Kann es noch britischer werden? Rote Telefonzelle, ein Bauwerk von 18-irgendwas von Isambard Kingdom Brunel gebaut und daneben ein modernes Gebäude- Mit einem mittelmäßigem Pizza-Joint davor.
Nein, kann es nicht. Wobei es nicht diese Komposition war, die uns nach Bath an diesem Montag Vormittag geführt hat, sondern die Tatsache, dass Bath selber tatsächlich seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Also eine kurze Geschichtsstunde:
Bath ist eine ca. 100.000 Einwohner zählende Großstadt im Südwesten Englands eben in der Nähe von London. Sie ist berühmt durch ihre römischen Bäder, die ab dem Jahr 43 n. Chr. von den damals hier lebenden Römern aus warmen Quellen entwickelt wurden. Diese einzigen heißen Quellen in England waren der Überlieferung nach schon in vorrömischer Zeit bekannt. Seit der Zeit Elisabeth I. entwickelte sich Bath immer mehr zum Kurort der wohlhabenden Bevölkerung. Daher gibt es noch viele historische Gebäude, insbesondere aus der georgianischen Epoche, in der Stadt. Der das Stadtbild prägende Werkstein ist der in der Nachbarschaft abgebaute Bath Stone.
Die ungefähr 100.000 Einwohner zählende Stadt liegt am Fluss Avon am südlichen Ende der Cotswolds etwa 20 km südöstlich der ehemals bedeutenden Hafenstadt Bristol und knapp 30 km nordöstlich der Kleinstadt Wells. Der Fluss ist übrigens schiffbar durch Schleusen und kann mit Narrowboats befahren werden. Es besteht auch ein Wasserweg, der die Stadt mit der Themse und London verbindet, der Kennet-und-Avon-Kanal.
Ihre Gründung hat die Stadt ihren Thermalquellen zu verdanken. Die Hauptquelle war bereits den Kelten bekannt, die sie der Göttin Sulis geweiht hatten. Nachdem die Römer die britische Insel im Jahr 43 erobert hatten, interessierten sie sich bald auch für diesen Ort und begannen, hier einen Ort mit Badeanlagen (Thermen) nach römischem Vorbild zu errichten. Sie nannten den Ort Aquae Sulis , setzten Sulis jedoch mit Minerva gleich.
Aus den Jahren 300–350 stammen Zeugnisse, die vermuten lassen, dass Christen in Bath gelebt haben. Zur Zeit des Endes der römischen Besatzung Britanniens im 5. Jahrhundert wurde Bath 577 von den Angelsachsen in der Schlacht von Deorham erobert. Sie gaben ihm unter anderem den Namen Hat Batha, engl. Hot Baths „heiße Bäder“, worauf der heutige Name zurückgeht. Mit dem Abzug der Römer und dem schwindenden Einfluss des Römischen Reiches begann der Untergang der Badekultur und der Bäder, auch in Bath. Sie versanken buchstäblich im Schlamm und wurden erst im 19. Jahrhundert zufällig wiederentdeckt.
Dazwischen erlebte Bath immer erneute Aufschwünge und Abstürze, je nachdem wer eben gerade an der Macht war. 1590 erhielt Bath nach einem dieser Aufschwünge das Stadtrechte. Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich Bath zum bevorzugten Kurort des Adels. Die englische Königin Anne Stuart besuchte die Stadt im Jahr 1702. Es begann ein steiler Aufstieg zum mondänen Kurbad von Weltruf. Um 1800 war die Bevölkerung durch den Kurbetrieb auf 34.000 Menschen angewachsen und Bath war damit die achtgrößte Stadt Englands.
Im 19. Jahrhundert wurde Bath in seiner Bedeutung als Kurort von anderen europäischen Bädern überflügelt. Die Blütezeit war vorbei. Im Jahr 1889 wurde King’s and Queen’s Bath restauriert und neu errichtet. Im Zuge dieser Bauarbeiten stieß man auf das alte römische Bad, das weitgehend erhalten war.
Seit 1987 gehört Bath wie gesagt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im Jahr 2005 wurde als neue Attraktion der große Bäderkomplex Thermae Bath Spa mit mehreren Bädern sowie Wellness- und Beautybereich eröffnet. Zusammen mit zehn weiteren bedeutenden Kurstädten Europas wurde Bath 2021 erneut in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, sodass es nun zwei Welterbestätten beherbergt.
