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Einmal quer durch Skandinavien

Nachdem der gestrige Abend im Dill etwas länger ging und alkohol-intensiver als gedacht war (gut, es war wohl eher die Kneipe danach), war heute morgen unser Aktivitätslevel eher niedrig.

Was aber auch gar nicht mal so schlimm war, denn auf dem Programm stand heute: Von Island über Oslo nach Stockholm fliegen. Und dann zum Hotel, dem Radisson Blu Waterfront. Die Flüge waren wieder bei SAS gebucht und dieses Mal gab es auch kein „operated by Icelandair“ so wie beim Hinflug.

Klang erst einmal einfach, hatte aber auch so seine Tücken. Zuerst wurden wir aber am Hotel vom Taxi abgeholt, welches uns zum Flughafen brachte. Das Taxi hatten wir vorab über das Internet beim Unternehmen Hreyfill gebucht und bezahlt. Der Fahrer war pünktlich, die Koffer passten alle ohne Probleme rein uns ab ging es die 40 Minuten raus zum Flughafen.

Ein bisschen Wehmut kam ja schon auf, doch wir sind uns einigermaßen sicher, dass wir hierhin zurückkehren möchten. Insofern ging es schon, als wir uns in die bereits vorhandene Warteschlange an den SAS Schalter einreihten.

Im Vorfeld gab es diverse Panik-Nachrichten über den völlig überflüllten Flughafen Kevlavik. Von „stundenlanger Warteschlangen“ war da die Rede und von verpassten Flugzeugen. Gefühlt sollte also gerade beim CheckIn und der Security aufgrund der Covid-Regeln und der Prüfung, ob eine Person überhaupt reisen darf, sehr, sehr viel Zeit benötigt werden.

Sah jetzt bei uns anders aus …

Wir vermuten im Nachhinein, dass dies eher für die Zeiträume zutrifft, zu denen die ganzen Icelandair-Flugzeuge hier abfliegen. Die sind nämlich so getacktet, dass sich hier die Flieger aus Europa und Nordamerika treffen, alle umsteigen und weiterfliegen können. Dadurch gibt es früh morgens und am Abend einen Zeitraum, in dem halt die halbe Icelandair-Flotte von hier startet und dann kann es vermutlich wirklich voll werden.

Wir dagegen checkten ein, gaben die Koffer ab und waren in ein paar Minuten durch die Security. In diesem Fall war es sogar eher schlecht, dass wir (wegen Business Class) durch den Fast Treck gehen konnten, die da war gar nichts los, was immer bedeutet: Eine genaue Kontrolle und fast immer eine Sprengstoff-Kontrolle. Na gut, muss man halt über sich ergehen lassen. Immerhin wurden die Stofftiere dieses Mal, nicht wie 2015 bei der Einreise in die USA, übergenau analysiert.

Kurz im Duty Free vorbei geschaut aber nichts interessantes / sehr günstiges gefunden.

Und dann standen wir im ziemlich leeren Terminal. Es war schon fast gespenstisch still, es gab quasi nur eine Handvoll Flüge die nächsten Stunden und aufgrund der Warnungen vor den Warteschlangen waren wir auch ungewöhnlich früh hier.

Eine Lounge gibt es hier für SAS bzw. StarAlliance nicht, also blieb uns nur: Einen Kaffee und ein Sandwich kaufen und irgendwo gemütlich einrichten. Am Ende lässt sich so natürlich auch die Zeit totschlagen, aber wir hätten die Zeit lieber schlafend im Hotelbett verbracht.

Irgendwann begann dann aber das Boarding für unseren SAS Flug nach Oslo und nach der Erfahrung auf dem Hinflug sind wir dann auch sehr pünktlich am Gate angekommen. Der Einstieg in die bereitstehende Boeing 737 ging auch einigermaßen geordnet und schon konnte der Finger vom Flieger entfernt werden und es ging los auf den 2 Stunden 40 Minuten dauernden Flug nach Oslo.

Unsere Plätze waren, so ist das in de SAS Plus Klasse nunmal, normale Eco Sitze nur eben weiter vorne im Flieger.

War uns aber egal, denn wir waren über etwas Ruhe jetzt nicht unerfreut und so kam das geballte elektronische Entertainment-Equipment zum Einsatz. Jens zum Beispiel schaute die sehr interessante Dokumentation „Running for Good

Und dann ging es endgültig los – mach es gut Island. Bis hoffentlich bald mal wieder!

