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Restaurant Wonka Nürnberg

Das letzte Abendessen in Nürnberg wollten wir in einem Newcomer der dortigen Szene einnehmen: Dem Restaurant Wonka. Das Wonka liegt etwa 2 Kilometer westlich der Altstadt und ist mit der Straßenbahn eigentlich gut zu erreichen. Wir gingen zu Fuß, um uns noch mehr Appetit zu erarbeiten.

Im schlicht und warm eingerichteten Restaurant wurden wir dann freundlich willkommen geheißen und zu unserem Tisch geführt. Jens wurde dabei direkt vor einem Weinregal platziert, was dazu geführt hat, dass er den ganzen Abend einerseits der Verlockung widerstehen musste (ja, die Flaschen waren alle voll) und andererseits in der Furcht lebte, den Schrank beim Bewegen zum Einsturz zu bringen. Spoiler: Ging noch gerade so gut.

Auch hier war unsere Auswahl einfach: Einmal das Menu (für Meike ohne den Käsegang) mit der Weinbegleitung. Und gleich danach kam ein erfrischender Gruß aus der Küche zusammen mit etwas Brot.

Spannend, aber auch etwas gewöhnungsbedürftig, war die karamellisierte Butter – war irgendwie ungewohnt. Wir mögen dann doch lieber die salzigen und/oder scharfen Versionen.

Dann ging es mit Saibling, Fenchel und Apfel, einer sehr klassischen Kombination, los.

Schöne Konsistenz, stark aber nicht zu stark gewürzt. Klasse Einstieg.

Als zweiten Gang etwas seltenes: Rochen mit Kohlrabi und Haselnuss.

Der Rochen war sehr fest und schmeckte sehr dezent süß. Der Kohlrabi dazu war auch etwas zu leicht – hier fehlte irgendwie der „Wumms“. Aber handwerklich eine klasse Arbeit.

Danach wurde es wieder klassisch: Ente mit Steinpilzen und Feige.

Super Haut, schönes Fleisch mit gut getroffenem Garpunkt. Und ja, Jens hat auch die Steinpilze gegessen. Wobei das auch recht wenige waren und der italienische Wein dazu half auch.

Weiter ging es mit dem Hautpgang: Bavette, also Flanksteak, mit Süßkartoffeln und Mais.

Sehr schönes Fleisch und eine super Soße. Der Rest war eher schmückendes (und wohlschmeckendes) Beiwerk, der Hauptaugenmerk lag aber verständlicherweise auf dem schönen Rindfleisch. Sehr lecker.

Danach kam leider ein für den Geschmack von Jens zu schwacher Gang :Ziegenkäse, Melone und Granatapfel.

Gegrillte Melone haben wir zu Hause schon gemacht und das schmeckte uns besser. Der Granatapfel gab eine sauere Komponente und der Ziegenkäse war ok. Zusammen traf das aber nicht den Punkt.

Anders beim zweiten Nachtisch, den Meike und Jens gemeinsam hatten: Zwetschge, Karamell und Pfeffereis.

Auch wenn man sich von dem Begriff „Pfeffereis“ verleiten lässt eine stärkere Pfeffer-Note zu erwarten und dann überrascht ist, wie wenig Pfeffer man am Ende schmeckt – eine gute Kombination und auch wieder handwerklich gut gemacht.

Zur Rechnung (und dem Digestif) dann noch ein paar kleine Schokolädchen und Macarons.

Fazit: Ein, zwei Gänge waren irgendwie nicht auf Par mit den anderen. Dafür auf der anderen Seite mit dem Saibling und den Fleisch-Gängen sehr, sehr gute Gänge. Und kreativ war es auch – wir sind mal gespannt, wo die Reise hier hingeht. Die Ambition geht hier ganz klar in Richtung „wir wollen einen Stern“ – dafür müssten aber konstantere Gänge sein. Finden wir mit unserem ambitionierten Halb-Wissen.

Ach so: Service war gut, schnell, freundlich und, ein Pluspunkt zu gestern, es waren keine lauten und irritierende anderen Gäste da. 😉

Da wir heute auch schon wieder 12 Kilometer gelaufen sind, ließen wir uns ein Taxi rufen und fuhren zurück ins Hotel. Wo wir dann noch den Gutschein für ein Getränk an der Hotelbar einlösen konnten, 5 Minuten bevor die Bar zugemacht hat.

Und dabei haben wir dann noch gemütlich den morgigen Tag geplant und sind dann satt und zufrieden ins Bettchen gefallen.

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