Unser Weg führte uns jetzt am Avon entlang in Richtung von ein paar Sehenswürdigkeiten, denn wir hatten über GPSmyCity wieder mal eine Route gefunden.
Die Narrowboote lagen friedlich angetaut und es war, im Gegensatz zu London, erstaunlich ruhig und entspannend.
Der Fluss fließt hier auch relativ ruhig und so ließen wir die Natur einfach auf uns wirken. Und hofften, dass die Schwäne uns in Ruhe lassen würden.
Taten sie und so konnten wir ohne Probleme zum ersten Programmpunkt der Tour kommen: Dem Royal Victoria Park.
Es gibt viele Parks im Vereinigten Königreich, die an Queen Victoria erinnern, dieser hier ist dennoch was besonderes, denn er wurde 1830 eröffnet, als (damals Prinzessin) Victoria erst 11 Jahre alt war.
Heute ist der Park, neben den vielen anderen in Bath, ein Ort der Ruhe und der Entspannung. Gut, sollte er damals auch sein, denn Bath war eine der ersten Städte der Welt, in der neben dem reinen „Wohnen“ auch für das Wohlbefinden der Einwohner geplant wurde, unter anderem mit solchen Parks. Auch deswegen waren neben den Parks die Reihenhäuser für die Bevölkerung angeordnet. Alle mit Blick ins Grüne …
Nächster Tagesordnungspunkt: Der Royal Crescent, ein eindrucksvolles Gebäude auf einem Hügel gelegen.
Architekt des in den Jahren zwischen 1767 und 1774 im Georgianischen Stil erbauten Crescent war John Wood der Jüngere, der sich in gewisser Weise an der Gestaltung des von seinem Vater John Wood dem Älteren in den Jahren 1754–1769 entworfenen und nur etwa 300 m entfernten Circus in derselben Stadt orientierte. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Gebäudes durch Fliegerbomben beschädigt. Während die meisten Häuser immer noch zu Wohnzwecken dienen, ist in Haus Nr. 1 ein Museum und in den zentralen Häusern Nr. 15 und 16 ein Hotel untergebracht.
Der Baukomplex besteht aus 30 halbkreisförmig aneinander gebauten Häusern mit vorgeblendeten Dreiviertelsäulen mit ionischen Kapitellen, die ihm in seiner Gesamtheit das Aussehen eines Palastes verleihen. Während das Untergeschoss (Souterrain) den Wirtschafts- und Lagerräumen (z. B. Küche) vorbehalten war, befinden sich hinter den von Halbsäulen gerahmten Fenstern im Mittelgeschoss die Repräsentationsräume und darüber die Schlafräume der Herrschaften. In den von einer Balustrade verdeckten, gedrungenen und nur von kleinen Fenstern belichteten Dachräumen waren die Schlafkammern der Dienstboten untergebracht.
Sowohl der Royal Crescent als auch der Circus können als Sinnbild des gewachsenen Selbstbewusstseins des durch Handel und Arbeit wohlhabend gewordenen Bürgertums gegenüber dem traditionell dominierenden, aber im Verfall begriffenen Adel verstanden werden. Der ursprünglich nur Crescent genannte Baukomplex erhielt den Zusatz Royal erst Jahrzehnte später.
Und genau zu diesem „Circus“, von John Wood dem Älteren in 1768 erbaut, kamen wir als nächstes.
Die gedanklich sowohl vom Kolosseum in Rom als auch vom megalithischen Steinkreis von Stonehenge beeinflusste Gesamtanlage bildet einen Kreis mit drei abgehenden Straßenzügen. Die allesamt gleichgestalteten Häuser haben ein Souterrain und jeweils drei oberirdische Vollgeschosse. In den kleineren Dachgeschossen befanden sich Schlafkammern für Dienstboten etc. Alle Fassaden sind durch Doppelsäulen mit den für den Klassizismus (hier: Georgianische Architektur) typischen dorischen, ionischen und korinthischen Kapitellen gegliedert.
Ursprünglich befand sich im Innern des Kreises eine Freifläche, die jedoch bereits im frühen 19. Jahrhundert von den Bürgern selbst bepflanzt wurde. Heute stehen dort fünf große Platanen.
