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Restaurant Tanglberg Vorchdorf

Nachdem wir uns im Gästehaus frisch gemacht haben, ging es für uns die 20 Schritte zum Abendesen in das Restaurant Tanglberg.

In dem Haus gibt es neben dem Restaurant eine Galerie für zeitgenössische Kunst. Unser Fokus lag eher auf dem Essen aber es ist sicherlich für den einen oder anderen eine spannende Ergänzung, denn die Galerie kann man beispielsweise zwischen den Gängen anschauen.

Das Gebäude selbst ist verwinkelt und es gibt nicht den einen großen Speiseraum. Die bequemen Sitzecken in den alten Räumen hatten schon was für sich. Unser Platz war dann sogar am Fenster, was angesichts der Temperaturen angenehm erfrischend war. Und auf der Straße war nicht viel los.

Nach einer herzlichen Begrüßung (inkl. eigentlich nicht nötiger Entschuldigung für den umständlichen CheckIn in das Gästehaus) ging es mit Brot und kleinen Tapas los – gefolgt vom Gruß aus der Küche.

Ach so: Natürlich haben wir wieder das Menu inklusive Weinbegleitung genommen.

Gestartet wurde mit der Pamet Marille & Jakobsmuschel. Dazu ein wenig Kaviar, grüne Tomate, Wasabi Crumble, Fenchel und eine Mandelvichyssoise. Sehr viele Einzelteile und etwas überfordernd ob der Menge an Komponenten und Geschmäckern. Aber die Jakobsmuschel war hervorragend!

Dann das Highlight. Nicht, dass der Rest des Menus schlecht gewesen wäre (war er nämlich nicht), aber das was jetzt kommt war der Knaller: Eine Bisque vom Kaisergranat mit einer Art „Tempura-Kaisergranat und Dillschmand und einer gefüllten Zucchiniblüte darunter.

Der Hammer! Die Bisque war zu Niederknien und wir schämen uns nicht zu sagen, dass wir, als niemand hingeschaut hat, mit dem Finger auch das letzte bisschen davon aus dem Teller gekratzt haben. Das war sagenhaft.

Danach der bretonische Wolfsbarsch mit Saubohnen, Kalbskopf und Bohnenkraut. Schöne Haut, schöne dicke Bohnen. Aber wir waren noch beeindruckt vom Gang davor.

Was aber hier schon auffällt: Sehr starke, geschmacktsintensive Soßen gibt es hier. Mögen wir ja gerne …

Hauptgang: Entrecote vom Atterochsen mit Brokkoli, Eierschwammerl, Dottercreme und Spargel. Grandiose Fleischqualität und ein runder Teller.

Als ersten Nachtisch: Ziegenkäse mit Getreide, Senfgurke, Holunderblütensorbet, Rahmgurke und Dill. Alles sehr stimmig und rund. Selbst für Meike, die ja nicht so ein Käse-Fan ist, aber trotzdem gekostet hat.

Denn Meike hatte sich als Alternative zum Käse Mirabellen, Sauerrahm, weißer Gries und weiße Schokolade gegönnt.

Was, da der letzte Gang geeiste Valhorna Schokolade mit einem Schokoflan und Himbeeren war, einen nicht zu unterschätzenden Zuckerschock bedeutete.

Abschluss mit einem Espresso und … noch mehr Zucker.

Um dem Gegenzusteuern dann noch einen Digestif aus der Region.

Wobei hier die Auswahl nicht einfach war. Schnappsbrennereien gibt es hier dann doch ein paar.

Fazit: Sehr herzlicher Service, sehr spannende Gerichte und eine aromenstarke Küche mit Hammer-Saucen, die das Team um Koch Rainer Stranzinger hier bietet. Das ist auf jeden Fall ein Halt wert hier und war eine gute Wahl von uns.

Und nach dem Essen in einem 400 Jahre alten Bauernhaus ein paar Schritte neben dem Restaurant zu übernachten hat auch was für sich.

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