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Wanderung 3. / 4. Etappe RheinBurgenWeg Namedy – Andernach Miesenheim

Nach einer doch recht anstrengenden Vorbereitung war es mal wieder so weit: Wir haben eine Woche Urlaub.

Ursprünglich geplant als eine Woche, in der wir uns das erste Mal dieses Jahr mal wieder aus dem Rheinland entfernen, war doch alles etwas anders als geplant. Am Ende lief es auf 3 Teile raus: Ein erster wieder in und um Andernach herum, ein Gourmet-Geburtstagsessen in Bensberg und eine Reise ins Ahrtal.

Der erste Abschnitt unseres Urlaubs begann, wie es halt so Usus ist, mit einem Corona-Test.

Für Jens war dies tatsächlich auch das erste Mal, wo ihm ein Stäbchen in die Nase gerammt wurde. Ungewohnt aber nicht so schlimm wie befürchtet.

Den negativen Test brauchten wir, da wir in Rheinland-Pfalz in einem Hotel übernachten wollen und dafür eben dieser Test benötigt wird. Gleiches galt für den Besuch in einem Restaurant, wo wir für den Abend einen Tisch reserviert hatten – 2 Events mit einem Test, sozusagen.

Über die A59 und die B9 am Rhein entlang ging es zum kleinen Ort Andernach-Miesenheim, dem Zielort der heutigen Etappe am RheinBurgenWeg. Wobei „Etappe“ eigentlich nicht richtig ist, denn unsere letzte Etappe wurde aus Bequemlichkeit (oder Faulheit, je nachdem wen man fragt) ja gekürzt. Dieses ist dann also der verbliebene Teil der 3. Etappe und der erste Teil der 4. Etappe.

Andernach-Miesenheim ist ein kleiner Ort im Süden von Andernach und besticht durch nicht viel. Genauer gesagt haben wir, außer dem kleinen Haltepunkt und der Straße mit einem berühmten Namen, nicht viel gefunden.

Gut für uns: So war das Parken des Autos nicht allzu schwierig und wir konnten uns schnell auf den Weg zum Startpunkt der heutigen Etappe in Namedy aufmachen.

Dazu ging es kurz durch den Ort, vorbei an diesem „Mitfahrerbank“. Komischer Name für ein Finanzunternehmen …

Am Haltepunkt realisierten wir dann, dass wir doch etwas Glück hatten, denn hier fahren tatsächlich 2 Regionalbahnen vorbei: Die RB 23 und RB 38, wobei letztere eine Art Ergänzung zwischen Andernach und Mayen ist. Und die wollten wir nehmen, was eben gut war, denn erstere fiel den ganzen Tag aus. Was die DB App uns freiwillig nicht mitgeteilt hat.

Dieses Mal ging es auch, im Gegensatz zu den bisherigen Etappen auf dem RheinBurgenWeg, nicht direkt vom Ziel- zum Startpunkt. Sondern wir mussten in Andernach umsteigen, ein Bahnhof, an dem wir ein Jahr zuvor schon einmal standen, um zum KD Schiff nach Koblenz zu fahren.

Dieses Mal ging es eben in die andere Richtung nach Namedy, natürlich wieder mit den schmucken RRX Zügen.

Ein Haltepunkt später waren wir dann auch schon da, wobei wir den Mantel des Schweigens über den Preis für genau 3 Haltestellen (Meisenheim -> Andernach Bf -> Namedy) sowie die Verspätung des RRX hüllen wollen.

Na gut, wir waren auf jeden Fall jetzt da, wo wir einen Monat zuvor schon waren.

Am Ortsrand entlang führt auf jeden Fall der Wanderweg und von hier aus in einem Bogen um Andernach herum nach Miesenheim. Was ja der Grund war, dass wir nicht den auf allen GPS-Tracks verwendeten Weg via dem Ortszentrum gegangen sind, sondern unsere Aufteilung gewählt haben.

Vorab: Wir fanden unsere Etappenaufteilung sehr gut.

Der erste Teil ging auf jeden Fall, in guter alten Tradition, steil bergauf. Dieses Mal auch etwas mehr querfeldein und mit kleinen Gästen auf dem Weg (diese kleine Blindschleiche hat Meike entdeckt).