Tatsächlich war John Wood der Ältere so vom Druidentum angetan, dass der Royal Crescent im Durchmesser tatsächlich exakt dem von Stonehenge entspricht.
Heute sind Wohnungen hier … nicht günstig.
Für uns ging es in Richtung des Stadtzentrums.
Jane Austen (geboren 1775 in Steventon, gestorben 1817 in Winchester) war eine britische Schriftstellerin aus der Zeit der Regency, deren Hauptwerke Stolz und Vorurteil und Emma zu den Klassikern der englischen Literatur gehören.
Nichts verkörpert das Leben in Bath zur Regency-Zeit so sehr wie ein klassischer Roman von Jane Austen. Die weltberühmte Autorin lebte von 1801 bis 1806 in Bath. Zwei ihrer Romane, „Northanger Abbey“ und „Persuasion“, spielen hier. Es ist also keine Überraschung, dass sich in Bath das Jane Austen Centre befindet. Eingebettet in ein gregorianisches Haus in der Nähe der imposanten Bath Abbey, des Circus und der römischen Bäder möchte dieses Museum der Welt die Wunder von Austens Bath aus der gregorianischen Ära näherbringen. Für uns heute nicht, wie hatten dafür zu viel zu entdecken.
Das 1805 eröffnete Theatre Royal in Bath zählt nach wie vor zu den größten Provinztheatern Großbritanniens. Das Theater liegt im belebten Viertel Seven Dials im Stadtzentrum von Bath und bietet Gastspiele, Musicalaufführungen und Stand-up-Comedy. Das Theater ist zudem das Zentrum des renommierten Shakespeare-Festivals von Bath, das den ganzen März über stattfindet. Der Theaterkomplex beherbergt außerdem zwei kleinere Studiotheater – das Ustinov Studio, in dem jährlich ein Puppentheaterfestival stattfindet, und The Egg, ein neu eröffnetes Kinderstudio, das regelmäßig Kunst- und Theaterworkshops für Kinder und Familien veranstaltet.
Das Theatre Royal ist eines von mehreren schönen Beispielen gregorianischer Architektur in der Stadt Bath. Das Hauptgebäude des Theaters wurde ursprünglich im Jahr 1720 erbaut und vom Architekten Thomas Greenway entworfen. Der lokale Prominente Beau Nash war der erste Bewohner des Gebäudes, bevor es im frühen 19. Jahrhundert zu einem Theater umgebaut wurde. Nach einem Brand im Jahr 1863 wurde das Theater wieder aufgebaut; das prunkvolle, in Rot und Gold gehaltene Interieur des 900 Plätze fassenden Zuschauerraums wurde im Rahmen einer vollständigen Renovierung des Theaters im Jahr 2010 restauriert. Zur Feier der Restaurierung und Wiedereröffnung des Theaters feierte das Stück „The Rivals“, das in der Blütezeit des gregorianischen Bath spielt, Premiere.
Ansonsten erreichten wir jetzt das Stadtzentrum, es wurde etwas voller und das leider auch mit vielen Touristen. Na gut, waren wir ja auch.
Weiter ging es zum Grund, warum hier zuerst eine Stadt gebaut wurde. Die heißen Quellen.
Die Bäder von Bath werden von einem natürlichen Quellensystem gespeist. Regen fällt auf die nahegelegenen Mendip Hills und sickert durch Kalkstein-Grundwasserleiter nach unten, bis er sich mehr als 4.000 Meter unter der Erdoberfläche befindet. Geothermische Energie erwärmt das Wasser und setzt es unter Druck, woraufhin es an die Oberfläche steigt und durch natürliche Spalten austritt. Das 46 Grad Celsius warme Wasser sprudelt mit einer Menge von mehr als einer Million Litern (250.000 Gallonen) pro Tag hervor.
Diese natürliche Quelle zieht seit mehr als 2.000 Jahren Besucher in die Gegend. Die Kelten beteten hier, und die frühen Römer weihten die Quellen der Göttin Sulis. Daher lautete der römische Name der Stadt Aquae Sulis. Es wird auch angenommen, dass der vor-römische britische König Bladud hier die ursprünglichen Bäder errichtete und dass deren Heilkräfte ihn und seine Schweine von Lepra heilten.
