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Landgang im Fährhaus Koblenz

Für den Sonntag Abend hatten wir einen Tisch im Restaurant Landgang im Fährhaus Koblenz reserviert. Ein relativ neues Restaurant, welches mit einem Hotel, einer Marina und einem Spa kombiniert ist und daher schon als Konzept-Restaurant gesehen werden kann. Und welches Klientel durch das Konzept angezogen werden soll, konnte man gut an den geparkten Autos vor dem Gebäude sehen.

Im Winter gibt es hier das Restaurant „Gotthardt´s“, welches quasi im Innenbereich ist. Im Sommer ist das eben das Restaurant „Landgang“ und das liegt wunderschön an der Mosel zur Marina hin.

OK, die Autobahnbrücke und den Neubau der Debeka im Hintergrund bitte ignorieren. Davon hört / merkt man aber wirklich nichts.

Dieses Mal hatten wir uns wieder für einmal a la carte und einmal das Menu entschieden und daher auch keine reine Weinbegleitung. Stattdessen haben wir uns eine leckere Flasche von einem unserer Lieblings-Weingüter gegönnt: Ein 2016er Pinot Noir vom Weingut Markus Molitor an der Mosel.

Hat für uns den Bedarf nach einem Besuch dieses Weingutes noch verstärkt.

Ach so: Zu Essen gab es ja auch noch. Meike hatte das Menu und bekam ein Heilbutt mit Zucchini und zwei Cremes.

Leider haben wir vergessen uns das Menu aufzuschreiben, sodass hier die Beschreibungen nur auf unseren Erinnerungen beruhen. Und die sind nicht so gut bzw. lückenhaft.

Jens hatte das gebratene Kaninchenrücken-Filet mit Blumenkohl (als Püree, Schaum und angebraten) und Feigen.

Das Karnickel war etwas neutral, da hätten noch mehr Aromen rein gepasst. Aber mal interessant, Kaninchen überhaupt auf der Speisekarte zu haben.

Hauptgang und der Grund für den Pinot Noir: Rindfleisch mit Pilz-Risotto. Und natürlich Meikes Gericht, die ja immer zuschlägt, wenn es Pilze gibt.

Zu Hause kommen Pilze ja eher selten auf den Tisch.

Jens hatte ein Kotelett vom Duroc-Schwein mit Pimentos und Knoblauch-Püree.

Wobei das Knoblauch Püree eher dezent bis unmerkbar war. Das Kotelette war aber hervorragend.

Nachtisch-Zeit: Bei Jens ein rotes Johannisbeer-Sorbet mit Gin.

Erinnerte etwas an das Riesling-Sud im Nachtisch beim Prümer Gang vor einigen Wochen. Sehr alkoholisch aber durch das Sorbet wesentlich frischer als damals. Passend für eine Terrasse im Abendlicht an einem Fluss.

Bei Meike ein Joghurt Sorbet mit Marillen. Fast schon österreichisch angehaucht und ebenfalls angenehm leicht und frisch.

Ach so: Ahrwein gibt es hier auch und das keine schlechten.

Wobei wir auch hier versucht waren zu sagen: Haben wir auch, haben wir auch, haben wir den besseren Jahrgang, …

Abends wurde es dann auch noch richtig ruhig und romantisch – wirklich ein sehr schöner Platz und für ein Restaurant ein gut gewählter Platz.

Dann lernten wir noch den Barkeeper kennen, denn Jens musste natürlich noch nach Whisky fragen.

Der Frage kam der Kollege sehr gerne nach und brachte dann zwei Whiskies aus einer Destille im nahen Westerwald: Der Birkenhof Brennerei. Jens entschied sich für einen Single Rye, der wirklich angenehm zu trinken war. Außerdem recht sherry-lastig, was ja eh sein Geschmack ist.

Meike dagegen bekam ein fruchtigen Wein und war dann auch glücklich.

Und zum Abschluss noch, weil er da war und weil das ein sehr angenehmer Abend: Ein Armagnac!

Wie so oft haben wir uns nett mit Barkeeper, Sommelier und anderen Servicekräften unterhalten – auch hier merkte man doch einiges an Passion und Begeisterung für den Job. Gerade beim Barkeeper, der nicht müde wurde, verschiedene spezielle Getränke an den Mann und die Frau zu bringen.

Für uns war allerdings Montag morgens ein frühes Aufstehen angesagt, also bestellten wir ein Taxi und ab ins Bettchen.

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