Minecraft-Servers vorstellte. Na gut, und die Idee den Stromverbrauch einer Anwendung in Zitronen zu messen war auch nicht das Gelbe der besagten Zitronen … 😉

Josh Long überzeugte wieder mit schnellem Tippen und noch schnellerem Reden. Und seiner Geschichte von Prancer, dem Alptraum-Chihuahua.

Einen witzigen Vortrag hielten Josian Chavalier und Julien Topcu von Shodo: Sie diskutierten als Architekt und Entwickler über die Weiterentwicklung des Transportunternehmens „Mandalorian Express“. Inklusive einem sehr sarkastischen LLM namens „Chat3PO“.

Nach knappen 8 Stunden Voll-Betankung waren alle schon sehr fertig …

Aber nach etwas Ruhe ging es noch zu einem Abendessen. Jens hatte leider einen kleinen Fehlgriff, denn obwohl wir noch einen Tisch in einem Pub bekommen haben (trotz Fußball PSG gegen Bayern), waren die Bedienungen hier nicht besonders auf Zack. Leider mussten wir teilweise, gerade Lea, sehr lang auf das Essen warten, was auch nach mehreren Nachfragen nicht merkbar schneller wurde.

Mit einem spontan gebuchten Uber ging es dann zurück ins Hotel, Lea hatte sich schon vorher auf den Weg gemacht.

Der nächste Tag ging dann auch wieder um 9 Uhr los. Wie die anderen so drauf waren, entzieht sich Jens Kenntnis. Er hatte wieder gute Laune.

Beispielsweise beim Vortrag von Brian Vermeer, der eindrucksvoll und vor allem live die Möglichkeiten von Prompt Injection zeigte, also wie man ein LLM davon überzeugen kann zu halluzinieren oder Geheimnisse Preis zu geben.

Und weil das live passierte und LLMs halt auch nicht deterministisch sind, wurde er von seinem eigenen Hack gerickrolled.Und das so, dass er sogar seinen Browser und die Demo abschießen musste, weil andauernd YouTube neu gestartet wurde …

Ein weiterer sehr interessanter Vortrag von Simone de Gut: Smarter Learnig for Devs. Mit spannenden Forschungsergebnissen über die Lernfähigkeit des Hirns und kleinen Hacks, mit denen man das Lernen einfach und nachhaltiger gestalten kann.

Und zum Abschluss den schnellsten Sprecher unter der Sonne: Victor Rentra! Mit seinen Vortrag über Event-Driven-Architecture Pitfalls.

Oder wie er es sagte: „You got to event, drive home and make architecture … easy“ 🙂

Tja und dann war es auch alles schon vorbei: Die, dieses Mal etwas weiniger und recht uninteressante, Stände waren abgebaut und durch ein Treppenhaus ging es raus.

Naja, noch nicht ganz. Denn dieses Mal wollten wir noch etwas Networking betreiben, weswegen wir mit einem Entwickler aus Hamburg ins Gespräch kamen und über alles mögliche quatschten.

Jens blieb dann auch noch was länger, um mit Mark (Hauptorganisator) und den beiden Präsentatoren vom Mandalorian Express zu quatschen. Und an der Hotelbar, wo er noch zwei Gutscheine in eine Cola und ein Wasser tauschen wollte, kam er noch mit zwei Pärchen ins Gespräch (die einen haben ein Geschäft in Aachen, die anderen arbeiten für Lufthansa). Ein paar witzige Gespräche folgen, aber dann war wirklich schluss.

Aber der berufliche Teil der Reise war ja eh schon beendet. Und der zur Sicherheit mitgefahrene Wuschel forderte den offiziellen Beginn des Urlaubs ein.

Morgen hat Jens einen Flexi-Tag und wird sich mit Meike treffen, die in der Zwischenzeit ihre Seite des großen Koffers fertig gepackt hat und morgen mit dem Flugzeug nachkommen sollte.

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