Zwischen 60 und 70 n. Chr. wurde der römische Tempel errichtet. Die Bäder, oder Thermen, entstanden im Laufe der folgenden rund 300 Jahre. Nach dem Rückzug der Römer aus Britannien verfiel der Komplex und war im 6. Jahrhundert verschwunden.
Heute befindet sich die Quelle in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das von John Wood dem Älteren und John Wood dem Jüngeren entworfen wurde. Die Gebäude wurden während der viktorianischen Ära in einem ähnlichen Stil weiter ausgebaut. Der Haupteingang führt derzeit durch den Grand Pump Room, wo Besucher das Wasser tranken und viele gesellschaftliche Veranstaltungen stattfanden.
Und auch die nähere Umgebung wusste zu überzeugen – sehr schön hier.
Nächster Programmpunkt war dann die Kathedrale von Bath. Wobei wir zuerst einer Opernsängerin zuhörten, die auf diesem Platz hier ein paar Lieder sang. Leider von einer französischen Schülergruppe gestört, die sich laut unterhielten und ihre Chips essen mussten und damit das Ambiente echt störten.
Auch die beeindruckende Tür der Abbey zu fotografieren wurde durch zwei indische Damen gestört, die eine ganze Fotosession abhalten mussten.
Kurz noch den Pump Room der Quelle von außen angeschaut.
Und dann für 8 Pfund pro Person die Kathedrale besucht. Eine sehr schöne Kirche!
Die Abteikirche St. Peter und St. Paul, allgemein als Bath Abbey bekannt, ist eine Pfarrkirche der Church of England und war einst ein Benediktinerkloster in Bath. Sie wurde im 7. Jahrhundert gegründet, im 10. Jahrhundert umgestaltet und im 12. sowie im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut. In den 1860er Jahren fand unter der Leitung von Sir George Gilbert Scott ein umfangreiches Restaurierungsprojekt statt.
Diese Kirche ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Perpendicular-Gotik im Westen Englands. In der Vergangenheit diente sie auch eine Zeit lang als Kathedrale, doch später, nach Streitigkeiten zwischen Kirchenvertretern in Bath und Wells, wurde die Diözese Bath und Wells an der Wells Cathedral angesiedelt. Die hier ansässige Benediktinergemeinschaft wurde 1539 im Zuge der Auflösung der Klöster aufgelöst.
Die Kirche hat einen kreuzförmigen Grundriss und bietet Platz für bis zu 1.200 Gottesdienstbesucher. Sie dient nicht nur als aktiver Ort der Andacht, sondern ist auch Schauplatz verschiedener gesellschaftlicher Veranstaltungen, Konzerte und Vorträge. Im Untergeschoss befindet sich ein Museum, das das kulturelle Erbe der Kirche präsentiert.
Die Bath Abbey ist als denkmalgeschütztes Gebäude der Klasse I anerkannt, wobei ihr beeindruckendes Fächergewölbe ein besonderes Merkmal darstellt. Im Inneren befinden sich Kriegsdenkmäler, die der lokalen Bevölkerung gewidmet sind, sowie Denkmäler zu Ehren mehrerer bedeutender Persönlichkeiten, darunter Wand- und Bodenplaketten sowie Gedenk-Buntglasfenster. Die Kirche beherbergt zwei Orgeln und ein Glockenspiel mit zehn Glocken. An ihrer Westfassade sind Skulpturen zu sehen, die Engel darstellen, die auf zwei Steintreppen in den Himmel aufsteigen und damit die Jakobsleiter symbolisieren.
Für Meike natürlich interessant: Die Orgel!
Für eine kleine Pause während der ganzen Tour eigneten sich auch die kleinen Kapellen. In einer stand eine kleine Stele, wo in den Sprachen aller Weltreligionen eine gute Message eingraviert war. In der heutigen Zeit wichtiger denn je.
Ein schönes Gebäude und trotz dem doch etwas hohen Eintrittspreis (es gibt ja eine ähnliche Diskussion rund um den Kölner Dom) echt schön.
Und, wie üblich, ein Licht für alle die, die nicht mehr da sind.
Weiter ging es durch nun wechselhaftes Wetter. Jens konnte sich so gerade eben bei diesem Shop hier beherrschen …
Das lag auch daran, dass wir Hunger und über Untappd einen kleinen Brewpub ausgemacht hatten.