Der Flug selber war eher unspektakulär. Es gab eine Kleinigkeit zu Essen, danach ein paar Pralinen. Dazu Kaffee bzw. Tee sowie eben Filme im eigenen Bordkino.

Tjoa und dann ging es auch schon runter in Richtung Oslo Gardermoen.

Immer noch ein sehr schöner Flughafen und Norwegen steht ja auch noch auf der Bucket List.

Hier warteten wir dann auf unseren Weiterflug nach Stockholm. Und hier hätten wir auch in die SAS Lounge gedurft, haben allerdings aufgrund der Umsteigezeit von 30 Minuten darauf verzichtet.

Um dann am Gate festzustellen, dass sich das Boarding verzögert.

Irgendwann schaffen wir es mal an ein Gate genau in dem Moment zu kommen, an dem das Boarding auch beginnt. Da sind wir zuversichtlich.

Der kleine Hoppser von Oslo nach Stockholm dauert nur eine Stunde. So kurz, dass es nur einen kleinen Snack gab, aber keine Lunchbox so wie auf dem ersten Flug des Tages. War aber auch nicht schlimm, denn Hunger hatten wir wahrlich keinen.

Die Landung in Stockholm verlief auch problemlos und zum ersten Mal suchten wir am Gepäckband dann unsere Koffer und flogen nicht direkt weiter. Das letzte Mal waren wir ja hier unverhofft nach dem umgebuchten Rückflug von Japan beziehungsweise Bangkok vorbei gekommen.

Der Flug von Oslo nach Stockholm schien sehr durch Geschäftsleute genutzt zu werden, denn Koffer gab es generell sehr wenige. Gut für uns: Lange mussten wir nicht warten.

Unser Hotel in Stockholm lag verkehrstechnisch gut direkt am Hauptbahnhof, der „Centralstation„. Vom Flughafen aus kann man mit dem Arlanda Express direkt da hinfahren und auch dafür hatten wir schon im Vorfeld Tickets über das Internet gekauft.

Spätestens hier war uns klar: Wir waren nicht mehr in Island. Vorher im Flugzeug oder im Flughafen war das noch irgendwie nicht so präsent aber hier in einem Zug, der 200 km/h schnell durch die Nacht fährt, wurde uns doch bewusst: „Das hier ist nicht mehr Island!“. Obwohl hier die Menge der Menschen noch überschaubar war.

Im Hauptbahnhof war das dann schon eine andere Sache. Der Bahnhof selber hat 18 Gleise, hier beginnen bzw. enden fast alle Bahnstrecken Schwedens. Und der Bahnhof wurde mehrfach erweitert, was ihn für uns irgendwie zu einem Labyrinth machten. Wir wissen gar nicht mehr so genau, wie viele Treppen, Aufzüge und Rolltreppen wir rauf- und wieder runtergegangen waren. Gesucht haben wir eigentlich den Ausgang zum „Waterfront“, wo eben unser Hotel sein sollte.

Irgendwann haben wir uns dann entschlossen, den nächsten Ausgang zu nehmen und uns draußen zu orientieren (GPS war im Bahnhof jetzt nicht wirklich hilfreich).

Tja und genau gegenüber …

Gut, manchmal muss man eben auch Glück haben.

Das Hotel war größer als jedes Gebäude, was wir in den letzten 3 Wochen gesehen haben und irgendwie waren wir überfordert mit der Situation. Die nette Dame am Empfang hat uns aber sehr herzlich willkommen geheißen und sogar noch organisiert, dass „Mr. Jens“ aufgrund des Gold-Status noch eine Aufmerksamkeit aufs Zimmer gebracht bekam. Bevor wir auf dem Zimmer waren, das vermuten wir zumindest, weil sie die ganze Prozedur irgendwie in die Länge gezogen hat.

Wir waren dann aber auch froh in einem geschützten Raum zu sein, denn der Tag war insgesamt doch anstrengend.

Also ging es unter die Dusche, das Wasser und die Pralinen wurden verdrückt und mit dem Fernsehprogramm als Begleitung schliefen wir auch bald ein.

Välkommen till Stockholm!

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