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Zurück nach London und ab nach Heathrow (mit einem ungewöhnlichen Transportmittel)

Geplant waren heute eigentlich nur noch zwei Programmpunkte: Zurück zum Hotel nach Canary Wharf, Koffer abholen und dann weiter nach Heathrow. Würde alles mit dem BritRail Pass gehen, da ja sowohl die Thamselink Züge (mit dem wir jetzt fahren würden), die Elizabeth Line (zum und vom Hotel) und der Heathrow Express (von Paddington nach Heathrow) im Pass inkludiert sind.

Würde etwas anders werden, aber der Reihe nach. Da Züge in Großbritannien, wie beschildert, die Türen schon vor der Abfahrt schließen, mussten wir im Zug etwas bis zur ersten Klasse gehen, die gaaaaaaanz vorne im Zug ist.

Dann hieß es erst einmal: Ausruhen, Wasser trinken und die Landschaft genießen. Oder in Meikes Fall schlafen. Diese Fähigkeit einzuschlafen, sobald sich das Transportmittel monoton bewegt, ist immer wieder bewundernswert.

Voll war der Zug zu keiner Zeit. Also in der ersten Klasse nicht, die im Grunde genommen eine zweite Klasse nur mit Tischen ist. Also in den Zügen der Thamselink.

Schnell tauchten die ersten Vororte von London auf und wir erreichten East Croydon, London Bridge und somit das Stadtzentrum.

Auf dem Weg hat Jens aber versucht den nötigen Fußweg zu minimieren. Und ist dabei auf eine Option gestoßen, die ihm sein Arbeitskollege Abdi letztes Jahr beim Besuch der devoxx UK gesagt hat. Um die zu nutzen stiegen wir in Blackfriars aus, dem Bahnhof direkt über dem nördlichen Ufer der Themse.

Denn hier kann man nicht nur zur Tube oder zu Bussen umsteigen, sondern auch zu … den Fähren.

Uber Thames Clippers (weil von Uber gesponsort) ist ein regelmäßiger Bootdienst auf der Themse in London, der das Zentrum von London mit den Docklands verbindet. Zum Einsatz kommen 25 bzw. 28 Knoten schnelle Katamaranfähren. Die Verbindungen werden auch als River Bus vermarktet. Und genau diese Commuter Route sollte uns von Blackfriars direkt neben unser Hotel in Canary Wharf bringen.

Vom Bahnhof ging es hinaus und gut beschildert zum Anleger.

Bei dem sonnigen Wetter erschien uns eine Bootsfahrt auch, neben der Optimierung des Rückweges, äußerst sinnvoll.

Während unserer 10 Minuten Wartezeit kamen tatsächlich 2 weitere Boote an, die allerdings jeweils auf anderen Linien fahren. Anlegen, Aus- und Einsteigen sowie Ablegen sind gut organisiert und benötigen bei wenigen Leuten knapp 2 Minuten.

Auf dem Boot: Touristen und Locals, wobei erstere natürlich etwas überwogen.

Noch ein Vorteil: Die Bord-Gastro hat Bier, was Jens sich nicht entgehen lassen wollte. Mit selbigem ging es dann nach Achtern und zum Sightseeing. War eigentlich nicht erlaubt Glasflaschen mit hinaus zu nehmen, es hat aber auch niemand protestiert.

Und der Blick war schon schön, hinten saßen und standen natürlich nur Touristen.

Merke: Unter der Tower Bridge Fotos mit dem Handy zu machen ist erwartbar unerfolgreich!

Hinter der Tower Bridge dagegen …

Nee, war schon schön. Für 8 Pfund pro Person allerdings auch nicht wirklich preiswert. Aber immer noch günstiger wie eine Touri-Boot-Fahrt. Und die Gebäude machen hier kein Unterschied.

Hinter dem Haltepunkt an der Tower Bridge (direkt am Hotel, in dem wir 2025 zur devoxx UK waren) nimmt das Boot Fahrt auf und prescht in Richtung Greenwich, um uns vorher kurz am Canary Wharf freundlicherweise von Bord gehen zu lassen.

Schon cool, hätten wir das früher gewusst, wären wir sicherlich öfters mit dem Boot gefahren. Gerade bei schönem Wetter eine nette Art in die Stadt zu fahren.

Ein kurzer Fußmarsch zum Hotel, einmal noch die Hoteltoilette (die im zweiten Stock war, keine Ahnung warum) und dann ab zur Elizabeth Line. Die jetzt langsam voller wurde, weswegen wir uns mit unseren Koffern, die wir ja jetzt bis zum CheckIn morgen früh mit uns schleppen mussten, an einer Tür platzierten und hofften, dass diese niemals geöffnet wird. Lustigerweise war die erste Station, wo „unsere“ Seite geöffnet wurde, genau die an der wir aussteigen mussten. Instinktiv also alles richtig gemacht!

In Paddington hatten wir bis zur Abfahrt noch ein paar Minuten, also rasch noch ein paar Touristen-Fotos gemacht. Einmal von der alten Bahnhofsuhr …

… und einmal von einem Bären aus Peru, um den wir uns auch gekümmert hätten.

Die GWR würden wir heute nicht benutzen, vielmehr konnten wir mit unserem Ticket mit dem Heathrow Express fahren. Dessen Ticket in der ersten Klasse übrigens 17% des Gesamtpreises unseres BritRail Passes kosten würden (32 britische Pfund).

Das für eine Fahrdauer von 22 Minuten bis zum Terminal 5 ist schon … teuer. Kein Wunder, dass der Zug so leer war und viele „normale “ Reisende die Elizabeth Line verwenden, die zwar öfters hält, aber eben dafür auch nur 12 Pfund pro Richtung kostet.

Uns egal, war ja im Pass inbegriffen. Und schon waren wir an der Endhaltestelle Terminal 5 des Flughafens Heathrow, dem Terminal von British Airways.

Warum da und nicht am Terminal 2, dem Terminal von dem wir morgen abfliegen würden? Weil hier das Sofitel der Accor Kette ist und wir das ibis dort in der Nähe nicht nehmen wollten, übernachten wir also hier. Also wenn wir diesen Aufzug hier meistern.

Erst ganz hoch, dann verwunderte Blicke ernten, weil man im Aufzug bleibt, dann eine Etage runter. Raus aus dem Aufzug, in den Terminal rein, ein bisschen gehen, wieder raus und in einen anderen Gang. Den dann lang, hoffen, dass man richtig ist, und „schon“ waren wir an der überfüllten Rezeption.

Gut, der CheckIn war nett und schnell. Wie auch schon in Athen bei unserem unfreiwilligen Zwischenhalt bekamen wir ein Upgrade in eine Suite. Auch schön, wobei uns das „normale“ Zimmer nicht gestört hätte, denn der Blick geht so oder so in einen Innenhof. Flughafenhotels punkten ja in der Regel durch ihre Location, so auch hier. Eine Nacht war hier teurer als in dem Novotel in Canary Whart.

Die Alternative wäre aber gewesen, da unser Flug morgen um 7:25 abheben soll, eine Aufstehzeit so um die 3 Uhr morgens. Das war uns dann der Aufpreis wert. Was es nicht wert war, war das Essen im Restaurant, was das schlechteste Essen des Urlaubs werden sollte. Ursprünglich hatten wir den Plan mit einem Taxi in einen der kleinen Orte rund um Heathrow zu fahren und dort in einen Pub zu gehen. Hätten wir besser mal gemacht.

Aber gut: Wir sind am Flughafen und fliegen morgen aus der britischen Sonne in die griechische Sonne!

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