Gegenüber sah es jetzt auch nicht so schlimm aus (siehe die Fleischstücke im Fenster), aber draußen sitzen war jetzt nicht so unser Ding. Eine gute Entscheidung, denn während wir Bier tranken und aßen, mussten die Gäste gegenüber drei Mal die Plätze räumen, weil es regnete.
Für uns gab es dagegen ein paar leckere Biere der Brauerei „Somer Valley Farms“
Und tatsächlich auch sehr gutes Essen: Kaarage, Schweine-Kroketten, …
… ein Roast Beef Crumpet sowie …
… eine Miso-Aubergine.
Sehr lecker und, wobei wir am Anfang noch alleine waren, relativ gut besucht für einen Montagmittag.
Während wir so saßen und aßen überlegten wir, was wir jetzt machen wollen. Ursprünglich war der Plan ja noch eine weitere Stadt zu besuchen, die mehr oder weniger auf dem Weg liegt, nämlich Oxford. Und weil wir keine besseren Ideen hatten, machten wir das dann einfach auch.
Vorher ging es aber noch zu einem letzten, na gut vorletzten, Highlight. Zu einer Brücke, auf der wir gerade auch stehen.
Bath ist wirklich eine Stadt mit einzigartigen Sehenswürdigkeiten, aber keine davon ist so unverwechselbar wie die Pulteney Bridge. Je nachdem, wem man Glauben schenkt, gibt es weltweit nur eine, zwei oder drei weitere Brücken, die von Geschäften gesäumt sind. Wie auch immer die genaue Zahl lauten mag, es gibt sicherlich nicht viele andere Brücken dieser Art.
Die Brücke wurde 1774 eröffnet und von Robert Adam entworfen. Die Brücke war die Idee von William Johnstone Pulteney, der sie nach seiner Frau Frances benannte. Seine Vision war es, in der Nähe eine neue Stadt zu errichten, doch dafür benötigte er eine imposante Brücke, um diese mit Bath zu verbinden. Adams Entwurf wurde im palladianischen Stil entworfen, in Anlehnung an den venezianischen Architekten Andrea Palladio aus dem 16. Jahrhundert.
Die Pulteney Bridge gehört zum Weltkulturerbe und ist ein denkmalgeschütztes Gebäude der englischen Klasse I. Entlang der Brücke finden Sie Restaurants mit unterschiedlichen Küchen, kleine Geschäfte sowie den offiziellen Shop des Bath Rugby Club. Die Fahrbahn ist bis heute eine stark befahrene Durchgangsstraße durch Bath.
Die beste Aussicht auf die Brücke hat man eigentlich von der Südseite aus, entweder von den Parade Gardens oder vom Beazer Garden Maze.
Im Süden fließt der Fluss Avon über das Crescent Weir. Die Geschäfte auf der Nordseite wurden im 18. und 19. Jahrhundert von ihren damaligen Eigentümern stark umgebaut und erweitert. Ihre auskragenden Grundrisse stehen in starkem Kontrast zu der schönen georgianischen Steinbrücke, wie man sie von Süden aus sieht.
Sehr cool anzuschauen.
Und auf dem Weg lag noch was anderes cooles, denn Bath ist eine Rugby Hochburg. Im Stadion Recreation Ground spielt Bath Rugby, eine Mannschaft der obersten englischen Liga und sechsfacher englischer Meister.
Und man kam sogar rein!
Jens was here!
Am Avon entlang ging es dann in einer kleinen Kurve zurück zum Bahnhof, ein schöner kleiner Verdauungsspaziergang, bei dem wir nochmal die Architektur von Bath bewundern konnten.
Zurück ging es über eine kleine Brücke, die übrigens bis vor 30 Jahren mautpflichtig war.
Und dann waren wir auch schon am Bahnhof.
Ein schönes Städtchen, sicherlich genug für einen Tag oder, wenn man die Umgebung hinzunimmt, auch für mehr. Jetzt hieß es dann aber: Ab auf den Bahnsteig, nochmal kurz auf die (kostenlose und sehr saubere) Toilette und dann ab.













































