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Rücksprung ins Mittelrheintal

Nach dem großartigen Erfolg unseres ersten Trips ins MIttelrheintal (auch wenn wir von den avisierten 2 Wanderungen nur eine gemacht haben) haben wir uns spontan entschlossen, dieses noch einmal zu machen. Irgendwie scheint unser doch eher mathematisch geprägtes Hirn die begonnenen Etappen des RheinBurgenWeges abschließen zu wollen (der innere Monk lässt grüßen).

Also waren wir Freitags nachmittags wieder auf der Autobahn und auf dem Weg nach Koblenz.

Dieses Mal ging es aber an Koblenz vorbei und auf der B 9 weiter rheinaufwärts nach Boppard.

Dieses Mal wollten wir unsere „Zelte“ dort aufschlagen und von dort aus mindestens eine Etappe des RheinBurgenWeges am Samstag wandern. Die Auswahl eines Hotels war durch die Spontanität doch etwas schwierig, eigentlich war unser erster Wunsch ein Hotel in Rhens, dem Zielort der Etappe. Da dort das einzige Hotel ausgebucht war, fiel unsere Wahl auf das Hotel „Ebertor“ in Boppard, wo wir noch ein Zimmer ergatter konnten.

Das Hotel besteht aus einem Hostel mit Mehrbett-Zimmern und einem Hotel. Die Gäste schienen zu einem großen Anteil aus den Niederlanden zu kommen oder Kegelvereins-artige Gruppen zu sein. Insofern waren wir nicht so glücklich mit unserer Wahl, auch wenn der CheckIn sehr freundlich war. Unser „Zimmer mit Stadtblick“ half aber nicht den Gesamteindruck zu bessern, denn es hatte erstaunlich wenig Stadtblick.

Und die Kombination aus „Schranktür plus aufgespanntes Laken“, was hier als Trennwand durchgeht half ebenfalls nicht (Meike wäre fast durch die Wand gefallen).

Na gut, wir sind ja nicht zum „auf dem Zimmer liegen“ hier, sondern um uns Boppard anzuschauen und zu Wandern.

Boppard anschauen war schnell erledigt. Der Ort besteht quasi touristisch nur aus der Rheinpromenade und ein paar alten Türmen aus der Zeit, wo Boppard nicht überregionale Bedeutung hatte.

In den 50ern, wo eine Rheintour noch das Ziel jedes Kegelvereins war, wurden hier auch sehr viele Gebäude errichtet oder erneuert, was eine interessante Architektur ergibt.

Alternativ fühlte man die ganze Zeit, dass Heinz Erhard „Wenn ich einmal traurig bin, trink ich noch nen Korn“ singend um die Ecke kommt.

In der Neuzeit liegt der Fokus auf Wein und Aktivurlauber – ist Boppard doch Teil des UNESCO Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal“ und sogar ein Luftkurort.

Was nicht bedeutet, dass es nicht auch solche, kulturell eher bedenklich anmutende, Veranstaltungen gibt.

Naja, wir haben da mal kurz vorbeigeschaut. Obwohl es zu dem Zeitpunkt noch angenehm leer war, waren wir uns sicher, dass dies nicht so bleiben würde. Und wir wussten, wo die meisten der lauten Gruppen hingehen würden. Und wo wir nicht sein würden.

Unser Rundgang führte uns durch die Fußgängerzone, in der das pralle Leben zu fühlen war.

OK, das ist fies. Das eine oder andere schöne Gebäude war schon dabei.

Aber ansonsten konnte man schon sehen, dass Boppard jetzt nicht eine Großstadt ist und seine Hochzeit schon etwas vorbei ist.

Wir wussten nicht so richtig, wo wir heute Abend essen wollen und um dies genauer zu überlegen, setzten wir uns in diesen Biergarten.

In dem kurz nachdem wir uns hingesetzt hatten, eine große Gruppe aus dem Rheinland Einzug hielt und quer über den Platz brüllend andere Bekannte herbeigerufen hat. Super – da kann man ja gut überlegen.

Also bezahlt und weiter mit uns.

Unser Hotel hatte, wie wir schon beim CheckIn erfahren haben, auch einen Biergarten, wo ebenfalls Live Musik an diesem Abend gespielt werden sollte. Und für solche Wortspiele sind wir ja schon immer zu haben gewesen, also rein mit uns.

Der Biergarten war erstaunlich schön und zu unserer Ankunftszeit auch so leer, dass wir noch einen Tisch weit weg von der Bühne mit Blick auf den Rhein ergattern konnten.

Dazu gab es endlich ein etwas besseres Bier als ständig dieses omnipräsente Koblenzer Bier.

Getreu dem Motto „Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ blieben wir dann einfach hier. Und bestellten, man war ja im Biergarten, Biergarten-eske Speisen.

Tjoa und als dann die Musik auch tatsächlich gar nicht man so schlimm war, blieben wir einfach hier, tranken ein paar Bier und erfreuten uns an dem sehr, sehr kurzen Weg aufs Zimmer. Obwohl: Wir mussten einmal ums Hotel herum, weil der direkt Zugang verschlossen war. Aber egal – ein netter Abend und eine gute Einstimmung auf die Wanderung.

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