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Le Chopin Boppard

Liest sich gut, oder? Fanden wir auch, denn schon beim ersten Besuch hier im August waren wir sehr angetan von Service und Speisen im Le Chopin in Boppard. So sehr, dass wir eigentlich auch vorwiegend wegen des Restaurants uns hier einquartiert und natürlich einen Tisch reserviert haben. Das mit der Wanderung war eher so ein „Naja, wenn man halt schon einmal da ist …“ dabei.

Von den beiden Damen im Service, Dana Doru und Sarah Hortian wurden wir wieder freundlich in Empfang genommen und sogar am gleichen Tisch wie das letzte Mal platziert. Was dann auch dazu geführt hat, dass sich beide an uns erinnert haben, auch wenn wir uns spiegelverkehrt hingesetzt haben. So schlimm scheinen wir uns dann doch nicht benommen zu haben, was ja auch ein gutes Gefühl ist.

Das Menu war vorab durch unser Arrangement fix was uns allerdings auch nicht weiter gestört hatte, denn in Küchenchef Sebastian Messinger hatten wir schon Vertrauen. Und gleich ging es auch mit den Grüßen aus der Küche los.

Leider können wir uns nicht mehr so genau daran erinnern, was auf dem ersten Teller war – dafür wurde dieser Blog aus privaten Gründen viel zu spät nach dem Besuch geschrieben. Der zweite Gruß bestand aus einer Schnittlauch-Creme in einem Hörnchen und Kaviar obenauf. Woran wir uns allerdings beide erinnern: Beides war lecker und eine gute Einstimmung in den Abend.

Erster Gang: Ein Kaventsmann von einer Jakobsmuschel mit einem Umami-lastigen Dashi und Blumenkohl.

Das schmeckte sehr, sehr gut!

Ach so, im Glas vor uns war ein 2019 Leutesdorfer Riesling von Sarah Hulten. Und natürlich wurde wieder das „Sommelière schenkt ein – Gast blamiert sich beim Erraten des Weines“-Spiel gespielt. Wobei wir beim zweiten Gang, den wir „Dekomponiertes Himmel & Ärd“ getauft haben, einen Glückstreffer gelandet haben.

Den 2017er Blanc de Noir vom Weingut Königshof (der sein Lager gleich gegenüber vom Hotel hat) wurde nämlich souverän als „Wir wissen sowas halt“ verkauft.

Was unsere Gastgeberin dazu animiert hat, beim nächsten Gang (Loup de Mer mit Miso) ein Riesling aus einem großen Gewächs vom Weingut Knab in Oberursel auszupacken. Den haben wir dann wieder absolut nicht erkannt.

War aber nicht schlimm, denn dieses Prozedere macht den Abend eben besonders und erinnerungswürdig. Wobei das Essen selber auch schon dafür ausreichte, dass man sich noch Monate später an die Aromen und vor allem das Gefühl beim Essen erinnert.

Dann kam „schon“ der Hauptgang: Ein butterzartes Onglet vom Rind mit Zwiebeln und Belper Knolle, was ein Rohmilchkäse aus der Schweiz ist.

Sehr, sehr gut! Als Wein wurde hier ein 2013er Merlot von Martin Waßmer aus Baden. Den hat, soweit wir das mitbekommen haben, niemand erkannt. Und gerade der Nachbartisch hat sehr, sehr lange überlegt …

Einfach lecker und das ging beim Nachtisch auch so weiter. Sehr angelehnt an den Nachtisch beim letzten Mal gab es wieder vieles von der Banane.

Was auch die nicht gerade als Bananen-Fan zu bezeichnende Meike zu überzeugen wusste. Ein schöner Abschluss, wobei … oh, Schnapps?

Hier war ein Vorteil, dass sich an uns (hier eher an Jens) erinnert wurde und gleich nur die Whiskies gebracht wurden. Zusammen mit den Worten „Hat sich leider nicht viel seit dem letzten Mal geändert“ … aber in der Not gibt es ja schlimmeres als ein 21 Jahre alter Glenfarcles …

Wieder ein sehr schöner Abend. Das Essen ist sehr gut und für den Preis mehr als angemessen. Der Service ist locker und professionell zugleich. Gelacht wird auch viel und das Ambiete gefällt uns auch sehr.

Wir werden wiederkommen und das ist keine Drohung, sondern ein Zeichen, dass wir es hier echt gut finden!

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