Nachdem es erst einmal ein Kilometer etwas bergauf ging, wurde der Weg eigentlich recht simpel und angenehm zu gehen. Wenn man den richtigen Weg bei den ganzen Optionen denn findet.

Aber wir sind ja erfahrene Wanderer und so stellt uns das vor geringe Herausforderungen.

Das Ganze ist ja der RheinBurgenWeg, also ist es nicht verwunderlich, wenn man zumindest mal den Rhein sieht. Gut platziert auch hier die Bänke, obwohl wir so früh noch keinen Stop machen wollten.

Plus: Eine Pause ohne koreanisches Essen macht ja gar keinen Sinn …

Aber hier wurde es aber ein wenig … eintönig. Das Wetter war etwas drückend und der Ausblick wechselte lediglich von „Wald“ zu „Feld“. Nicht, dass das nicht auch schön sein kann …

Aber so mit der Zeit wünschte man sich dann doch was Abwechslung.

Allerdings bestand auf dieser Etappe die einzige Abwechslung darin, dass man eine ganze Weile recht quer durch die Felder gehen musste (hier sogenannte „Tramlines“, die wir durch die sehr gute Serie „Clarkson´s Farm“ kennen)

Hier war es jedoch wirklich etwas langweilig, denn hier war noch nicht einmal Wald. Sogar die Wegmarkierungen waren, aus Rücksichtnahme auf die Bauern, die ansonsten vermutlich ein Problem mit ihrer Arbeit hätten, wenn sie mit dem Traktor immer um die Pfosten herumfahren müssen.

Nach ein paar Kilometern trafen wir auf eine Gruppe sehr emotional diskutierender Menschen (keine Ahnung warum) und danach ging es dann auf einen kleinen Feldweg. Von dem aus wir schon unseren Zielort Meisenheim sehen konnten.

Was im Grunde genommen, da das Wetter auch langsam schlechter wurde (durch den weiten Blick kann man recht gut sehen, wenn Gewitterwolken auf einen zu kommen), auch gut war. Und so waren wir auch schon wieder am Haltepunkt Meisenheim und damit auch kurz vor unserem Auto.

Von hier aus ging es dann recht schnell (20 Minuten) nach Andernach und zum Parkplatz. Und dann wieder in das Hotel „Am Ochsentor„, wo wir schon vor einem Jahr übernachtet haben. Die Nähe zu den Restaurants sowie die schön eingerichteten Zimmer halfen uns bei der Entscheidung, wo wir auch dieses Mal wieder übernachten wollten.

Was auch gut war: Die große und angenehme Dusche. Denn gerade Jens hatte beim Weg durch die Felder doch etwas … gelitten. Bzw. seine Haut fand die auf dem Feld wachsenden Pflanzen eher … reizend.

Na gut, dafür gibt es ja Cremes und am nächsten Tag war auch alles wieder besser und juckte nicht mehr so sehr.

Die Etappe heute war schon relativ langweilig und alleine würden wir sie nicht noch einmal machen. Wenn man den ganzen RheinBurgenWeg gehen möchte, ist das eben ein Teil davon. Gut, dass wir nicht so schlechtes Wetter hatten und auch sonst gut durchgekommen sind.

Hoffen wir mal, dass die nächsten Etappen (von Meisenheim geht es in Richtung Mosel, dann nach Koblenz und wieder am Rhein entlang bis nach Bingen) interessanter werden. Bis dahin: Heute Abend gibt es lecker Essen … 😉

Statistik:

  • Gelaufen am 29.06.2021
  • Dauer 2:42 Stunden
  • 11,5 Kilometer mit 308 hm

(Karte von outdooractive.com/de/ / openstreetmap.org)


Nachtrag: In Zeiten von Corona haben wir, damit uns nicht die sprichwörtliche Decke auf den Kopf fällt, Ende März 2020 dazu entschlossen, das Beste aus der Situation zu machen. Dies bedeutete auch, dass wir uns für eine Abwechslung entschieden haben, die 1. spontan möglich ist und 2. uns nicht in die Nähe von Menschen bringt bzw. die Möglichkeit bietet, den gebührenden Abstand zu halten.

Beides haben wir durch spontane (beruflich wie wettertechnisch) Wanderungen gefunden, die wir hier bloggen wollen.

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