Nachträglich im Dezember 2025 gebloggt – Original vom 28. bis 30.11.2019
Nachdem wir das Geburtstagsessen inklusive der dabei herrschenden … merkwürdigen Atmosphäre wollten wir am heutigen Samstag die Kaiserstadt Trier erkunden.
Vom Hotelzimmer hatten wir einen schönen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, was im Nebel irgendwie auch was für sich hat.
Das vor mehr als 2000 Jahren als Augusta Treverorum gegründete Trier gilt als älteste Stadt Deutschlands, da es bereits in römischer Zeit Stadtrecht besaß. In der Spätantike zur Zeit der Römischen Tetrarchie erlangte die Stadt unter dem Namen Treveris nach 293 als Residenzstadt eines der vier römischen Kaiser ihre größte Bedeutung, und der gesamte Nordwesten des Römischen Reichs wurde damals von Trier aus regiert.
Im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation war Trier dann seit dem 12. Jahrhundert eine kurfürstliche Residenzstadt – der Kurfürst im gleichnamigen Kurfürstentum war jeweils zugleich der Erzbischof von Trier.
1798 wurde Trier Sitz des französischen Département de la Sarre, kam dann zu Preußen (1815 bis 1945) und gehört seit 1946 zum neu gegründeten deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz.
Triers Baudenkmäler aus römischer Zeit sind seit 1986 UNESCO-Welterbe: das Amphitheater, die Barbarathermen, die Kaiserthermen, die Konstantinbasilika, die Porta Nigra und die Römerbrücke. Zum UN-Welterbe gehören außerdem zwei mittelalterliche Bauten: der im Kern noch aus spätrömischer Zeit stammende, romanische Trierer Dom und die frühgotische Liebfrauenkirche. Darüber hinaus umfasst die Liste der Kulturdenkmäler in Trier Orte, Gebäude und Monumente aus nahezu allen Epochen von der Frühgeschichte bis zum 21. Jahrhundert.
Und vor unserem Hotelzimmer war mit dem „schwarzen Tor“, dem ab etwa 170 n. Chr. errichteten früheren römischen Stadttor am Porta-Nigra-Platz halt das Wahrzeichen der Stadt Trier zu sehen. Der Name Porta Nigra stammt übrigens aus dem Mittelalter. Das Tor war ursprünglich 36 Meter lang, 21,50 Meter breit und 29,30 Meter hoch, seit 1986 ist die Porta Nigra Teil des UNESCO-Welterbes in Trier. Des Weiteren ist sie ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention. Die Porta Nigra ist das besterhaltene römische Stadttor Deutschlands.
Frühstück übersprangen wir einfach mal und machten uns auf einen kleinen Rundweg, den wir in einer Broschüre gefunden haben.
Eine Statue, die an einen der berühmtesten Söhne der Stadt erinnert, war der nächste Programmpunkt: Am 5. Mai 1818 wurde hier nämlich Karl Marx geboren.
Mit Friedrich Engels begründete er den „historischen Materialismus“ und wurde zum einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus, deren Grundzüge die beiden in der programmatischen Schrift Manifest der Kommunistischen Partei (1848) niederlegten. Als Marx’ Hauptwerk gilt Das Kapital, dessen erster Band, Der Produktionsprozess des Kapitals, noch zu seinen Lebzeiten im Jahr 1867 erschien; die beiden folgenden Bände, Der Zirkulationsprozess des Kapitals und Der Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion, wurden posthum von Engels herausgegeben. Einflussreich waren auch seine politischen Aktivitäten in der entstehenden internationalen Arbeiterbewegung (Internationale Arbeiterassoziation), in der er zeitweise eine intellektuelle Führungsrolle übernahm.
Die theoretischen Grundlagen des nach Marx benannten Marxismus beeinflussen die Diskurse der Geschichtswissenschaft und Soziologie wie auch der Wirtschafts- und Politikwissenschaft bis in die Gegenwart.
Und als Reminiszenz sind sogar die nahe am Geburtshaus liegenden Ampeln angepasst worden.
Ansonsten war es diesig und die Eröffnung der Weihnachtsmärkte. Insofern kämpften wir uns durch die Fußgängerzone hindurch und versuchten die sinnfreien aber dennoch reizvollen Dinge in den Läden zu ignorieren.
Nach einem kleine Frühstück in einem Cafe gab es dann den ersten Glühwein.
Nächster Stop waren die Kaiserthermen, die monumentalen Überreste einer großflächig geplanten spätantiken römischen Badeanlage und späteren Reiterkaserne, die sich im Zentrum der rheinland-pfälzischen Stadt Trier erhalten haben. Der Bau mit seinen teilweise noch 19 Meter hoch erhaltenen Mauern gehört zu den größten römischen Thermen nördlich der Alpen und ist seit 1986 Teil des UNESCO-Welterbes in Trier. Als Kulturdenkmal steht der Bau seit 1989 unter Denkmalschutz und gilt natürlich auch als Kulturgut nach der Haager Konvention. Trotz ihrer vorgesehenen Größe wären die niemals fertiggestellten Kaiserthermen nicht die größten Badebauten Triers gewesen, da sie darin von den wesentlich älteren Barbarathermen übertroffen wurden. Heute ist das Gelände der Thermen als Archäologischer Park ausgewiesen. Weitere Thermen in Trier waren die Thermen am Viehmarkt.
Das Wetter sorgte dafür, dass wir fast alleine das Areal erkunden konnten.
Damit reichte es uns aber mit der Kultur, also ging es weiter mit dem Thema „Craft Beer“ in Form der „Craftprotz“ Bierbar. Die eine schöne Auswahl an lokalen und deutschen Bieren hatte.
Für Unterhaltung war auch gesorgt.
Uns war aber noch nach einer anderen Brauerei, die kurz danach erst einmal schließen sollte: Das Petrusbräu.
Zum Essen hatten wir uns dann aber in einem anderen Lokal entscheiden. Einerseits weil wir doch noch eher dem Thema „Genusswochenende“ entsprechen wollten, andererseits weil da an einem Samstag noch ein Tisch frei war. Es ging in die Schlemmereule, wo wir einen schönen Abend verbrachten.
Vorspeise waren klassisch Bachforelle, Eier mit Schmand und Forellenkaviar und Gurke.
Meike gönnte sich einen Lobster mit grünem Gemüse.
Als Hauptgang dann ein schönes Kotelett.
Und ein Zander mit Blutwurst.
Und Platz für den Nachtisch war auch noch. Wobei der Alkoholpegel hier schon recht hoch war.
Weswegen wir dann doch eher auf direktem, wenn auch mit leichten Schlangenlinien versehen, ins Hotel gingen.




















